Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Judith O'Reilly - Stadt, Land - Schluss, 7. Oktober 2009
Nachdem Judith ihrem Mann zuliebe von London in den Norden Englands zieht, muss sie dort die meiste Zeit allein mit ihren Kindern oder mit ihren Eltern verbringen.
Judith O'Reilly schreibt in "Stadt, Land - Schluss" im Tagebuchstil, schafft es aber nicht auch nur Ansatzweise die Protagonisten dem Leser sympathisch zu machen. Im Gegenteil, die Hauptprotagonistin Judith nervt nur mit ihrem ewigem Gequengel und ihrem unerträglichem Selbstmitleid.
Die ganze Geschichte ist vollkommen banal und humorlos erzählt. Ohne Tiefgang und völlig uninteressant.
Als Urlaubslektüre ganz nett, aber mehr auch nicht!
2 von 5 Sternen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Triefend vor Selbstmitleid, 13. September 2009
Vom Stil her hat mir "Stadt, Land - Schluss" gut gefallen. Ein Buch in Blogform ist genau das richtige für mich, da ich auch sehr gerne Blogs lese. Aber nach der Hälfte des Buchs habe ich es einfach mal hochgehalten und nachgesehen, ob es vielleicht tropft - so viel Selbstmitleid kam drin vor...
Die Ich-Erzählerin zieht mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern (+1 im Bauch) aus London in den ländlichen Norden Englands - das ist sein Traum, nicht ihrer. Dennoch lässt sie sich darauf ein, widerwillig, weil sie ihn liebt. Soweit schön und gut, nur ist Männe dann die ganze Zeit zum Arbeiten in London, während sie mit den Kindern auf dem Land bleibt. Da schüttelt man schon mal den Kopf. Die Protagonistin gibt sich nicht viel Mühe, sich in Northumberland wohlzufühlen, sondern leidet ein bisschen. Und noch ein bisschen. Und noch ein bisschen mehr. Das ist einerseits verständlich, andererseits möchte man sie nach kurzer Zeit packen und durchschütteln und rufen "Meine Güte, dann änder es doch, wenn es dir sooo schlecht geht!" Ich-bezogen jammert sie darüber, dass sie immer älter aussieht, dass es im Norden nur seltsame Menschen gibt, dass sie in London jetzt dies und das machen könnte... Das mag ja alles stimmen, aber es liegt in ihrer Hand.
Vorher dachte ich "Na das ist ja romantisch, sie liebt ihn so sehr, dass sie Kompromisse eingeht, und auch seinen Lebenstraum erfüllen will". Na gut, das finde ich sogar immer noch romantisch. Aber dann erwarte ich auch, dass man wenigstens versucht, sich im neuen Lebensentwurf wohlzufühlen, und nicht nur rumzujammern, wie furchtbar alles ist. Ok, dafür mag ein Blog da sein, aber es macht nicht unbedingt Spaß, das zu lesen.
Und noch ein Tipp an alle hilflosen und völlig überforderten Frauen unter uns: Einmal mit dem Auto liegenzublieben, weil Männe nicht getankt hat, kann passieren. Ein zweites Mal ist schon etwas dämlich. Und spätestens beim dritten Mal sollte man einen Reservekanister im Kofferraum haben... FÜNF MAL passiert das halbwegs intelligenten Menschen jedenfalls nicht (und dann noch grundsätzlich die Schuld auf den Mann schieben...)!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Experiment "Muttersein", 9. August 2009
Der Vierjährige, der Zweijährige, ein Vater und eine schwangere Mutter lassen sich auf das Experiment "Landleben" ein. Das klingt nach einer spannenden Geschichte und das ist es auch.
Das Buch "Stadt, Land - Schluss" ist kein gewöhnlicher Roman. Es basiert auf dem Blog "wifeinthenorth" von Judtih O'Reilly. Wenn man sich das klar gemacht hat, dass das Blog jetzt ein Buch ist, dann wirds auch leichter das Buch zu lesen. Die Autorin wechselt in ihrem Schreibstil ganz intuitiv. Eben schildert sie noch die wirklich zum Schreien komische Geschichte über ihre drei Kinder und einen Umzug ins Ersatzcottage mit nicht nur einem Hindernis, mal notiert sie nur kurz die wirklich herzerwärmenden Wünsche ihres Sohnes, der König werden will. Und dann ganz plötzlich zwischendurch sinniert sie fast lyrisch über die Schönheit des Landes und hält inne, um das Alles für sich zu begreifen.
Judith erlebt nicht nur das Experiment "Landleben", sondern auch das Experiment "Hausfrau und Mutter". Sie verlässt die pulsierende Metropole London nicht nur um Gummistiefel gegen Pumps zu tauschen, sondern auch Herd gegen Laptop. Ihr Ventil und ihre einzige Verbindung zur Außenwelt bleibt dabei das Bloggen. Sie erlebt das Muttersein in vollen Zügen und kämpft mit den Vorurteilen anderer, dass das Alles sein kann. Judith lebt jetzt ein Leben, dass sie sich nie hat vorstellen können und was sie selber wahrscheinlich mehr als einmal belächelt und bagatellisiert hat. Doch mit jedem Tag spürt man, wie die Wurzeln in der Heimat wachsen. Natürlich erlebt sie dabei auch Rückschläge und verlässt sich in einigen Dingen doch zu sehr auf das Feingefühl ihres Mannes, der sein Leben in London eigentlich weiterführt und Judith nicht nur einmal mit einem leeren Tank sich selbst überlässt.
Doch Judith hat sich entschieden. Etwas mehr als zwei Jahre gibt sie dem Experiment und sich, um mit der neuen Situation klar zu kommen. Sie erlebt die Geburt ihrer Tochter und genießt die stillen Momente mit ihr und dem Muttersein. Sie kämpft wie eine Löwin, gegen das Mobbing an der Schule ihres ältesten Sohnes und erfährt dabei auch selbst Ausgrenzung und Missgunst. Sie lernt alleine mit Bauarbeitern klar zu kommen, die das Budget für den Umbau des neugekauften Cottages mehr als ausreizen und vieles, vieles mehr.
"Stadt, Land - Schluss" ist die Geschichte einer Frau, die mehr will vom Leben als Latte Macchiato, Cocktails und Karriere. Das schildert Judith O'Reilly in wirklich einzigartiger Art und Weise. Prädikat: empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|