The Band gehört zu den besten Band aller Zeiten, was auch dieses Album wieder eindrucksvoll beweist. Tolle Melodien, tolles Instrumentalspiel, einfach tolle Songs ohne einen Fehltritt. Der Sound ist aber zu den beiden Vorgängern nicht mehr der so origenelle, einfach klingende Big Pink-Sound, sondern eher ein Studiosound. Die Songs sind mehr von der Gitarre bestimmt als bei den Vorgängern. Und das ist gut, dass sie etwas sich verändert haben, denn sie wollten sich nicht kopieren und ein zweites Brown-Album ist unmöglich.
Levon Helm am Schlagzeug und der Mandoline, Richard Manuel spielt Klavier und Klavier, Rick Danko am Bassist, Robbie Robertson Gitarrist und Garth Hudson am piano, organ und Saxophon. Die Songs sind wieder alle von Robbie Robertson. Wieder beeindruckend der Gesang der Gruppe, wie ich ihn schon bei Big Pink beschrieben habe.
Die Hits der Platte sind die genialen The Shape I'm in und Stage Fright, die immer zum Live-Programm gehört haben und durch ihren Drive zu den besten von The Band gehören, und noch Time to kill. Meine Geheimtipps sind vor allem die bluesig-angehauchte Ballade All la glory, die auch neben der tollen Melodie durch ihren instrumentalen Aufbau überzeugt, das rockig, freche The W.S. Walcott Medicine Show und der Abschluss des Albums The Rumor über die Verbreitung von Gerüchten, ein Lied mit unglaublicher Melodie. Danko, Helm und Manuel singen abwechselnd und die Intensität des Gesangs steigert sich von Strophe zu Strophe, wie es nur The Band kann. Aber auch alle anderen Songs sind einmalig gut und immer wieder anzuhören. Jedes Lied ist der Hammer.
Ein klarer Fall für jede Plattensammlung. Gegenüber dem Brown Album vier Sterne, aber gegenüber jedem anderen Album der Welt fünf Sterne.