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Stammheim [VHS]
 
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Stammheim [VHS]

Ulrich Pleitgen , Ulrich Tukur , Reinhard Hauff    Freigegeben ab 16 Jahren   Videokassette
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Ulrich Pleitgen, Ulrich Tukur, Therese Affolter
  • Regisseur(e): Reinhard Hauff
  • Format: Vollbild, Mono, PAL
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Filmgalerie 451
  • Erscheinungstermin: 3. Dezember 1996
  • Spieldauer: 103 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005A4E3
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.693 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Der Film zeichnet die Geschichte des Stammheimer Prozesses gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe nach. Der Prozeß dauerte zwei Jahre - 192 Prozeßtage. Szenen und Dialoge des Films beruhen auf wirklichen Texten und Ereignissen. Die Auseinandersetzungen der Gefangenen untereinander sind aus authentischen Briefen und Zellenzirkularen rekonstruiert. STAMMHEIM: Vorort von Stuttgart. Hochsicherheitstrakt in einem der modernsten Gefängnisse der Bundesrepublik."

VideoMarkt

1972 werden die RAF-Terroristen Andreas Baader und Jan-Carl Raspe gefangengenommen. Wenig später faßt die Polizei auch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Nach Jahren der Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis von Stammheim beginnt im Mai 1975 der Prozeß. Das Urteil heißt 1977 lebenslänglich für alle. Ulrike Meinhof ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot - sie hatte sich kurz vorher in ihrer Zelle erhängt. Nach der Befreiung der Lufthansa-Geiseln in Mogadischu begehen auch ihre drei Gesinnungsgenossen Selbstmord.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ripley662
Format:Videokassette
Größtenteils gelungen, ich glaube, die Atmosphäre wird sehr gut getroffen, und das Problem, Hintergrundinformationen zu geben, ohne das bedrückend Kammerspielartige zu verwässern, wird ziemlich gut dadurch gelöst, daß man zu Zeugenaussagen Orignalaufnahmen und - szenen einblendet (Heidelberg, LKA, Springer - Gebäude).
Ulrike Meinhof wird unglaublich beeindruckend gespielt - das Fanatisch - Redliche, das Mimosenhaft - Aggressive, das Kalt - Leidenschaftliche dieser Frau kommt unglaublich authentisch herüber - jede Geste, jede Betonung stimmt. Ulrich Tukur überzeugt als Baader. Die Darstellerin Gudrun Ensslins dagegen ist entweder einfach der falsche Typ oder schlicht überfordert - den intellektuellen Kopf der Ersten Generation der RAF kauft man ihr keine Minute ab. Und Raspe - na ja, er sieht aus wie ein friedensbewegter Öko der Achtziger - völlig daneben, allein, was Frisur und Kostüm betrifft. Überhaupt - mitunter merkt man allzu deutlich, daß dies ein Film aus den Achtzigern ist - z.B. an Outfit und Frisur eines Zeugen - sehr schade. Auch einige Details stimmen nicht - bei einer tumultartigen Szene werden Stühle zurückgeschoben, die in der orignalen "Mehrzweckhalle" angeschraubt waren. Ein Highlight dagegen ist der Auftritt von Dominique Horwitz als Aussteiger und Kronzeuge Gerhard Müller, und auch die drei Anwälte überzeugen, besonders diese Giftkröte Schily. Und der heutige Serien - Fuzzi Ulrich Pleitgen liefert als zunehmend gereizter und dünnhäutiger Richter Prinzing eine Klassevorstellung. Insgesamt ein nicht perfekter, aber im großen und ganzen sehr beeindruckender Film, dem es gelingt, den "Albtraum Stammheim", diesen Mammutprozeß, in etwas über hundert Minuten überzeugend und auf die wesentlichen Punkte reduziert darzustellen. Solche Filme wünscht man sich in der heutigen Popcorn - Kino - Wüste vergebens.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Authentisch 16. August 2009
Von Søren Kierkegaard VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
In Stefan Austs Standardwerk über die RAF, "Der Baader-Meinhof Komplex", findet sich auch ein Abschnitt über den Prozess in Stammheim. Minutiös wird dort der Verlauf der Verhandlung beschrieben, Äußerungen der Prozessbeteiligten werden wörtlich wiedergegeben.

Vergleicht man dies nun mit den Film "Stammheim", ist man erstaunt und positiv überrascht, wie sehr sich das Drehbuch und die Akteuere an die historische Vorgabe halten. "Stammheim" macht nicht den Fehler so vieler dokumentarischer Spielfilme, aus dramaturgischen Gründen Situationen zuzuspitzen. Das, was man sieht, ist auch so geschehen.

Einen Stern Abzug gibt es für die Nicht-Erwähnung der Namen von Prozessbeteiligten. Die vier Angeklagten Baader, Ensslin, Meinhof und Raspe ausgenommen, werden Personen nicht mit ihren Namen angesprochen, sondern nur mit ihrem Titel bzw. Funktion. "Herr Vorsitzender", "Herr Zeuge", "Herr Anwalt". Für mich unverständlich, aus welchen Gründen diese Verschleierung vorgenommen wurde. Für den Zuschauer wäre es schon interessant zu erfahren, welche Äußerungen beispielsweise Otto Schily als Anwalt von Ensslin damals zum Besten gegeben hat, oder welche Zeugen vorgeladen wurden.

Die schauspielerische Leistung überzeugt im Allgemeinen. Besonders gefallen hat mir Ulrich Pleitgen als vorsitzender Richter, der mit dem Verfahren bzw. mit dem Verhalten der Angeklagten offenbar häufig überfordert war. Für den Zuschauer stellen sich diverse Situationen dann doch häufig surreal dar, beispielweise wenn Andreas Baader fordert, vom Verfahren ausgeschlossen zu werden, ihm dies verweigert wird, und erst nach diversen Beleidigungen seinem Wunsch entsprochen wird. Die Hilflosigkeit des damaligen Staates gegen Menschen, die diesen in seiner Struktur ablehnten.

Fazit: Wer eine Zusammenfassung des Prozessverlaufs gegen die vier führenden Mitglieder der RAF in Form eines Spielfilms will, der liegt mit "Stammheim" richtig. Allerdings sollte der Zuschauer schon ein wenig Vorwissen über die Geschichte der RAF und den Deutschen Herbst mitbringen.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Authentisch 21. Mai 2003
Format:Videokassette
Der Film basiert auf tatsächlich gesprochene Worte und wirkliche Handlungen, die seinerzeits in Stuttgart-Stammheim im Prozeß gegen die RAF-Mitglieder, Mitte der siebziger-Jahre, ausgesprochen worden sind.Wer sich über die RAF informieren will, dem ist dieser Film ein nürzliches Hilfsmittel. Ideal wäre als Ergänzung zum Film, das zu ihm zugrundeliegende Buch mit dem Titel: "der Baader-Meinhof Komplex". Leider ist zu bemängeln, daß die Darstellungsweise der Schauspieler etwas gekünstelt und erbaulich wirkt, welche dem Zuschauer in Erinnerung ruft, daß es sich eben nur um eine Rekonstruktion handelt.
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