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Allens groteskes Einfühlungsvermögen erscheint in Der Stadtneurotiker in einer Folge von Rückblicken auf Alvys Kindheit, der im wahrsten Sinn des Wortes unter einer ratternden Achterbahn aufgewachsen ist. Sein lautstarker jüdischer Abendessentisch wird in einer Szene zusammen mit dem Feiertagstisch der Halls gezeigt, einer schmallippigen WASP-Familie (weißer angelsächsischer Protestant), an dem Alvy zum ersten Mal sitzt. Seine Position als Außenseiter ist unbestritten. Er schaut den Tisch entlang und ordnet Annies Großmutter als eine "klassische Judenhasserin" ein. Die Beziehung verschlechtert sich in dem Maß, in dem Annies wachsende Sehnsucht nach Unabhängigkeit zunimmt. Es wird schnell klar, dass beide sich auf unterschiedlichen Pfaden bewegen. Das, was sie zunächst beim anderen schön fanden, wird auf einmal unerträglich.
Der Stadtneurotiker enthält Allens zentrale Themen -- seine Liebe zu New York (und sein Hass auf Los Angeles), dass Beziehungen nicht möglich sind und seine Angst vor dem Tod. Aber die Balance zwischen diesen Themen stimmt genau und die Chemie zwischen Allens sich permanent ängstigendem Alvy und Keatons schlaksiger Annie ist eine der besten Darstellungen auf der Leinwand überhaupt. Es könnte nicht hinreißender dargestellt werden. --Susan Benson
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oskarpreisverleihung mit Recht,
Rezension bezieht sich auf: Der Stadtneurotiker (DVD)
Ich selbst habe die Zeit erlebt, als dieser Film in den Kinos uraufgeführt wurde. Selten wurde so eindringlich das partnerschaftliche Beziehungsgeflecht von Großstadtmenschen die (nicht nur kulturell) etwas auf sich halten, aufgezeigt. Sehr feinsinnig entwickelt Woody Allen als Regisseur und Darsteller die Charaktere der Hauptpersonen. Diesen Film lediglich als Komödie zu klassifizieren geht sicher an der wahren Qualtität dieses Werkes vorbei. Es ist vielmehr ein Stimmungsbild einer inzwischen längst vergangenen Epoche der späten siebziger Jahre. Und trotzdem ist es Woody Allen gelungen hier ein über alle Zeiten gültiges Abbild von Beziehungen und den damit verbundenen Verwirrungen zu schaffen. "Do it again Sam" (Machs nochmal Sam); "Annie Hall" (Der Stadtneurotiker) und "Manhattan" sind in der Reihe erstklassiger und trotz aller Komik ernst zu nehmender Filme Woody Allens als eine sich gegenseitig bedingende Werkfolge zu verstehen. Nach meinem Dafürhalten hat Diane Keaton für ihre Leistung in diesem Film zu Recht den Oskar erhalten. Eine grossartige Schauspielerin in einem grossen Film.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der ehrlichsten Filme über Liebe,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Stadtneurotiker (DVD)
"Der Stadtneurotiker" ist einer der besten und schönsten Liebesfilme, die ich kenne! Er zeigt, gerade auch mit den Mitteln der Entfremdung, ehrlich und ohne jeden falschen Kitsch, wie menschliche Beziehungen in der zivilisierten Welt sind - warmherzig und zynisch, ernst und lustig, leidenschaftlich und langweilig usw. Diesen Film sollte jeder Mann mal seiner Frau oder Freundin zeigen - als Gegengift zu "Pretty Woman" oder "Love Story"!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Woody Allens Meisterwerk,
Rezension bezieht sich auf: Der Stadtneurotiker (DVD)
Als Gewinner von vier Oscars, einschließlich „Bester Film", kann man diese Tragikomödie wohl als einen der besten Filme von Woody Allen ansehen. Anders als bei aktuellen Komödien wird hier der Zuschauer durch Wortwitz zum Lachen gebracht, und nicht durch Slapstick-Szenen. Und das macht diesen Film für mich zu einem der lustigsten Filme überhaupt. Die beiden Hauptfiguren wurden perfekt besetzt: Diane Keaton spielt zauberhaft (Oscar!) und Woody Allen kann einfach wie niemand sonst einen deprimierten Mittvierziger in der Midlife-Crisis darstellen. Das alles summiert sich zu einem Filmvergnügen, das in bester Erinnerung bleibt, auch wenn es den Zuschauer ein wenig nachdenklich stimmt.Jeder Woody-Allen-Fan besitzt die DVD wohl sowieso schon, allen anderen kann ich dieses Meisterwerk nur wärmstens empfehlen. Ein Film mit viel Gefühl, aber ganz ohne Kitsch. "Ich möchte nie einem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt." Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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