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Stadt der Freude
 
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Stadt der Freude [Gebundene Ausgabe]

Dominique Lapierre
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 540 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann (1985)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570047628
  • ISBN-13: 978-3570047620
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 527.750 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
danach ist alles relativ 1. Januar 2004
Von bernie
Format:Broschiert
Lapierre beschreibt einen der trostlosesten Orte Kalkuttas - und somit wahrscheinlich einen der trostlosesten Orte auf diesem Planeten - derart intensiv und realitätsnah, dass sich niemand, wirklich niemand dem entziehen kann. Gleichzeitig widmet der Autor viele der 71 Kapitel jeweils ganz besonderen Eigenarten Indiens, speziell Ostbengalens, dessen alles verschlingender Moloch Kalkutta ist. Mal geht er näher auf das undurchschaubare Kastensystem ein, mal werden wir Zeuge monatelangen "Feilschens", wenn es darum geht, zwei Menschen, die noch Kinder sind, miteinander zu verheiraten (natürlich ohne dass diese hierbei auch nur eine Silbe mitzusprechen hätten geschweige denn einander vorher zu Gesicht bekämen!!); weiter lernen wir, was passiert, wenn Kalkuttas Müllmänner während der Regenzeit streiken, über die unbeschreiblichen Zustände in Indiens Krankenhäusern, die überall präsente Korruption, dem Nebeneinander von arm und reich usw. Und immer und immer wieder wird die furchtbare, die schier ausweglose, erschütternde Armut beschrieben, die von den Bewohnern Kalkuttas mit niemals für möglich gehaltenem Humor, mit Liebe, Würde und Anstand ertragen wird. Dies ist die eigentliche Botschaft des Buchen und davon können und sollten wir lernen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses berühmteste Buch über die indische Millionenmetropole Kalkutta entwickelt das Portrait der Stadt an zwei ungewöhnlichen Lebensläufen, dem des Bauern Hasari Pal und des französischen Armenpriesters Lambert. Der Franzosen Lambert zieht aus eigenem Antrieb in das Elend von Anand Nagar, einem großen Slum in der Nähe des Howrath Bahnhofes von Kalkutta, um dort als Bruder unter den Ärmsten der Armen zu leben. Wozu sich der Westler freiwillig entschließt, dazu wird der Bauer Hahsari Pal gezwungen. nachdem die Unwägbarkeiten des Klimas, des Bodens und die Korruption der indischen Justiz ihn von seinem Land vertrieben haben, bleibt ihm kein anderer Ausweg, als mit seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Kalkutta zu gehen, „der Hölle auf Erden", die für Pater Lambert jedoch „eine Stadt der Freud" ist. Diese Differenz der Perspektiven, entfaltet in wechselnden Szenen aus beiden Lebensläufen, hat für den Leser etwas zu tiefst Packendes Bestürzendes, Befremdliches, aber auch mitunter etwas Unglaubwürdiges, weil immer, dann, wenn es ganz schlimm wird, der Zuckerguss der Nächstenliebe aus der Wundertüte springt. Trotzdem bleibt das Buch als eine Dokumentation entarteter Urbanität ein Meilenstein der Sozialreportage - und das auch gleich dreifache Weise:
a) als Darstellung des indischen Lebens im allgemeinen - etwa des Monsuns ( 22, 476, 483ff.), der Rituale des Abtritts (87), des Chili (145), der Bürokratie ( Kap. 29 ) der Kali ( 268), der Zustände im Sommer (338-343) und der Eheanbahnung ( 498-510) sowie der Position der indischen Tochter ( 455ff. )
b) als Darstellung von Elend und Krankheit - z. B. der Krankenhäuser (242-252), des Fötenhandels ( 203), der Cholera ( 244), der Leprakranken (264, 303ff.), der Unterernährung (367), der Kakerlaken (376) und
c) ganz besonders als Darstellung des Lebens eines Rikschafahrers ( z. B. Ursssprung der Rikscha S. 114 - Alltag eines Rikschafahrers 164ff. _RikschaGewerkschaften 217 und der Rikschastreik (240ff. ).
Nicht unbedingt eine literarische Meisterleistung, aber eine Dokumentation, die niemanden unberührt lässt, mioenweit entfernt von der Selbstbezüglichkeit und dem kulturellen Autismus von Günter Grass „Zunge Zeigen"
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