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Und auch die in der Lesefassung noch längeren -- und schreiend komischen -- Stadtgeschichten von Armistead Maupin ("Müll ist sehr aussagekräftig. Tarotkarten sind ein Dreck dagegen") meistert Beck ohne nennenswerte sprachliche Mühen. Die Erlebnisse der 25-jährigen Mary Ann Singleton, die aus Cleveland nach San Francisco zieht, um sich aus den Fängen ihrer Mutter und aus ihrem langweiligen Sekretärinnendasein zu befreien, sind ja als Buch schon brillant. In der Hörfassung des Heyne-Verlags aber gewinnen die Erzählungen noch an skurrilem Witz und teils melancholischem Charme. Denn Maupins durchgeknallte Esoterikerinnen, schwule Gourmets, dumme Machos und verklemmte Mittzwanziger werden von Beck nicht mehr einfach nur gelesen, sondern modulierend regelrecht vorgespielt. Nur den schwitzigen rotgesichtigen Mann um die 50 nimmt man ihm in dem ganzen Großstadtwirrwarr an Personen nicht ganz ab. Aber das ist auch schon alles, was es zu bemängeln gibt.
Kurzum: Auch mit den Stadtgeschichten beweist Beck einmal mehr, dass er seinen Ruf als Deutschlands größtes Vorlesetalent mehr als verdient. Neben dem Gottvater des Genres Harry Rowohlt gebührt ihm im Erzählerhimmel wohl Platz zwei. --Thomas Köster
7 CDs, Spieldauer: 490 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Betrachten Sie diese Rezension unbedingt als Warnhinweis ! ;-),
Von Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Stadtgeschichten: Band 1 (Taschenbuch)
Ein buntes Häufchen interessanter bis komischer Typen lebt unter dem Dachder canabiszüchtenden und exzentrischen Anna Madrigal - und genau um die Mitglieder dieser Hausgemeinschaft geht es in der Hauptsache - Band 1 dient zur Vorstellung der einzelnen Charaktere ... Anna Madrigal - geheimnisvolle Vermieterin und ausgesprochen gute Seele der Barbary Lane 28 Mona Ramsey - ganz der Hippie mit bisexueller Neigung Michael Tolliver - schwul, sympathisch und unglücklich verliebt Brian Hawkins - immer auf der Jagd nach der nächsten Frau Mary Ann Singleton - Neuzugang in San Francisco - Typ unbeholfenes Landei in der fremden Großstadt Die Handlung ist in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt - erzählt wird durchgängig in der dritten Person - der Autor beendet jedes der kurzen Kapitel so geschickt, dass man unbedingt wissen MUSS, wie sich die Dinge für die einzelnen Personen entwickeln... Sie waren bereits in San Francisco und möchten unbedingt vermeiden, Salz in die seither klaffende Fernwehwunde zu streuen? Sie hatten schon lange keinen Streit mehr mit Ihrem Partner, wegen der zur späten Stunde immer noch brennenden Nachttischlampe? Sie sind absolut kein Freund von Buchserien, würden auch ganz sicher nie im Leben mit einer solchen Reihe Ihre kostbare und knappe Zeit verbringen? O.k. - Sie sollten die Finger von diesen "Stadtgeschichten" lassen, denn dieser erste Band ist absolut geeignet, eine Phase in Ihrem Leben einzuläuten, in der Sie an der Seite der Schlüsselcharaktere aus Ihrem gewohnten Alltag verschwinden werden - und das schon zur Frühstückszeit - für mindestens zwei Kapitel, versprochen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbar!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Stadtgeschichten (Broschiert)
Das ist wie eine wunderbare Fernsehserie - nur als Buch. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und nehmen so sehr schnell im Kopf des Lesers Gestalt an.Allen voran die wunderbare, schrullige Anna Madrigal, doch auch alle anderen z. B. Mary Ann, Brian, DeDe usw. stehen ihr in nichts nach. Die verrückten Geschichten lassen einen dieses Buch (und auch seine Forsetzungen) vor Neugier verschlingen und es macht immer ein wenig traurig, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat. Sehr empfehlenswert und auch die kritischen Themen sind immernoch aktuell. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ACHTUNG: MACHT SÜCHTIG ! ! !,
Rezension bezieht sich auf: Stadtgeschichten: Band 1 (Taschenbuch)
Die 6 Bände von Maupins Stadtgeschichten sind so geschrieben, dass man jeden einzelnen unabhängig von den anderen versteht und genießen kann. Jedoch wird man nach einem Band schwer süchtig und entwickelt große Entzugserscheinungen nach den anderen 5 Bänden. Egal, ob man je in San Francisco war, ob man schwul oder hetero ist, oder ob man in den 70ern und 80ern schon zu alt, oder überhaupt schon auf der Welt war: Die Stadtgeschichten schildern die Szene von San Francisco so bildhaft und interessant, dass man das Gefühl hat, selbst dort gewesen zu sein! Die Geschichten der einzelnen Personen verschmelzen auf sehr witzige Weise miteinander, ähnlich wie bei einer Seifenoper, nur irgendwie spannender, da das ganze in die aufregende Szene dieser einmaligen Stadt eingebettet ist. Als ich den 6. und leider letzten Band ausgelesen hatte, konnte ich kaum glauben, dass es aus und vorbei ist. Da bleibt nur eines: die Stadtgeschichten alle paar Jahre lesen!!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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