Unglaublich, dass das so gut funktioniert: Ich bin schlichtweg begeistert von der Kult-Krimiserie Stahlnetz, Vorgänger des Tatort", als Hörspielausgabe! Verblüffend ist, dass einfach die Originaltonspur der Fernsehserie aus den 60-ern verwendet wurde. Ich hätte kaum geglaubt, dass das funktioniert, aber es ist wirklich gut, man braucht die Bilder dazu gar nicht.
Die Folge Saison" spielt in einem Harzer Kurort. Die junge Helga Zeller wird dort tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Man hatte die Polizei verständigt, da es im Treppenhaus so beißend gerochen hatte. Die Leiche lag schon mehrere Wochen in der Küche der Wohnung. Die Pensionsbewohner behaupten, davon ausgegangen zu sein, dass die Tote verreist war. Man hatte einen Zettel gefunden, auf dem sie ankündigte, für einige Zeit wegfahren zu wollen. Die Miete für den folgenden Monat war dem Zettel beigefügt. Doch schon an diesem Punkt entstehen die ersten Zweifel. Denn eigentlich hatte Helga Zeller am Tag ihres plötzlichen Verschwindens mit dem jungen Paar Schinzel gemeinsam nach Braunschweig fahren wollen. Es kursieren außerdem böse Gerüchte über die Erdrosselte: sie sei bösartig gewesen, und die Männer seien bei ihr ein- und ausgegangen...
Es ist spannend, den Ermittlern von der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft zu folgen, die den verdächtigen Mietern einer ganzen Pension nachspüren und mit ihnen scharfsinnige Verhöre führen.
Auch hier basiert der Fall auf einer wahren Begebenheit. Wolfgang Menge und Jürgen Roland schrieben die Drehbücher anhand von Unterlagen der Kriminalpolizei.