In "Stahlhexen" (dtv 21163 - "Steel Witches", 2008) von Patrick Lennon steht der Ex-Polizist Tom Fletcher, nunmehr Privatdetektiv in Cambridge, im Mittelpunkt. Seinen Vater hat er seit dem Verschwinden seiner Mutter vor 18 Jahren nicht mehr gesehen und ist so überrascht, als ihn dieser mitten in der Nacht - wie es scheint etwas verwirrt - anruft und nach einem Ortshinweis nur sagt: "Wir müssen ihn töten." Als er zu besagtem Ort hinfährt, findet er dort einen toten Top-Mitarbeiter eines US-Hightech-Unternehmens, der Bellman Foundation, vor. Die von ihm alarmierte Polizei findet bald heraus, daß eine Studentin des Felwell Colleges, Daisy Seager, zuletzt mit dem Toten zusammen war. Ratlos nach dem Anruf seines Vaters beginnt Fletcher unabhängig von der Polizei mit Nachforschungen. Daisy Seager ist verschwunden und wird von der Polizei gesucht. Doch ihre Putzfrau erlaubt ihm einen Blick in ihre Wohnung. Dort findet er ein Foto von sich als Kind. Nach dem Anruf seines Vaters ein weiterer Grund, das seine Familie in die Angelegenheit irgendwie verwickelt ist. Ein Gespräch mit Tania Nile, der Rektorin des Felwell Colleges, verstärkt seine Ahnung, daß der Mord etwas mit der Kooperation des Fellwell Colleges und der Bellman Foundation zu tun hat, die bis in die Zeit des 2. Weltkrieges zurückgeht. Mit dieser Geschichte hat sich auch Daisy Seager beschäftigt. Und damit beginnen seine Nachforschungen was damals wohl passiert ist, daß bis heute vertuscht wurde. Seine Ermittlungen führen ihn zu Hexen, "Stahlhexen" ("Mustangs" mit "Nose Art"), die unbekannte Einsätze flogen, und zur Geschichte seiner Familie. Schließlich kommt es zu einem spannenden - wenngleich unbefriedigenden - Finale im Jahrhundertsturm.