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Stalins Geist: Roman
 
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Stalins Geist: Roman [Gebundene Ausgabe]

Martin Cruz Smith , Rainer Schmidt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann, München (26. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357000919X
  • ISBN-13: 978-3570009192
  • Originaltitel: Stalins Ghost
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 335.472 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Martin Cruz Smith
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Leichen, Leichen, Leichen: Wohin man im neuen Russland auch schaut, überall türmen sich die Skelette. Etwa in den tiefen Schächten, die in der Nähe des Gorki Park ausgehoben werden, um ein weiters Casino im Herzen Moskaus zu errichten. Und auch bei archäologischen Ausgrabungen in den immer grauer und leererer werdenden Dörfern: tote Deutsche, tote Polen, tote Russen. Während Stalin angeblich in einer Moskauer Metrostation erscheint, macht sich die Partei der Russischen Patrioten die Nostalgie um den ehemaligen und plötzlich glorifizierten Führer zunutze und startet einen aggressiven Wahlkampf. Aber auch der Kandidat für die Präsidentschaft hat Dreck am Stecken. Melancholisch und düster wie sein Held Arkadi Renko ist das Russlandbild, dass Cruz Smith zeichnet. Wie eine kafkaeske Gestalt irrt der Ermittler durch ein Moskau, das fremder und kälter nicht sein könnte, das vom Raubtierkapitalismus zerfressen ist und seine Kinder verhungern lässt. (bl)

Pressestimmen

"Brilliant!“ (Format )

"So müssen Polit-Thriller sein“ (Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung )

„spannend und wendungsreich erzählt." (Alexander Dengler, Bild am Sonntag )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Doppelte Gänsehaut 28. Mai 2008
Von Christian Bleis VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Arkadi Renko, der Ermittler, der durch Gorki Park weltweit bekannt wurde, ermittelt erneut. Aktuelle Themen diesmal: Der tägliche Wahnsinn im russischen Raubtierkapitalismus, alte Seilschaften, Tschetschenien. Es ist erneut sehr spannend geschrieben, ausgesprochen unterhaltsam und informativ. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Eva (Renko's nicht ganz einfacher Liebesbeziehung), Schenja (Renko's halbem Sohn), Viktor (der stets dem Wodka zugeneigte Ermittler-Freund). Orte sind Moskow, Twer und Tschetschenien

Das eigentliche Thema ist eine aktuelle Momentaufnahme Russlands, dass sich mit einer Gehirnhälfte noch Mitte des letzten Jahrhunderts befindet, mit der anderen aber den Raubtierkapitalismus ("Mach was ich will, oder ich erschieße Dich") lebt.

Martin Cruz Smith ist ein eingehender Kenner der Szene und seine Recherchen sind ausgesprochen gründlich, was beim vorletzten Renko-Fall (Wolves eat Dogs), der in Tschernobyl spielte, wieder einmal deutlich wurde. Setzt man dies voraus, so überzieht einen beim Lesen eine doppelte Gänsehaut. Einmal, weil das Buch so spannend geschrieben ist, andererseits, weil einen die Vorstellung erschauern lässt, dass dies alles tägliche Wirklichkeit in Russland ist.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tschetscheiniens Geist 3. Januar 2008
Von Polar
Format:Gebundene Ausgabe
Der kalte Krieg ist vorbei, doch die alten Seilschaften funktionieren noch, während sich die neuen bereits den eigenen Verbrechen widmen. Stalins Geist taucht in der Moskauer U-Bahn auf und mit ihm eine verklärte Vergangenheit, die Arkadi Renko vertreiben soll. Er macht dies nicht ganz freiwillig, wird mit seiner Lebensgefährtin Eva erpresst, der von Staatsantwalt Surin die Aufenthaltsgenehmigung entzogen werden kann, wenn er sich nicht fügt. Ausgerechnet diese Eva ist die Geliebte Isakows, seines Widersachers, der als Kriegsverbrecher mitten im Wahlkamf steht und als Senator unangreifbar würde.

Die Spuren dieses Thrillers ragen weit in den zweiten Weltkrieg wie in die russische Gegenwart hinein. Während Tschernobyl Eva verseucht hat, erscheint Rußland unter Putin so marode, dass das Land sich vornehmlich der Ränke um Einfluß und Absicherung der Macht widmet. Martin Cruz Smith hat in seinem Arkadi Renko einen Ermittler geschaffen, der uns mit in die Verstrickungen des neuen Russlandes führt. Ein faszinierender Thriller über private Mordaufträge an die Polizei, Tschetschenien, über Massengräber und Massaker, über zwei Männer und eine Frau, bei dem der Autor einmal mehr unter Beweis stellt, wie spannend die Gegenwart erzählt werden kann, so daß man mehr über Russland erfahren will und bestens unterhalten wird.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Martin Cruz Smith hat etwas geschafft, wovon jeder Autor träumt. Er hat mit Arkadi Renko ein "literarisches Wesen" erschaffen, das in den letzten 26 Jahren ein Eigenleben zwischen den Buchdeckeln entwickelt hat. Renko lebt und atmet auf jeder Seite von Cruz Smith Roman, ist so unvergleichbar wie sonderbar. Renko ist absoluter Kult, dabei aber keine Massenware. Der personifizierte russische Antiheld weckt Sympathien, die weder nachvollziehbar noch abzustellen sind. Wer ihm einmal als Leser verfallen ist, kommt nie mehr davon los. Selbst wenn man, wie ich, alles andere als ein Freund von Fortsetzungsromanen ist. Ausnahmen bestätigten halt die Regel. Und Renko, das ist Ausnahme aller Ausnahmen!

Renko macht das, was er am besten kann. Er ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Und das ist das Telefon seines Kollegen Urman. Er staunt nicht schlecht, als ein Mordauftrag auf einem Telefon der Moskauer Polizei eingeht. Aber ehe Renko sich um die Verstrickungen Urmanns kümmern kann, erleben Moskauer U-Bahn-Fahrgäste eine Erscheinung. Stalins Geist erscheint unter der Erde. Staatsanwalt Surin setzt Renko auf den toten Diktator an. Renko findet zwar keinen Geist, aber Urmann und dessen Kollegen Isakow. Der kandidiert nebenbei für eine patriotische russische Partei. Renko findet heraus, dass Urmann und Isakow das Topteam der Polizei sind. Die beiden verhaften nie, stets bleiben überführte Täter als Leichen zurück. Und es gibt eine Verbindung zwischen den Toten, Urmann und Isakow, die früher bei einer russischen Eliteeinheit im Tschetschenienkrieg waren, Stalins Geist und der Stadt Twer. Während seiner Ermittlungen verliert Arkadi seine Freundin Eva und seinen Ziehsohn Schenja an Isakow. In Twer kommt es schließlich zum Showdown der neuen russischen Elite und des Dinosauriers der Moskauer Polizei. Renko, das letzte Überbleibsel des russischen Sozialismus im Staatsapparat, hat dabei schlechte Karten. Sein Leben ist keinen Pfifferling mehr wert...

Wie Cruz Smith uns wieder auf den guten alten Renko-Kurs bringt, das ist beeindruckend und erstaunlich zugleich. Fast drei Jahrzehnte begleiten wir Moskaus Ermittler nun schon, keine Sekunde dieser Dekaden war langweilig. Wer die russische Seele kennen lernen will. Wer über Seilschaften, Sozialismus, Freundschaft, Tod und Leben in Moskau und Umgebung Einblicke erhalten will, der ist bei Cruz Smith genau richtig. Dazu gibt es eine Geschichte, die so interessant wie spannend ist. Renko ist wieder da. Noch immer mehr tot als lebendig, aber auf der richtigen Seite. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Renko Roman. Sollten bis dahin wieder ein paar Jahre vergehen...egal! Dafür warte ich gern!
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