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Stalingrad
 
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Stalingrad [Broschiert]

Antony Beevor , Klaus Kochmann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 544 Seiten
  • Verlag: Pantheon Verlag (8. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570551342
  • ISBN-13: 978-3570551349
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 97.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Kein Schritt zurück“, lautet Stalins unmissverständlicher Befehl Nummer 227, als die deutsche Wehrmacht in Richtung Wolga vorrückt. In der Tat brachte die Verteidigung Stalingrads für die Rotarmisten die Wende. Menschenleben zählten im „Großen Vaterländischen Krieg“ wenig. So war der „totale Krieg“, wie ihn NS-Propagandaminister Goebbels 1943 ausrief, in Stalingrad bereits 1942 längst grausamer Alltag. Autor Antony Beevor rückt in seinem Rückblick das Leid von Soldaten und Zivilisten in den Vordergrund.

Heiligabend 1942. Wehmütig singt ein deutscher Soldat das Weihnachtslied „Oh du fröhliche“. Da schlägt eine Bombe ein und zerfetzt ihn. Insgesamt starben an der Wolga mindestens 700.000 Menschen. Die ungeheuere Zahl der Opfer spiegelt die Grausamkeit des Krieges wider. Von der sechsten Armee der Wehrmacht, die in einem erbarmungslosen Häuserkampf eingekesselt und im Februar 1943 vollends aufgerieben wurde, kehrten nur etwa 5.000 Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Begonnen hatte die Schlacht um Stalingrad mit massiven Angriffen der deutschen Luftwaffe im August 1942. Die Bilder der Verwüstung erinnern an die deutschen Luftschläge auf das baskische Guernica im April 1937 oder das spätere alliierte Bombardement Dresdens im Februar 1945.

Antony Beevor bringt ans Licht, was die Knochenmühle Stalingrad für viele Menschen bedeutete. Militärische Strategien und Operationen rund um den Verlauf der Schlacht werden genauso nachgezeichnet. Am Rande räumt der Autor einmal mehr mit der Auffassung auf, die Wehrmacht habe einen sauberen Krieg geführt. Vielmehr kommt die „kollektive Verantwortung innerhalb der Wehrmachtshierarchie für Grausamkeiten gegen Juden und Zivilisten“ zur Sprache.

Selten nahm das Schicksal seinen Lauf wie beim Rotarmisten Khudobkin. Totgesagt, ließ seine Mutter für ihn eine Messe halten, doch der Soldat war nur verwundet. Ein russischer Aberglaube wiederum sagt denen ein langes Leben voraus, für die zu Lebzeiten eine Totenmesse gehalten wird. Tatsächlich überlebte Khudobkin den Kampf um Stalingrad. Bis zum endgültigen Sieg der Roten Armee gegen Hitler-Deutschland starben jedoch schätzungsweise zwischen 8,5 bis 13,5 Millionen seiner sowjetischen Kameraden und unzählige Zivilisten.
– Herwig Slezak

Kurzbeschreibung

Stalingrad – Grauen und Mythos

Antony Beevor erzählt die Geschichte der Menschen von Stalingrad – der Soldaten und der Zivilbevölkerung. Ihn interessieren nicht so sehr Strategien und Kriegshandwerk, sondern Menschen, Schicksale, letzte Spuren jener Verdammten, die in Schlamm, Eis und Kugelhagel umkamen. Antony Beevor verwendet bisher unzugängliche Quellen: Berichte von Desertionen und Exekutionen, abgefangene deutsche Dokumente, Verhörprotokolle, Tagebücher und Briefe, die nie ankamen. Entstanden ist ein erschütterndes Erinnerungsbuch, das weltweit als bedeutendes Antikriegsdokument gelobt wurde.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von helmpr. TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Antony Beevors Stalingrad-Buch ist ein akribisch recherchierter Bericht des Schreckens. Beevor erweitert für diesen Bericht das historiographische Instrumentarium. Denn die "Schlacht von Stalingrad wird man mittels einer Untersuchung der üblichen Art nicht angemessen nachvollziehen können" (Vorwort, S. 11). Weder ein rein militärhistorischer noch ein rein politikhistorischer Zugang wird der Sache gerecht. Beevor will im Kontext seiner historischen Erzählung der Ereignisse vor allem auch die "Erfahrungen der Soldaten beider Seiten" erschließen (ebd.), den Kriegsalltag.

Und dazu hat Beevor Quellen aufgetan, die bisher Historiker weniger interessiert hatten, wie Kriegstagebücher und persönliche Tagebücher, Berichte von Kriegspfarrern, persönliche Schilderungen, Verhörprotokolle der Sowjets (nach der Perestrojka ganz neu zugänglich!) usw. Auch persönliche Gespräche des Autors mit Beteiligten gehören dazu, oral history, Geschichte von unten. Unvorstellbar, was die Menschen damals erleiden mussten. Unvorstellbar, was jeder Tag der Kriegswirklichkeit den Menschen abverlangt hat.

Aber Beevor konnte auch neue Quellen für die konventionellen historischen Fragen auftun, vor allem die jetzt offenen Archive und Bibliotheken des ehemaligen Ostblocks. Auch hier ist nun manches präziser zu fassen.

Die umfassenden Quellenstudien zeichnen das Buch ebenso aus wie der großartige Erzählstil des Autors. In bester angelsächsischer Tradition ist für ihn Geschichtsschreibung vor allem die Kunst, Geschichte anschaulich und dennoch verlässlich und getreu der Quellen zu erzählen. Dabei bleibt er immer fair, beschreibt die Ereignisse unparteiisch, zeigt sich durchaus persönlich entsetzt und menschlich bewegt über die "Geschichte voller Wahnsin, Mitleidslosigkeit und Tragik" (S.12), jedoch ohne moralisierenden Unterton.

Hilfreich sind die Karten im Buch (auch wenn hier leider manche Orte fehlen, die im Text eine Rolle spielen), die Abbildungen, die beiden Anhänge (Auflistung der deutschen und sowjetischen Verbände mit Befehlshabern; die statistische Debatte über die Stärke der Sechsten Armee im Kessel) und das umfängliche Personen- und Ortsregister.

Sicher: "Über eines allerdings kann es gar keine Diskussion geben. Die Schlacht von Stalingrad bleibt ein derart ideologisch aufgeladenes und symbolisch wichtiges Thema, dass das letzte Wort darüber auch in vielen Jahren noch nicht gesprochen sein wird" (S.13). Ein gewichtiges Wort hat Antony Beevor aber jetzt schon beigesteuert, gerade da, wo er der ideologischen Aufladung und der Symbolik den blanken Realismus des Erlebten entgegensetzt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Hört man den Namen dieser russischen Stadt, hat er noch heute einen ganz besonderen Klang, egal ob in russischen oder deutschen Ohren. Dieser Klang rührt von einem Ereignis her, dass der britische Historiker Beevor in seinem vorliegenden Buch wunderbar nachzeichnet.

Die eigentliche Leistung des Historikers besteht darin, dass er völlig unvoreingenommen von der schlimmsten aller Schlachten schreibt. Er schreibt wie es dazu kam und er analysiert beide Seiten. Besser als jeder Deutsche vor ihm und sicher auch nicht in den geschichtlichen Zwängen stehend in denen deutsche Autoren stecken, kann Antony Beevor aus aller historischer Freiheit heraus schreiben.

Der Autor glorifiziert nichts und er klagt nicht an, er lässt historische Fakten und Einzelbeispiele sprechen. Diese vermögen oft, so auch in diesem Buch, mehr zu vermitteln als dicke wissenschaftliche Werke.

Dem britischen Historiker ist mit seinem Buch ein Werk gelungen, dass durch seine Qualität aus der großen Masse der vielen anderen Bücher desselben Themas weit herausragt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut mit kleinen Fehlern 17. Juli 2011
Format:Broschiert
Das Buch schildert umfassend die Operationen zur Schlacht um Stalingrad. Dabei sind die Schilderungen des Autors detailliert ohne die übergeordneten Zusammenhänge aus dem Auge zu verlieren. Leider trübt die ungelenke Übersetzung aus dem Englischen die Lesefreude. Manche Sätze sind so "verdreht" und verschachtelt formuliert, dass man sie mehrmals lesen muss um diese noch zu verstehen.
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