Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartig, 4. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Stadtfeind Nr. 1: Roman (Taschenbuch)
Joe ist ein erfolgreicher Schriftsteller - er hat einen Bestseller über seine Jugend geschrieben, die in den Achtzigern in einem Provinznest mit dem wunderbaren Namen "Bush Falls" stattfand, das Buch gleichen Titels hat sich vieltausendfach verkauft und ist - natürlich mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle - verfilmt worden. Joe lebt als zynischer, promisker und irgendwie zielloser Autor in New York, hadert mit den faden Ideen für einen Folgeroman und weiß, wenn er ehrlich zu sich ist, eigentlich nicht so recht etwas mit seinem Leben anzufangen. Da erhält er die Nachricht, daß sein Vater im Sterben liegt. Joe kehrt nach Bush Falls zurück, in die Stadt, deren Einwohner er zu den fragwürdigen Helden seines Erfolgsromans gemacht hat. Er begegnet den Geistern aus seiner Jugend, der einzigen wahren Liebe, die er je erlebt hat, und einer Front aus Haß und Ablehnung - schließlich gab es kaum jemanden, an dem er ein gutes Haar gelassen hat. Das Buch beginnt zynisch und larmoyant, und dann ändert sich plötzlich alles. Während Tropper in einer Parallelhandlung die Erlebnisse seiner Jugend berichtet, also den Inhalt von "Bush Falls" wiedergibt, erzählt er davon, was aus dem schwulen Basketballstar, dem ruppigen, allmächtigen Trainer, den Orten seiner Kindheit und den ehemaligen Freunden geworden ist. Der Ton schlägt um, und dann liest man auf einmal ein überaus warmherziges, lebensbejahendes Buch. Natürlich wird am Ende fast alles gut, aber der Weg dahin ist beschwerlich und nur mit dem einen oder anderen Sprung über den eigenen Schatten zu bewältigen. Troppers zweiter Roman liest sich flüssig weg und macht einfach großen Spaß. Ein romantisches und humorvolles Buch über Liebe, Freundschaft, die Achtziger, die Qualen des Kleinstadtlebens und, tatsächlich, den Sinn des ganzen. Richtig gut!
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr kurzweilige und interessante Geschichte, 17. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Stadtfeind Nr. 1: Roman (Taschenbuch)
Die Grundidee dieses Romanes ist grandios. Der verlorene Sohn, der mit sich und seiner Umgebung wieder ins Reine kommt. Nachdem er in seinem ersten Roman über seine Mitbewohner hergezogen und damit in den Bestsellerlisten aufgetaucht ist, kehrt Joe anläßlich einer schweren Erkrankung seines Vaters nach Jahren wieder in seine Heimatstadt zurück, wo er nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Jeder der in Kleinstädten oder Dörfern aufgewachsen ist, kann Vieles in diesem Roman nachvollziehen. Die Handlung ist sehr realistisch und gleitet selten in Hollywoodklischees ab. Viele Szenen haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Das Buch ist sehr kurzweilig und es hat mir viel Lesevergnügen bereitet!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geschichte gewinnt langsam, aber unaufhaltsam an Fahrt, 2. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Stadtfeind Nr. 1: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mich von den überwiegend positiven Rezensionen verleiten lassen, dieses Buch zu kaufen. Nach den ersten Seiten Lektüre hatte ich meine ersten Bedenken, ob ich nicht vielleicht einen Fehlkauf begangen hatte: Die Geschichte um Joe, einen erfolgreichen Autor Mitte Dreißig, der aufgrund eines Schlaganfalls seines Vaters zurück in seine Heimatstadt Bush Falls fährt, riss mich persönlich nicht gerade sofort mit. Ich wurde jedoch bald eines Besseren belehrt und habe mal wieder erfahren, dass man ein Buch nicht unbedingt nach den ersten Seiten bewerten sollte. Langsam, aber unaufhaltsam gewinnt die Erzählung immer mehr an Fahrt - je mehr ich über die Hintergründe von Joes Leben erfahren habe, umso mehr konnte ich mich in ihn hineinfühlen und seine Verhaltensweisen nachvollziehen. Je mehr der Autor über die Kleinstadt Bush Falls und ihre Bewohner erzählte, umso interessanter wurden sie für mich. Anfangs erschien mir Joe als oberflächlicher, etwas gefühlsarmer und abgestumpfter Mann, der beruflich zwar erfolgreich ist, im Privatleben jedoch auf ganzer Linie versagt. Der Autor schafft es durch mehrere wortwitzige Rückblenden in Joes Jugend während der 80'er, ihm Leben einzuhauchen, einen Charakter zu erschaffen, der vielschichtiger und interessanter ist, als es zunächst den Anschein hat. In diesen Rückblenden lernt man nicht nur Joe und seine Familie kennen, sondern auch seine besten Freunde und seine große Liebe - Personen, die Schlüsselrollen in seinem Leben spielen und auch in der Gegenwart noch immer entscheidend für Joe sind. Als Leser taucht man in diesen Rückblenden mit Joe ein in Zeiten voller Leichtigkeit und Langeweile, ersten erotischen Abenteuern und großen Gefühlen, Unschuld und Neugier. Jonathan Tropper beschreibt Teile aus Joes Jugend so überzeugend, so offen und mit leichter Feder, dass man sich unwillkürlich selbst in diese Zeit zurückversetzt fühlt. Der Autor springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und erzeugt dadurch eine Erzählung, die neugierig macht auf mehr. Ich war beim Lesen hin und hergerissen zwischen Grinsen und Kopf schütteln, Lachen und leisem Verstehen, Nachdenklichkeit und Schmunzeln. "Der Stadtfeind Nr. 1" ist alles andere als ein Schenkelklopfer, dafür ist sein Humor oft viel zu subtil. Dennoch ist das Buch mehr als unterhaltsam, was nicht zuletzt am Sprachstil Troppers liegt: Sehr direkt, auf intelligente Art und Weise witzig ohne allzu böse oder sarkastisch zu sein.
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