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Stalin: Am Hof des roten Zaren
 
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Stalin: Am Hof des roten Zaren [Gebundene Ausgabe]

Simon Sebag Montefiore , Hans Günter Holl
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 900 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 4., Aufl. (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100506073
  • ISBN-13: 978-3100506078
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 313.528 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Simon Montefiore
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Stalin: Das Monster als Mensch wäre auch ein passender Titel für diese Biografie, mit der uns Simon Sebag Montefiore den Sowjet-Diktator vor allem als das zeigt, was die allgemeine Geschichtsschreibung bislang nur für am Rande erwähnenswert hielt: den Ehemann, Familienmenschen und Freund. Freilich: So wichtig es dem "roten Zaren" war, all seine Lieben und Mitarbeiter möglichst ständig um sich zu haben, so leicht fiel es ihm, einmal in den Verdacht der Untreue Geratene aus seiner engsten Umgebung direkt den Tod zu schicken.

Für Montefiore besteht das Faszinierende am absolut Bösen darin, dass es nicht ausschließt, dass der Diktator, nachdem er im Büro noch schnell ein paar Erschießungen angeordnet hat, mit denen er sich einiger unschuldiger Störenfriede entledigt, hinüber in seine Privaträume geht, ganz so, wie ein Buchhalter nach getaner Arbeit nach Hause, um dort mit seiner Frau über Alltäglichkeiten zu plaudern oder ihr im Falle der Abwesenheit ein Liebesbriefchen zu schreiben. Schon die Überschriften mancher Kapitel lesen sich vor dem Hintergrund und der Größe der stalinschen Verbrechen, wie eine Provokation: "Eine wunderbare Zeit: Stalin und Nadja" etwa, oder: "Lustige Gesellen: Stalin und Kirow". Der frösteln machenden Faszination der Gleichzeitigkeit von scheinbarer Liebe, freundschaftlichem Mitgefühl, rasendem Hass und absoluter Gefühlskälte in ein und derselben Person kann man sich indes tatsächlich nur schwer entziehen; auch wenn man immer wieder beschlichen wird von dem Verdacht, das Grauen der stalinschen Massenmorde werde durch die Belanglosigkeit des vor uns ausgebreiteten Privaten bagatellisiert.

Neben viel Lob hat der Autor nach Erscheinen der in Amerika und Großbritannien schnell zum Bestseller avancierten Originalausgabe für die Zwiespältigkeit der gewählten Perspektive eben deshalb auch Kritik einstecken müssen. Lesenswert aber ist diese außergewöhnliche, durch mehrere Fotostrecken aufgelockerte Biografie in jedem Fall! -- Andreas Vierecke

Pressestimmen

"Eine lebendige, überaus lesbare Darstellung korrumpierender Macht und derer, die sie ausüben - voll von düsteren und bezeichnenden Anekdoten und bislang unbekannten Zeugnissen." (Sunday Times)

"Simon Sebag Montefiore hat es geschafft, uns ein ungewöhnlich persönliches Bild vom alltäglichen Leben im Kreml zu geben. Eine packende Darstellung." (Robert Service, Oxford)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannender als jeder Krimi 25. Oktober 2005
Von AKF
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses umfangreiche, aber sehr kurzweilige Buch konzentriert sich, wie der Untertitel bereits nahe legt, auf die Person Stalins und die Menschen, die ihn umgaben. Der Erzählstil des Historikers Simon Sebag Montefiore ist sehr unterhaltsam, aber noch beeindruckender ist die Fülle an neuem Material, die er in jahrelanger Recherche in verschiedenen Archiven und im Gespräch mit Zeitzeugen zu Tage gefördert hat.

Herausgekommen ist eine brillante Biographie Stalins, die nicht selten große Überraschungen bietet. Dabei wird das bisherige Bild des sowjetischen Despoten über Bord geworfen, der Leser bekommt eine sehr differenzierte Beschreibung der Zeit und der Umwelt Stalins geboten. Auch erfährt man eine Menge über die Zeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Tod Stalins im Jahre 1953, eine Periode, die sonst eher im Nebel liegt.

Faszinierend ist die Beschreibung der engen Kreise, die in dieser Zeit Sowjetrussland regierten, die Darstellung ihrer Flügelkämpfe und ihrer Intrigen, die nicht selten in Blutbädern endeten. Das mit Zitaten und Anekdoten vollgespickte Buch schafft es mit Leichtigkeit, den Leser über mehrere hundert Seiten zu fesseln, ohne dabei im geringsten banal zu wirken.

Eine absolute Empfehlung für Menschen, die gerne politische Biographien lesen, oder sich für diese Epoche der Weltgeschichte interessieren, die der skrupellose Georgier maßgeblich mitgestaltet hat.

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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Stalin für alle und niemanden 28. September 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Stalin. Wer kennt den Namen nicht? Aber wer kennt eigentlich mehr als den Namen und ein paar allgemeine Schlagwörter zum Thema. Viele Menschen besitzen eine Art Halbwissen über gewisse Themen und das trifft ganz besonder für Europäer beim Thema Russland/Sowietunion zu. Vielleicht ist auch das Thema einfach zu groß, um sich heranzuwagen?

Der Autor (SSM) will uns Stalin und sein Umfeld vorstellen und erklären. Er möchte die vielfältigen Personen, die um die Kultperson Stalin wie Satelliten herumkreisten darstellen. Und immer mittendrin Stalin selbst: der Mann (ein Versager der seine Frau in den Selbstmord trieb), der Vater (seiner Kinder, beide protektioniert aber leidend unter der Grösse des Papas zerbrechend und scheiternd), der Kremlherrscher (welcher Zarengleich über eine Schar von Magnaten und Günstlingen herrschte und wie ein Puppenspieler mit teilweise wagen und daher lebensgefährlichen Andeutungen lenkte), der Kriegsherr (ohnmächtig ob der Unorganisiertheit seiner Armee aber doch ein Kontrolltyp der selbst kleinste Dinge selbst entschied) und auch der Mörder (der sich selbst die Hände nie schmutzig machte, aber Millionen in die absolute Vernichtung schickte und dem die Partei alles galt und das Individum nichts). Eigentlich ein kolossaler Stoff und eine Fülle von Material (und das Stand zur Verfügung) um ein Buch zu schreiben, welches wie Ian Kershaws "Hitler" zum Standardwerk werden könnte. Doch der Autor SSM lässt sich vom Stoff erdrücken und was kann er daraus für den Leser machen? Zu wenig, meine ich. Das Buch lässt zunächst eine klare Struktur vermissen und zwar vor allem auf der Ebene des Erzählstrangs innerhalb der Kapitel. Eigentlich könnte man Passagen aus dem letzten Kapitel nehmen, sie herausschneiden und in das erste Kapitel einfügen; man würde es nicht merken. Die Erklärung liegt nahe: SSM hat sein Buch nach der Methode Zettelkasten geschrieben. Eine Ansammlung von Einzelanekdoten und Episoden aber es fehlt die ordnende und sortierende Hand. Es fehlt die Sicht "über" den Dingen, der eigentliche "Kommentar"; es fehlen Verweise jenseits von Stalin (Hitler, der Gulag kommen nur an einigen wenigen Stellen vor); es fehlen wichtige Erklärungen zu Personen wie Beria, dem NKWD-Chef und Schlächter am Hof des "roten Zaren" und vor allem fehlt eine wirklich gut gemachte Generalübersicht der Personen, ihrer Abhängigkeiten untereinander und eine BEschreibung ihrer Aufgaben (der Anhang dazu ist lächerlich kurz) sowie mehr helfende Bilder, Karten und Zeitreihen. Wenn man über geopolitische und politikphilisophische Themen schreibt, wenn man ein Land in seiner Zeit erklären will und wenn man die Absurdität eines Diktators und seines Umfelds verständlich machen will, dann genügt ein bloßer Zettelkasten einfach nicht. Das große Buch zu Stalin muß erst noch geschrieben werden.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Geschichte aus der Sicht des "Red Sets" im Kreml und in seinen Datschen: Über das russische Volk in dieser Zeit erfährt man nichts ausser Hungertoten-, Inhaftierten-, Verschleppten-, Folteropfer-, Gehenkten- und Kriegstotenzahlen. Politik wird in dem Buch als ein religiöser Wahn gezeigt, dem sich die Götter des Olymps sogar dann noch bejahend unterwerfen, wenn ihre eigenen Kinder und Frauen geopfert werden. Sachliche Fehleinschätzungen und Fehlprognosen mutierten in diesem System zu strafbarem Versagen und persönlicher Schuld. Steter Devotismus und ein ständiger Kotau boten die einzige Überlebenschance. Es ist ein schauderhafter Bericht, aber das Buch macht aufmerksam und der Leser sagt sich: "Nie wieder!". Gesamturteil:Sehr lesenswert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Der ultimative Blick hinter die Kulissen....
"Spannender als jeder Krimi", heißt es in der Überschrift zu einer der positiven bisherigen Rezensionen zu diesem Buch, und diesem Votum ist eigentlich nichts... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von Dr. Friedrich Winterscheidt veröffentlicht
Aus dem Innenleben des Wals
Diese Stalin-Biografie ist schon allein deshalb spannend, weil der Autor Zugang zu Archiven, Biografien und Unterlagen hatte, die vor der Perestroika streng verschlossen waren. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Tom Kadi veröffentlicht
Als Ergänzung zu vorhandenen Kenntnissen....
... ist das Buch schon geeignet. Die Fülle an Informationen ist beachtlich, leider fehlt es aber an Systematik. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Stefan Kniestedt veröffentlicht
Eine schrecklich nette Familie
Die Betrachtung der Sowjetunion ist auf Grund unserer ganz eigenen Monster in Deutschland eher ein Nischeninteresse, umso spannender ist das vorliegende Buch! Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Andre Sitter veröffentlicht
Am Hof des blutigen Zaren
Montefiores Buch gehört zu den besten historischen Werken, welche ich bisher gelesen
habe. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von S. Lange veröffentlicht
schwierig zu lesender Stoff
Ich habe mir mehr versprochen von diesem Buch. Mann wird in diesem Buch von Namen regelrecht erschlagen! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Thomas Bernhardt
Massenmörder Stalin
Nach der Lektüre des Buches "Der junge Stalin" ist man erfreut, dass der Autor im gleichen Stil fortfährt. Der Selbstmord von Stalins Frau Nadja hat ihn tief getroffen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2009 von Klaus-Werner Probst
Ein Monstrum wird menschlich . . .
Hier bleibt Stalin nicht länger das abstrahierte Monstrum der Geschichtsschreibung, sondern wird auf einfache Art und Weise zum Menschen . . . Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2009 von kiplies
Lesenswert
Das Buch schildert in grosser Detailfülle das Leben und das Wirken von J. Stalin. Die Detailkenntnis des Authors ist wirklich erstaunlich! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2008 von PST
Fleissarbeit
Man kann S.S.Montefiore bei Gott nicht mangelnden Fleiss vorwerfen. Dessen Resultat ist ein opulenter Wälzer von ca. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2008 von Heinz Abler
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