Der Roman "Stadt der Freude" des Autors Dominique Lapierre handelt von den verarmten BewohnerInnen eines Slums des indischen Molochs Kalkutta. Der Titel des Romans ist dem Namen dieses Elendsquartiers entlehnt: Anand Nagar heißt Stadt der Freude. Es ist die Geschichte von Hasari Pal, der mit seiner Familie nach Kalkutta flüchtet, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Charaktere werden überzeugend dargestellt, so daß die Leserin/der Leser fast glaubt, sie selbst zu kennen. Allerdings scheint manchmal ein wenig Herablassung durch, ganz so naiv und kindlich sind die Ärmsten der Armen nicht. Es ist eine packende Erzählung, die Armut und soziale Ungerechtigkeit darstellt. Sie bietet einen guten Einblick in den Lebensalltag von Millionen von Indern und Inderinnen. Wer den Film nicht gesehen hat, hat nichts verpaßt; dieser verharmlost vieles und reicht bei weitem nicht an das Buch heran. Kalkutta ist eine unvergleichliche, fast unbeschreibbare Stadt, und Lapierre ist es gelungen, sie recht realistisch darzustellen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)