Gut,das Buch ist streckenweise spannend und hält einen am Lesen.Man will wissen wie es ausgeht.Und die Grundidee ist wirklich gut. Der Autor gibt sich in archäologisch-historischer Hinsicht wirklich Mühe seine Idee mit einer verborgenen Stadt unter dem Antarktis-Eis plausibel rüberzubringen.Schade,tut er das in bekannter, völlig übertriebener Hollywood-Manier. Nun, eben so wie es sich für einen Drehbuchautor gehört. Spätestens nach zwei Dritteln des Buches ermüdet man genau so, wie auch im Kino bei den Mega-Events mit all ihren Sound-u. Specialeffekten. Dabei hat alles so interessant angefangen.Ein Klischee-Alternativ-Archäologe wird von seinem Klischee-Militärboss-Vater engagiert um in einer 2 Meilen hohen(!!!) weissen, superglatten Pyramide, die das 3 km hohe Eis freigegeben hat, eine Expedition zu machen.Zu ihnen gesellt sich eine Klischee-Alternativ-Nonne des Vatikans die in Folge in einen Glaube-Liebe-Konflikt (Liebe zum "Helden" der Geschichte)gerät.Sie erforschen die gigantische Pyramide im Eiltempo -mit Seilen und Abseiltechnik (!!!; man stelle sich das genau vor: 3000 Höhenmeter mittels Seilen! Nirgendwo wird was von eingeschlagenen Haken etc. berichtet. Sie seilen sich in der Geschichte einfach rauf und runter ab, wie wenn das Nichts ist!Und laufen hin und her, wie wenn das nichts ist. Man merkt,der Autor hat selbst gar keinen Bezug zu den Grössenbegriffen mit denen er da um sich schmeisst. Eine solche Expedition würde viele Tage dauern und enormen logistischen Aufwand bedeuten. Hier stürmen Comic-ähnliche Helden im Stundentempo kreuz und quer durch die Mega-Räume...)Weiterhin schmelzen im Lauf der Geschichte mal kurz 60qkm Eis, legen die gesamte Stadt frei und schwupps- schmilzt alles, und eine Überschwemmung die superschnell gefriert macht dem ganzen Spuk wieder ein Ende. Auch hier, statt Jahrzehnten ein paar rasche Tage. Ach ja, böse Ägypter mit Kalaschnikows und böse Russen tauchen auch noch auf.Die sterben, wie es sich gehört, rasch und unerhört makaber.Auf der Suche nach dem "letzten Geheimnis der Menschheit" geraten die 3 Helden der Geschichte in der freigelegten Stadt von einem Mega-Schauplatz zum nächsten, hantieren mutig mit weltvernichtenden Energiequellen (eine führt tatsächlich zu einer Kontinentalverschiebung - im Eiltempo natürlich) und finden sogar ein Raumschiff, einige interessante Antworten und einer von ihnen sogar eine Art Tod.Am Ende bleibt,erstaunlicherweise, fast nichts und niemand übrig.Das Buch deutet, wie viele Bücher, eine Art Fortsetzung mit anderem Schauplatz aber gleichem Heldengespann an. Schade, verstürmt sich der Autor dermassen mit seinen guten Ideen in seinen zelebrierten Effekten. Die Geschichte hätte das Zeug zum Auftakt einer Trilogie gehabt. Immerhin hat er für das Buch erheblich recherchiert. Und Ägyptologie schimmert als Leidenschaft durch. Aber wie es aussieht verlor der Autor irgenwie den Faden und so kann man abschliessend sagen: ausser Sp(a)e(s)sen nichts gewesen.