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Stammheim / Edition Deutscher Film

Ulrich Pleitgen , Ulrich Tukur , Reinhard Hauff    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Stammheim / Edition Deutscher Film + Der Baader-Meinhof-Komplex
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Produktinformation

  • Darsteller: Ulrich Pleitgen, Ulrich Tukur, Therese Affolter
  • Regisseur(e): Reinhard Hauff
  • Komponist: Marcel Wengler
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 16. Oktober 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002LEZ2QK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.581 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

1972 werden die RAF-Terroristen Andreas Baader und Jan-Carl Raspe gefangengenommen. Wenig später faßt die Polizei auch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Nach Jahren der Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis von Stammheim beginnt im Mai 1975 der Prozeß. Das Urteil heißt 1977 lebenslänglich für alle. Ulrike Meinhof ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot - sie hatte sich kurz vorher in ihrer Zelle erhängt. Nach der Befreiung der Lufthansa-Geiseln in Mogadischu begehen auch ihre drei Gesinnungsgenossen Selbstmord.

Produktbeschreibungen

Im Verhandlungsraum des Hochsicherheitsgefängnisses Stammheim treffen 1975 die härtesten Gegner aufeinander: die Terroristen der RAF und der Staat. Gegner, die sich vorher nur bei Schießereien, Geiselnahmen oder der Flucht begegnet sind, müssen ihren Krieg im Gerichtssaal rein argumentativ ausfechten. Der Prozess wird zu einem Kampf, der 192 Tage dauert. Auf Grundlage der Originalprotokolle ist ein Film entstanden, bei dem beide Seiten schonungslos zu Wort kommen und der die Ideen und Stimmungen dieser Zeit intensiv erleben lässt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Stammheim" stellte vor "Der Baader-Meinhof-Komplex" den ersten Versuch Stefan Austs dar, die RAF-Thematik filmisch zu verarbeiten. Regie führte Reinhard Hauff als einem der Protagonisten des deutschen Autorenkinos, der sich in dem starken Film "Messer im Kopf" dem Thema schon früher angenähert hatte.
Wie "Stammheim" seinerzeit 1986 die Berlinale gewinnen konnte, ist ein wenig schleierhaft - vielleicht hat man hinter den Kulissen heftig für den Film getrommelt, vielleicht war der Film aber auch konkurrenzlos in einer Zeit, in der das deutsche Kino nicht seine stärkste Phase hatte.

Der Film ist eine Momentaufnahme der hitzigsten Phase des Stammheim-Prozesses gegen die RAF-Terroristen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Es war eine Zeit, als die Terroristen versuchten, die Autorität und Legitimität des Gerichtes an sich in Frage zu stellen und auf eine sehr provozierende Prozessführung setzten. In dieser Phase wurde bekannt, dass die Gefangenen in ihren Zellen abgehört wurde, der zuständige Richter Prinzing davon wusste, und dann abberufen wurde.

Aust/Hauff gaben sich mit Stammheim alle Mühe, den Film für die Zuschauer möglichst sperrig zu machen. Vom Start weg geht es in den (damals im Hochsicherheitstrakt des Stammheimer Gefängnisses liegenden) Gerichtssaal. Wer vor dem Anschauen wenig Informationen zur RAF hatte, hat Pech gehabt, die Hintergründe, weshalb es zu dem Prozess kam, werden kaum erläutert. Fairerweise muss man natürlich sagen, dass damals die Sache politisch noch präsenter war.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hervorragender dialogfilm. 21. Februar 2010
Von Frank Linden TOP 1000 REZENSENT
1975 begann einer der spektakulärsten prozesse der deutschen geschichte.
die RAF terroristen andreas baader, gudrun ensslin, ulrike meinhof und jan carl raspe stehen wegen mehrfachen mordes und anderer vergehen vor gericht.
schon zu anfang wird klar das dieser prozess die deutsche gerichtsbarkeit auf eine harte probe stellen wird, denn die beklagten und ihre anwälte nutzen jede noch so kleine gesetzeslücke um ihre verteidigung voran zu bringen, oder ihre politischen meinungen kund zu tun.

die darsteller machen ihre sache hervorragend.
die dialoge, die fast ausschliesslich auf originalen protokollen beruhen, sind fesselnd und interessant.
die story wurde auf das notwendigste reduziert und verzichtet auf übliches spielfilm beiwerk.

wer sich also für die geschichte der RAF, oder deutschlands zu dieser zeit interessiert, sollte bei diesem brillianten dialogfilm zugreifen.
zusammen mit filmen wie todesspiel, deutschland im herbst, der baader-meinhof komplex (langfassung), das phantom, die stille nach dem schuss, die dritte generation, die bleierne zeit, die innere sicherheit und black box brd gehört stammheim cineastisch gesehen zur deutschen zeitgeschichte und sollte in keiner sammlung fehlen.
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5.0 von 5 Sternen Unbedingt ansehen 16. Mai 2013
Das Drehbuch für diesen Film hat Stefan Aust geschrieben. Es lohnt sich trotzdem ihn anzusehen, da es sich bei den Dialogen und Monologen überwiegend um Zitate aus den Gerichtsprotokollen handelt. Dadurch ist der Film ein authentisches Dokument dafür, wie in den 70er-Jahren ein befangener Gerichtspräsident namens Prinzing mit politisch motivierten Straftätern umging.

Manche Äußerungen der Angeklagten zeigen deutlich, dass sie schon während des Prozesses wussten, dass sie das Ende des Revisionsverfahrens nicht erleben würden. So wird selbst heute noch die unheimliche Atmosphäre der damaligen Zeit erlebbar.

Gerade wer damals noch sehr jung oder noch nicht geboren war, sollte sich diesen Film ansehen, statt sich durch später entstandene Produkte von Herrn Aust über Leben und Sterben der ersten RAF-Generation zu informieren.
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Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses als einziges übrig gebliebene Tondokument vermittelt einen authentischen Eindruck der Stammheimer RAF Prozesse . Allerdings muss man das selbst richtig einordnen können; was vordergründig wie sinnlose Streiterei anmutet, hat Gründe, die man kennen muss: extreme Haftbedingungen wie der "tote Trakt" (Isolationshaft mit vollkommener Schalldämmung) und Zwangsernährung bei Hungerstreiks, und dann wiederum Verweigerung des Wassers, was zum Tod von Holger Meins führte...
Die exessive Feinseeligkeit dieses Prozesses ließ wenig Raum für inhaltliche Verhandlung -es glich einem erbitterten Krieg, indem dem Gegner keinen Zentmeter freie Rede zugestanden wurde. Auch die Anwälte waren von unverhältnismäßiger Repression betroffen, daher der aufgeheizte Ton. Die Beschuldigten der Nürnberger Prozesse, des Massenmordes an Juden angeklagt, wurden vergleichsweise respektvoll behandelt.
An der angstvoll-agessiven Stimmung kann der Zuhörer ablesen, wie sehr sich "das System" damals in Frage gestellt sah- man wollte in jedem Fall Sieger bleiben- Nachgiebigkeit ausgeschlossen. Manch einer wird sich durch dieses Tondokument herausgefordert sehen, nach anderen authentischen Quellen zu suchen, deren Blick nicht von vornherein von der Distanzierung von RAF Tätern oder Taten verstellt ist.
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