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Stadt der Freude. Roman.
 
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Stadt der Freude. Roman. [Broschiert]

Dominique Lapierre
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 556 Seiten
  • Verlag: Goldmann Wilhelm GmbH (Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442422280
  • ISBN-13: 978-3442422289
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 218.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Auszug

Mit seinen gelockten schwarzen Strähnen, die ihm in die Stirn fielen und seitlich fast bis zu den hängenden Spitzen seines Schnurrbarts herunterreichten, mit seinem kurzen, gedrungen wirkenden Oberkörper, seinen muskulösen Armen und den sehnigen Reiterbeinen hätte er einer der alten Mogulkrieger sein können. Hasari Pal, zweiunddreißig Jahre alt, war jedoch nur ein Bauer, einer der damals rund fünfhundert Millionen Inder, die für ihr Überleben auf die Göttin Erde vertrauen mußten. Seine Lehmhütte mit den zwei Räumen unter dem Strohdach hatte er ein wenig abseits des Dorfes Bankuli errichtet, in Westbengalen, einem Staat im Nordosten der Indischen Union mit der dreifachen Ausdehnung Belgiens und der Bevölkerung Frankreichs. Seine Gattin Aloka, eine junge Frau von heller Hautfarbe und engelhaften Gesichtszügen - ein schmaler Goldring durchbohrte ihren Nasenflügel, und Schmuckreifen rasselten um ihre Knöchel - hatte ihm drei Kinder geboren. Amrita, mit zwölf Jahren die Älteste, hatte die Mandelaugen ihres Vaters und die samtzarte Haut ihrer Mutter geerbt. Manooj, zehn Jahre alt, und Shambu, sechs Jahre alt, waren zwei kräftige Knaben mit pechschwarzem, zerzaustem Haar, die lieber mit der Schleuder auf Eidechsenjagd gingen, als daß sie hinter dem Büffel durch das Reisfeld der Familie wateten. Weitere Bewohner der Hütte waren Hasaris Vater Prodip, ein hagerer Alter mit tief eingekerbten Zügen, aus denen ein dünner grauer Schnurrbart hervorstach, seine Mutter Nalini, eine gebeugte und wie eine Walnuß zerfurchte alte Frau, seine beiden jüngeren Brüder sowie deren Frauen und Kinder - alles in allem sechzehn Personen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Der Roman "Stadt der Freude" des Autors Dominique Lapierre handelt von den verarmten BewohnerInnen eines Slums des indischen Molochs Kalkutta. Der Titel des Romans ist dem Namen dieses Elendsquartiers entlehnt: Anand Nagar heißt Stadt der Freude. Es ist die Geschichte von Hasari Pal, der mit seiner Familie nach Kalkutta flüchtet, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Charaktere werden überzeugend dargestellt, so daß die Leserin/der Leser fast glaubt, sie selbst zu kennen. Allerdings scheint manchmal ein wenig Herablassung durch, ganz so naiv und kindlich sind die Ärmsten der Armen nicht. Es ist eine packende Erzählung, die Armut und soziale Ungerechtigkeit darstellt. Sie bietet einen guten Einblick in den Lebensalltag von Millionen von Indern und Inderinnen. Wer den Film nicht gesehen hat, hat nichts verpaßt; dieser verharmlost vieles und reicht bei weitem nicht an das Buch heran. Kalkutta ist eine unvergleichliche, fast unbeschreibbare Stadt, und Lapierre ist es gelungen, sie recht realistisch darzustellen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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