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Stadt der Verlierer: Roman Gebundene Ausgabe – 29. Januar 2007


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (3. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446208178
  • ISBN-13: 978-3446208179
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 2,9 x 20,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

en Biedersinn, Unterwürfigkeit und Demut im Leben - wohltuend unkorrekt." Der Spiegel, 23.04.07 "'Stadt der Verlierer' ist ein Kunststück literarischer Ökonomie. Lilian Faschingers brillant gschriebener Roman handelt vom bedrohlichen Selbstmitleid seiner Figuren und der zeitlosen Larmoyanz einer Stadt. Wirklich gut aber ist dieser Roman, weil er so böse ist." Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 22.05.07 "`Stadt der Verlierer`ist ein Buch von virtuoser Häme. Und in diesem Punkt stichhaltig auch über Kulturgrenzen hinweg." Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 22.05.07 "Man ist begeistert von ihrer subtilen Ironie und raffinierten Erzählkunst. ... Lilian Faschinger verwebt E und U, Triviales und Intellektuelles, knüpft an alte Mythen ebenso an wie an romantische Motive ... und vermischt sie mit den gegenwärtigen Mythen des Alltags." Christa Gürtler, Der Standard, 03.03.07 "Lilian Faschinger ist eine wunderbar verrückte Autorin. Nur wenige schöpfen so aus dem Vollen wie sie. Sie schreibt amoralisch und lebenslustig und weiß dennoch genau, was sie tut." Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung, 10.04.07 "Ebenso souverän, genüsslich wie ironisch spielt Lilian Faschinger mit den Versatzstücken des Genres von Krimi und Detektivroman. ... Ein unterhaltsames Vergnügen, mit der Autorin und ihren Helden in dieser schillernden "Stadt der Verlierer" zu flanieren. Eine höchst unterhaltsame Mischung und durchaus lustvolles Vergnügen, sich darin für ein paar Stunden aufzuhalten." Barbara von Becker, Frankfurter Rundschau, 25.04.07 "Ein bitterböser Sommerroman gegen Biedersinn, Unterwürfigkeit und Demut im Leben - wohltuend unkorrekt." Der Spiegel, 23.04.07 "'Stadt der Verlierer' ist ein Kunststück literarischer Ökonomie. Lilian Faschingers brillant geschriebener Roman handelt vom bedrohlichen Selbstmitleid seiner Figuren und der zeitlosen Larmoyanz einer Stadt. Wirklich gut aber ist dieser Roman, weil er so böse ist." Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 22.05.07 "`Stadt der Verlierer`ist ein Buch von virtuoser Häme. Und in diesem Punkt stichhaltig auch über Kulturgrenzen hinweg." Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 22.05.07

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

2 Es war gegen elf Uhr vormittag, Anfang Juni, die Sonne brannte von einem blaßgrauen Himmel, und die Hitze legte einen Dunstschleier über alles, so daß man die Hügel im Norden Wiens nur als undeutliche Konturen wahrnahm. Dr. Emma Novak trug ein ultramarinblaues, kurzärmeliges Leinenkostüm, in dessen Brusttasche sie ein weißes Batisttüchlein gesteckt hatte, darunter ein hellblaues Seidentop, um den Hals eine Perlenkette aus rosa schimmernden, un regelmäßigen japanischen Zuchtperlen und an den Füßen schwarze Sandalen mit vier Reihen dünner Riemen und schmalen, nicht allzu hohen Absätzen. Sie war adrett, gepflegt und dezent geschminkt, kurz, genau so, wie eine gut gekleidete Privatdetektivin auszusehen hat. Emma parkte ihren Käfer im Farbton Savannenbeige in der Burggasse und ging in Richtung Neustiftgasse, wo ihr Büro lag. Das Handy läutete in ihrer Handtasche. »Was fällt dir ein«, sagte ihre Mutter ohne weitere Präliminarien, »deinen Sohn gegen mich und meine Arbeit als Reinkarnationstherapeutin aufzuhetzen?« Emma hielt das Handy eine Spur weiter weg vom Ohr. Sie vertrug die Stimme ihrer Mutter schlecht. »Ich weiß nicht, wovon du redest, Mama. Weshalb sollte ich meinen Sohn gegen seine Großmutter aufbringen wollen, die er liebt?« Eine ältere Frau, die ihre dicken Arme über die Brüstung eines im Hochparterre gelegenen Fensters in der Kirchengasse hängen ließ, nickte beifällig zu Emmas Worten. »Ja, weshalb denn?« sagte sie. »Die Familie als Institution pfeift ohnehin aus dem letzten Loch. Und ich weiß, was es heißt, wenn Blutsverwandte einander bis aufs Messer bekämpfen.« Emma verlangsamte den Schritt und drehte ihr den Kopf zu. »Ja, da schauen Sie«, sagte die Frau. »Ich prozessiere nämlich seit fünfzehn Jahren mit meinem Bruder um das mir rechtmäßig zustehende Erbe, einen Schrebergarten in Floridsdorf. Sie können sich nicht vorstellen, wie -« Emma hätte es sich tatsächlich nicht vorstellen können, denn sie war bereits außer Hörweite der Frau und versuchte sich zudem weiter auf das zu konzentrieren, was die Mutter glaubte ihr sagen zu müssen. »Manchmal frage ich mich, ob du deiner Verantwortung als Erziehungsberechtigte gewachsen bist«, sagte die Mutter. »Hast du kein Mitgefühl mit deinem Sohn, der alle Anzeichen einer schweren Aquaphobie aufweist?« »Ach was, Philipp will sich bloß nicht waschen, das ist normal in der Pubertät. Er hat doch keine Aquaphobie.« Ein junger Mann in einem gelben T-Shirt mit der Aufschrift Angels Dance Upward, der ihr, ein rostiges Waffenrad schiebend, auf dem Gehsteig entgegenkam, blieb stehen. »Was ist eine Aquaphobie?« fragte er interessiert. »Eine krankhafte Furcht vor dem Wasser«, antwortete Emma im Vorübergehen. »Mach dich nicht über mich lustig«, sagte Emmas Mutter, »das weiß ich doch selbst.« »Ach so«, sagte der junge Mann, »danke.« »Eine behutsame Rückführung deines Sohnes in ein oder zwei seiner vergangenen Leben würde die Ursache dieser Krankheit bestimmt aufdecken«, sagte Emmas Mutter. »Ich verstehe deine ablehnende Haltung nicht. Philipp ist ein aufgeschlossener, lebensbejahender junger Mann und würde eine solche Grenzerfahrung nicht nur problemlos überstehen, sondern sogar genießen, da bin ich mir sicher. Hinterher wäre er ein neuer Mensch.« Da es Emma schwerfiel, Telefonate mit ihrer Mutter zu beenden, entschloß sie sich zu einer Notlüge. »Ich muß aufhören. Der Exhibitionist, den ich observiere, ist eben aus dem Haustor getreten.« Eine ältere Dame, die ein Einkaufswägelchen aus kariertem Stoff hinter sich herzog, schloß zu Emma auf. »Ich will nicht indiskret sein«, flüsterte sie ihr ins freie Ohr, »aber welches Haustor ist denn das fragliche? Wissen Sie, ich habe noch nie einen Exhibitionisten gesehen.« Emma wies auf eine junge Frau, die aus dem Haustor gegenüber getreten war. »Das ist er.« Die ältere Dame fuhr sich erschreckt mit der Hand an die Brust. »So etwas«, sagte sie, bevor sie mit ihrem karierten Wägelchen die Straße in Richtung junge Frau überquerte, »da ist dieser Mensch auch noch Transvestit! Den Perversionen sind heutzutage keine Grenzen gesetzt.« »Bist du noch da, Kind?« fragte Emmas Mutter. »Ja«, sagte Emma. »Exhibitionist«, seufzte die Mutter, »das ist ja entsetzlich! In was für eine Gesellschaft bist du geraten? Ich bin bestürzt über deinen Berufswechsel. Es ist mir schleierhaft, wie jemand eine Anstellung als Lehrbeauftragte an der Universität Wien aufgeben kann, um Detektivin zu werden. Eine dubiose Tätigkeit.« »Mama, ich muß die Verfolgung aufnehmen. Ich rufe dich am Abend an«, sagte Emma und schaltete das Handy aus. Ach, ihre Mutter. Kurz nachdem sie als Beamtin des Wiener Magistrats, Abteilung 51, Zuständigkeitsbereich Sportangelegenheiten, in den Ruhestand getreten war, hatte ein Traum sie auf ihre wahre Bestimmung hingewiesen, die nichts mit Sport zu tun hatte. Der indische Elefantengott Ganesha war ihr erschienen und hatte ihr mitgeteilt, ihr tatsächlicher Zuständigkeitsbereich sei die Hinführung der Menschheit zu mehr Liebe und Licht. Sie hatte diesen Auftrag ernstgenommen und so lange im Internet gesurft, bis sie auf eine passende Ausbildungsmöglichkeit gestoßen war, angeboten von einem esoterischen Therapeuten aus Bayern, der sich nachgewiesenermaßen mehrmals mit dem Dalai Lama unterhalten hatte und dessen Fotografie in ihr augenblicklich ein Gefühl karmischer Verbundenheit weckte. Da astrologische Grundkenntnisse, über die ihre Mutter in ausreichendem Maß verfügte, die einzige Voraussetzung für die Absolvierung des Kurses und die nachfolgende Berechtigung waren, als Reinkarnationstherapeutin zu praktizieren, entschloß sie sich trotz der erheblichen Kosten, dreimal je eine Woche lang nach Berchtesgaden zu fahren und sich dort im Berggasthof Watzmannblick unter Anleitung des bayrischen Therapeuten und seiner, feinstofflich betrachtet, gleichfalls hochentwickelten Assistenten Saskia, Désirée und Thorsten entsprechende Kenntnisse über Rebirthing, verschiedene Trancetechniken, weiße und schwarze Magie, alchemistische Seelenprozesse, mediale Tätigkeit und an deres mehr anzueignen. Die Investition lohnte sich, das vertrauenerweckende morphische Feld ihrer Mutter hatte mittlerweile einen soliden Kundenstock produziert, so daß sie in der Villa in Pötzleinsdorf nun mindestens zwei Rückführungen täglich vollzog und etwa viermal so viel einnahm, wie sie als Magistratsbeamtin verdient hatte. Emma betrat ein kleines Geschäftslokal in der Neustiftgasse mit hübschem Holzportal, über dem ein Schild mit der Aufschrift Hammerl & Friseure angebracht war. Mick Hammerl, ihr Assistent, saß vor seinem Computer und starrte mit roten, tränenden Augen auf den Bildschirm. »Wir müssen endlich das Schild entfernen«, sagte Emma. »Nur mit der Ruhe, wir haben ja gerade erst eröffnet. Guten Morgen übrigens. Und danke für dein Mitgefühl.« »Guten Morgen. Welche Pollen fliegen denn heute?« »Fichte, Tanne, Wacholder, Föhre und Gräser. Unter an derem.« »Darf man fragen, wie du damit im siebenten Wiener Gemeindebezirk, einem der am stärksten verbauten Wiener Bezirke ohne nennenswerten alpinen Baumbewuchs, heute vormittag schon in Berührung gekommen bist?« »Im Gegensatz zu dir habe ich bereits gearbeitet«, sagte Mick und schneuzte sich in ein Papiertaschentuch. »Ich bin dem Typen nachgefahren, der dauernd im Krankenstand ist. Bandscheibenvorfall. Sein Chef hat den Verdacht, daß er kerngesund ist und bei einer zweiten Firma arbeitet. Er nimmt an, es geht seinem Monteur darum, gekündigt zu werden, damit er eine Abfertigung erhält.« »Und?« »Der Typ ist in die Böcklinstraße gefahren und hat dort sein Auto geparkt. Gleich bei der Jesuitenwiese, und die ist voller Gräser.« »Und?« »Ich bin ausgestiegen und ihm gefolgt.« »Und?« »Fehlanzeige. Er war bei seinem Hausarzt.« »Na ja, dann müssen wir ihn eben weiter beobachten. Und sonst?« »Nichts. Es ist entmutigend. Ach ja, doch - diese Frau, die gestern angerufen hat. Sie hat einen Termin um elf vereinbart. Frau Mautner.« Emma schaute auf ihre Armbanduhr. »Es...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sarlascht am 19. April 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Die Geschichte wird von zwei Hauptpersonen erzählt:

Emma Novak - Altertumsforscherin, die ihren Beruf an der Universität Wien aufgab, um mit ihren ehemaligen Friseur Mick, ein Detektivbüro zu eröffnen.
Alleinerziehende Mutter eines pubertären Sohnes, der lieber bei seinen Großeltern wohnt. Beim schrullige Modellbauopa und der Esoterikoma.

Matthias Karner - Musiker, Bruce Springfield Liebhaber und sexsüchtig.
Als Kind zur Adoption freigegeben, "flüchtete" er von Kärnten nach Wien um die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Lebt sein Leben mehr schlecht als Recht.
----------
Die wohlhabende Restaurantbesitzerin Greta Mautner wendet sich an Emma Novak, mit der Bitte ihren "verschollenen" Sohn zu finden. Minderjährig und mit Zwillingen schwanger, durfte sie damals nur einen der beiden Jungen (Nick) behalten.
Enttäuscht von ihren "behaltenen" Sohn, erfolgreicher Architekt mit ungeliebter Schwiegertochter, möchte sie die "verlorene" Möglichkeit kennenlernen.

Und so beginnt eine Reise in die Abnormität der Menschen (Wiener).

Weshalb die Dinge sind, wie sie sind, erfährt man niemals. Matthias Karner's Promiskuität lässt sich auf den sexuellen Missbrauch durch seine Adoptivmutter zurückführen, meiner Interpretation nach, im Buch selbst wird es nicht geklärt, weil alles nur an der Oberfläche berührt wird.

Viele Themen werden aufgegriffen, keines richtig beleuchtet. Fand es mühsellg ein Buch voller Unlogik zu lesen, da es irgendwann einfach uninteressant wird, zudem fehlt mir der (versprochene) Wiener Humor.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. U. Süss am 14. Januar 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Mir stellt sich die Frage, ob dies ein Roman (wie der Verlag schreibt) oder eine Satire auf einen (schlechten) Kriminalroman sein soll. Es gibt Mehres zu bemängeln:
Die Geschichte ist sehr konstruiert. Warum Vera Selbstmord begehen wollte, lässt die Autorin wohl mit Recht im Dunkeln, es passt nicht zur Resthandlung.
Die Geschichte wird auf zwei Ebenen parallel erzählt. Es gibt den Ich-Erzähler und eine weitere Handlung in der dritten Person. Das ist wenig gekonnt hintereinander gestellt.
Es ist sehr viel Schmäh enthalten. Das ist zum Teil ganz lustig, es wirkt aber immer wie unabhängig eingefügte Teile, die in einer short story oder Glosse besser aufgehoben wären. in der "Stadt der Verlierer" haben alle eine Macke. Die Bio-Tussi, die Künstlerin, der Vater, die Freundin, die Frau des Zwillingsbruders usw. Das passt zu Wien wie Qualtinger. Aber der hat kurze Geschichten geschrieben. Es ist ganz nett, wenn der (im Essen bei Haubenköchen) unerfahrene Zwilling seine Mutter zum ersten Mal trifft und dann die Speisekarte des Nobelrestaurants herauf und herunter beschrieben wird. Das zeigt, das Interesse aneinander ist bei den Beteiligten nicht hoch. Der Leser kapiert es. Und es ist sicher putzig, wenn die schräge Gerichtsmedizinerin bei überkanditelten italienisch Essen über Autopsien spricht. Aber das macht keinen Roman aus einem Guss. Es sind nur Teile, die nicht einmal verwoben sind, denn sie sind schlicht nur aneinandergereiht. Netter Versuch, als Satire gesehen, aber nicht ernsthaft ein Roman.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gabriela_42 am 28. Mai 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Welche Freude, endlich wieder ein Buch von einer jungen Österreicherin, das nicht nur überaus witzig, treffend, spannend und entlarvend ist (Wien wie es ist... schauder!), auch die Charaktere sind unverwechselbar und konsequent gezeichnet. Wer in dieser Stadt lebt, hat von jeder der handelnden Figuren selbst schon einmal eine getroffen - oder fürchtet sich davor, eine zu treffen. Ja, und die Sprache: aufs Angenehmste lesbar, schnörkellos und doch kunstfertig und vortrefflich eingesetzt. In mir hat Frau Faschinger jedenfalls einen neuen Fan gefunden, ich freue mich, ihre weiteren (und schon geschriebenen) Werke zu genießen!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gunda Bernhard am 27. März 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat mir gut gefallen! Die junge österreichische Autorin Lilian Faschinger webt einen sehr eigenen Thriller, dessen kriminalistischer Grundplot letztlich nur die Projektonsfläche für eine tiefergehende, psychologische Konfliktbearbeitung darstellt.
Sei es der Protagonist Matthias, dessen Promiskuität immer auch Spiegelbild der zunehmenden Bindungsangst in unserer Zeit ist, sei es Greta Mautner, die einst ihren Sohn zur Adoption freigegeben hatte, nicht nur aus sozialen Gründen, und nun versucht, diesen Fehler wieder rückgängig zu machen. Was die dafür engagierten Dedektive ans Tageslicht holen geht noch viel weiter!
Höchst spannendes Buch, was mir viel Freude bereitet hat
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robert Fischer TOP 500 REZENSENT am 1. Juni 2007
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Das Schreiben der Autorin gebiert Ungeheuer, und der Leser kommt darin um? Das vielleicht nicht, aber verlieren kann man sich schon in diesem Roman, und dass Lilian Faschinger, als erneut souverän erzählende Scheherazade, hier ein Monster geschaffen hat, ist offensichtlich. Matthias heißt das Ungeheuer auf diesen Seiten, nicht Grenoille, und besonders perfide ist der Schachzug der Autorin, ihr männliches Pendant als Ich-Erzähler auftreten zu lassen. (Pendant deshalb, weil SIE es ja ist, die mit Matthias, schreibend zwar, zur Mörderin wird.) Wäre schon interessant zu wissen, ab wann der Leser/die Leserin merkt, dass wir es hier mit einem Monster zu tun haben. Die Autorin jedenfalls streut Hinweise sparsam aus, bleibt konsequent in den von ihr gewählten Erzählperspektiven und überlässt es dem lesenden Publikum, sich (s)eine eigene Meinung zu bilden. (Dass Bruce Springsteen dabei nicht besonders gut weg kommt, sei nur am Rande erwähnt: Dessen leitmotivisch eingestreute Songlines - der "Tunnel of Love" als Geburtskanal? - gehen einem mit der Zeit ebenso auf die Nerven wie Matthias' somnambule Selbst- und Weltwahrnehmung.) Amüsant ist das alles nur bis zu jenem Punkt, da einem das Amüsement im Halse stecken bleibt - und das soll wohl auch so sein. Was am Ende bleibt, ist Ernüchterung allenthalben und doch auch eine klitzekleine Utopie, dass Liebe - hier in der gleichgeschlechtlichen Form - vielleicht doch möglich sei. Nur eben ganz anders, als man(n) das gemeinhin erwarten würde.
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