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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Leser, 3. Januar 2010
Vorweg: Auch den nächsten Roman mit meinem Lieblingskrimihelden werde ich lesen. Aber diesmal ist die Handlung extrem konstruiert. Ständig trifft Renko zufällig genau die Personen, die entweder mit dem Fall zu tun haben oder ihm entscheidend weiterhelfen. Vor allem in Twer wird das Ganze auf die Spitze getrieben. Nicht nur, dass Renko weiterhin ständig Isakow und/oder Urman begegnet (die ihn dagegen vergeblich suchen); der ihm in Twer vorgesetzte Staatsanwalt, seine Vermieterin, der Biker, der ihm das Motorrad verkauft: alle stehen oder kommen irgendwie mit dem Fall in Verbindung. Twer ist aber kein Dorf sondern eine Stadt mit 400.000 Einwohnern! Renko wundert sich im Roman selbst, warum er sich plötzlich für die Ausgräber interessiert; man möchte ihm sagen: das weiß auch dein Autor nicht! Oder man schaue sich die Konstruktion an, wie Cruz Smith seinen Kommissar nach Twer bekommt: vor seinem Haus in Moskau eine Baustelle, auf der ausgerechnet Schenjas leiblicher Vater arbeitet, der dann ausgerechnet ..., aber ich will nicht die ganze Handlung erzählen.
Drei Sterne: einen für den Helden und zwei für die Schilderung Russlands, das uns Cruz Smith immer wieder in neuen Facetten zu vermitteln versteht.
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2.0 von 5 Sternen
Arkadi Renko ermittelt wieder - diesmal gegen russische Veteranen aus dem Tschetschenienkrieg, 30. Januar 2010
Stalins Geist" (Goldmann 47146 - Stalin's Ghost", 2007) ist nach "Gorki Park" (Goldmann 44662 - "Gorky Park", 1981, "Polar Star" (Goldmann 44661 - "Polar Star", 1989), "Das Labyrinth" (Goldmann 44663 - "Red Square", 1992), "Nacht in Havanna" (Goldmann 44988 - "Havana Bay", 1999) und "Treue Genossen" (Goldmann 46323 - "Wolves Eat Dogs", 2004) der sechste Kriminalroman mit dem der Ermittler Arkadi Renko. Manche dieser Romane sind exquisit, manche deutlich schwächer. Stalins Geist" gehört zu den schwächeren - denn es gibt schlicht und einfach zu viele Zufälle. Arkadi Renko bemerkt wie ein Kollege - Nikolai Isakow, ein Held aus dem Tschetschenienkrieg, der den Job offenbar nur deshalb bekommen hat - bei einem Mord zweifelhaft ermittelt und zwar ausgerechnet bei einem Mitglied seiner damaligen Einheit - Schlamperei/Vertuschung? Er geht dem nach, lernt einen Journalisten kennen, der damals darüber berichtet hat - doch auch dieser kommt zu Tode - Unfall/Mord? Arkadi hat Blut gerochen und beginnt im Geheimen zu ermitteln. Geheim nicht nur, weil Isakow ein Heldenimage hat, sondern auch weil Isakow und Renko um die Gunst der Ärztin Eva Kaska kämpfen und seine Ermittlungen so falsch ausgelegt werden könnten. Dienstlich hat er allerdings den Auftrag der Moskauer Staatsanwaltschaft, das Erscheinen von Stalins Geist untersuchen muß, der sich halbwegs regelmäßig in einer U-Bahn-Station zeigt. Da wird Arkadi Renko angeschossen und nach einer Rehabilitation nach Twer versetzt. Dort - hunderte Kilometer von Moskau entfernt - trifft er Isakow wieder, und es gelingt ihm - bevor es zum stilgerechten Finale kommt - auf die Hintergründe einer Mordserie zu kommen. Insgesamt ein eher schwacher Arkadi Renko-Roman, wenngleich er Einblicke in das heutige Leben Russlands in Moskau und der Provinz bietet.
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5.0 von 5 Sternen
Sehr gute Geschichte eines sehr guten Erzählers, 13. Januar 2010
Das Buch fand ich herausragend gut.Es passiert jede Menge,die Verbrechen werden nach und nach aufgedeckt,auch wenn die Täter mehrere Zeugen umbringen,die Vergangenheit vieler Personen wird beleuchtet,auch die des Helden,ebenso die Zustände im heutigen Russland.Und alles ist plastisch,nachvollziehbar und detailliert geschildert,für diesen Stoff hätten viele andere Autoren mindestens doppelt so viele Seiten gefüllt.Der Autor hat die Gabe,durch kurzes Skizzieren eindringlicher zu schildern als die meisten seiner Kollegen in vielen Sätzen.Die Hauptperson Renko hat dazu noch Liebeskummer und den üblichen Ärger mit den Vorgesetzten,auch dies findet noch Platz sowie die Beziehungen zum"Ziehsohn"und seinem versoffenen Kollegen-Freund.Die Geschichte ist dicht erzählt und ständig spannend,und man kann einiges erfahren und lernen.
Ich kann dieses Buch deshalb uneingeschränkt empfehlen,obwohl es für zarte Seelchen vielleicht nicht so ganz geeignet ist.
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