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Stadt der Diebe
 
 
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Stadt der Diebe [Gebundene Ausgabe]

David Benioff , Ursula-Maria Mössner
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (111 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (2. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896673947
  • ISBN-13: 978-3896673947
  • Originaltitel: City of Thieves
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (111 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 204.001 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Benioff
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein unwiderstehliches Buch von einem außergewöhnlichen Geschichtenerzähler.« (Khaled Hosseini )

"Der Amerikaner David Benioff hat einen wunderbaren, packenden Roman über die Kraft der Freundschaft geschrieben. Eine Abenteuergeschichte für Erwachsene: komisch, traurig - und vor allem von der ersten bis zur letzten Zeile spannend und unterhaltsam. ... Kann man bereits im Januar von einem der schönsten Bücher des Jahres sprechen? Man kann. Das hier ist nämlich schwer zu toppen." (Kester Schlenz, Stern )

"Dieser Mann sieht nicht nur aus wie ein Hollywood-Star, er ist einer. ... Und wenn Sie jetzt noch diesen Roman lesen, werden Sie den Namen Benioff ohnehin nicht mehr vergessen. ... Dass ein Drehbuchautor dieser Klasse eine gute Story erzählen kann, hatte ich erwartet. Dass er es mit so viel Zärtlichkeit tut, hat mich überzeugt." (Angela Wittmann, Brigitte )

Kurzbeschreibung

Vom erfolgreichen Drehbuchautor zu einem der größten jungen Erzähltalente Amerikas – David Benioff legt mit STADT DER DIEBE ein modernes Meisterwerk vor, einen fesselnden Abenteuerroman und zugleich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die eine irrwitzige Aufgabe zu erfüllen haben: Im belagerten, ausgehungerten Leningrad sollen sie ein Dutzend Eier auftreiben.

Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet – auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe – im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt – einen schlitzohrigen, charmanten Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt. Als die beiden die Hoffnung, in Leningrad Eier zu finden, aufgeben müssen, fasst Kolja einen aberwitzigen Plan: Er will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen Linien durchschlagen, in ein Dorf südlich von Leningrad. Ein selbstmörderisches Unterfangen, wären da nicht Koljas Kaltschnäuzigkeit, eine unerschrockene Partisanin namens Vika und Lews Schachtalent …

David Benioff ist der Drehbuchautor von “Drachenläufer“ und „Troja“.


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62 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
dann müssen dunkle Zeiten herrschen.
Einem Vorhof zur Hölle gleicht auch Leningrad im Kriegswinter 1942.
In diesem Winter spielt der spektakuläre Roman "Stadt der Diebe" des Drehbuchautors David Benioff.
Er erzählt darin die eigentlich unglaubliche Geschichte seines Großvaters, dem während der deutschen Belagerung Leningrads gleich eine ganze Reihe von Wundern geschehen.

Lew ist siebzehn Jahre alt, als er beim Plündern erwischt wird und die Nacht vor seiner Verurteilung im Gefängnis verbringt. Kolja, zwei Jahre älter und nicht rechtzeitig zur Armee zurückgekehrt, spricht Lew an und muntert ihn auf. Sie werden beide zum Tode verurteilt, bekommen allerdings einen Aufschub: Sollte es ihnen gelingen binnen weniger Tage ein Dutzend Eier für den Hochzeitskuchen der Tochter des Generals aufzutreiben, kämen sie mit dem Leben davon.

Nun beginnt ein schier aussichtsloses Unterfangen. In einer Zeit, in der selbst eine verfaulte Zwiebel einen Schatz bedeutet, bringen sich Menschen schon für viel weniger als zwölf Eier um. Lew und Kolja merken schnell, dass in der Stadt nichts zu machen ist. Also schlagen sie sich in die Wälder, suchen die Nähe der deutschen Truppen, um dort vielleicht das Unmögliche möglich zu machen. Was sie dort zu sehen bekommen, ist selbst für den hartgesottenen Kolja schwer zu verkraften.
Bar jeder Menschlichkeit zeigt sich hier das nackte Antlitz von Gewalt, Hass und Hunger. Aber es erweist sich eben auch der Wert echter Freundschaft

Eigentlich ist das nicht gerade der Stoff, aus dem (Lese)-Träume sind. Und doch schafft es David Benioff mit seiner bildhaften Sprache und seiner Fabulierlust den Leser gefangen zu nehmen.
Hier schreibt ein Geschichtenerzähler ein Schelmenstück, der - ohne Pathos und billige Durchhalteparolen - auch den dunkelsten Episoden eine optimistische oder zumindest tragikomische Seite abgewinnt.

Manchmal galoppiert er fast zu schnell durch die sich überstürzenden Ereignisse, bedient sich auch zuweilen einer allzu deftigen Sprache. Doch spätestens durch das beinahe lakonische Ende ist der Leser damit versöhnt.

Dieses Buch gleicht einem Spielfilm für den Kopf. Hier gelingt es einem jungen Autor (Benioff ist Jahrgang 1970) das Schwere leicht zu erzählen.
Ein wahres Leseerlebnis!
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Opa der vom Krieg erzählt, genauer gesagt vom Winter 42, das scheint auf den ersten Blick nicht wirklich neu und verheißt die Wiederholung von schon oft gehörten bzw. gelesenen Kriegserlebnissen. Doch der Schein trügt: David Benioff hat mit diesem Roman eine erstaunliche und ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, die mich absolut begeistert hat. Es ist unklar, ob der Opa all das, wovon Benioff schreibt, tatsächlich erlebt hat, gibt er doch auf Fragen seines schreibblockierten Enkels die Antwort: "Du bist der Schriftsteller: denk dir was aus!" - Doch egal, ob Realität oder Fiktion, dass, was der Autor dann zu Papier bringt, ist ein skurriles und spannendes Abenteuer, das von der Unterschiedlichkeit seiner beiden Protagonisten lebt.
Der siebzehnjährige jüdische Junge Lew wird wegen Plünderns verhaftet und trifft im Gefängnis auf den redegewandten Soldaten Kolja, der als Deserteur eigentlich ebenso wie Lew mit der Todesstrafe zu rechnen hat. Doch beide sind für einen Spezialauftrag vorgesehen: Sie sollen in der belagerten Stadt, in der die Menschen verhungern und in der selbst Erde in die geschmolzener Zucker getropft ist, teuer verkauft wird, ein Dutzend Eier für die Hochzeit der Tochter eines Oberst besorgen. Der Lohn für diesen fast unmöglich scheinenden Auftrag ist ihr Leben und so begeben sich die beiden auf eine lange und abenteuerliche Suche.
Leningrad, die Stadt, in der der Kampf ums Überleben teilweise erschreckende Formen angenommen hat, in der es keine Tiere mehr gibt, weil alles Essbare mittlerweile gegessen wurde, und in der sich langsam Kannibalismus ausbreitet, bildet die Kulisse für das Abenteuer der beiden jungen Männer. Gesellschaftliche Strukturen existieren nicht mehr, es herrschen Chaos und Anarchie und jeder ist sich selbst der Nächste. Immer deutlicher wird die Unmöglichkeit ihres Auftrages und immer näher rückt der Termin für die Übergabe der Eier...

Der Autor hat mit einer Mischung aus Spannung, Humor und Zwangsgemeinschaft zweier komplett unterschiedlicher Charaktere, einen unterhaltsamen und fesselnden Roman geschaffen. Auch bei grausamen Szenen, bei denen die Auswirkungen des Krieges bewusst gemacht werden, findet sich kein moralischer Zeigefinger, versucht Benioff nicht zu belehren, sondern streut geschickt Humor ein und nimmt so der Handlung immer wieder die Agonie, in die sie abgleiten könnte - da verzeiht man die stellenweise Vorhersehbarkeit des Ganzen und genießt einfach Opas "andere Kriegsgeschichte".
Fazit: Gleich zu Jahresbeginn ein Buch, dass sich von anderen Neuerscheinungen abhebt und das mir wegen seiner gelungenen Mixtur aus Abenteuer, Humor und Wärme sehr gut gefallen hat. 5 von 5 Sternchen dafür.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ausgezeichnet 25. Mai 2010
Format:Taschenbuch
In "Stadt der Diebe" erzählt David Benioff die Geschichte seines Großvaters. Lew Beniow hat während der Belagerung Leningrads durch die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges Unvorstellbares gesehen und erlebt. Sein Enkel findet sensible und eindringliche Worte, um diese fassbar zu machen.

David Benioffs Ton ist leicht und voller Humor, der die Tragik und Grausamkeiten dieser Geschichte erträglich macht. Sein wundervoller Stil unterstreicht die klúgen Aussagen des Romans.

Als Leserin habe ich ganz beiläufig eine Menge über die russische Kultur, Geschichte und Seele gelernt.

Dunkelheit und Humor sind hier auf einzigartige Weise miteinander verzahnt. Die Charaktere leben, sind begreifbar und plastisch, fein herausgearbeitet und eigenwillig. ´Selbst die Nebenfiguren zeichnet Benioff eindrücklich.

Sein Roman ist schalkhaft, klug, aufwühlend und verstörend. Das Ende ist bitter-romantisch, auf eine sehr lakonische Art und Weise.

Jede Szene besitzt ein angemessenes Gewicht, nie wird Drama um des Dramas willen gemacht. Im Gegenteil: Die schlimmsten Szenen schildert der Autor besonders feinfühlig,deutet nur an, zeichnet sie unaufdringlich, fast schon schlicht. Gerade dadurch gewinnen sie Eindrücklichkeit.

Ich kann gerade kein neues Buch anfangen, da ich noch an "Stadt der Diebe" zu knabbern habe. Es ist stellenweise schwer verdaulich, aber gerade dadurch umso wertvoller. Die Figuren, die Stimmung, die Landschaftsbeschreibungen, das Geschehen selbst hat sich mir eingebrannt und wirkt noch nach.

"Stadt der Diebe" ist ohne Zweifel ein Highlight meines Lesejahres.
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Kein Meisterwerk
Die Geschichte, die das Buch erzählt, ist schön und spannend, wobei man durch das Vorwort natürlich schon früh weiß, dass sie gut ausegehen wird. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Stunden von Markus Babak veröffentlicht
Für die Nachkriegsgeneration unvorstellbar, und es passiert immer...
Es ist seltsam dieses Buch zu lesen, wenn man selber diese Zeit nicht erlebt hat und nur aus dem Geschichtsunterricht kennt. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von H.H. veröffentlicht
Thriller der Extraklasse!
Einfach selber lesen - dieses Buch führt in eine beklemmende Zeit - eine Geschichte, die trotz aller Beklemmung humorvoll vorgetragen wird - Respekt an den Autor!
Vor 2 Monaten von Gina veröffentlicht
Eine tolle Empfehlung
In der Buchhandlung wurde mir dieses Buch empfohlen, aber anfangs wollte ich es gar nicht kaufen. Gut, das der gute Mann so überzeugend war. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Elli Hase veröffentlicht
Die Kraft der Freundschaft in einer hoffnungslosen Zeit
Ein ausgezeichnetes Buch. Ja, es ist trostlos und hat einige Momente, die einfach nur schrecklich grausam sind, aber: Es erzählt auch von einer ganz besonderen Freundschaft... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Fragmentage veröffentlicht
Schelmenroman mit Tiefgang
Leningrad 1942, der Krieg tobt, die Stadt wird belagert, die Bevölkerung hungert.

Lew, ein 17-jähriger Junge, wird verhaftet, als er einen toten deutschen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jade veröffentlicht
Leningrad 44 mit "Rot-Weiß-Blau - den Farben Russlands"
Wie die anderen Kritiker hier bereits geschrieben haben, ist die Geschichte an sich schön geschrieben und spannend zu lesen. Daher auch die zwei Sterne. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tillito veröffentlicht
Brilliantes Buch
Über den Inhalt werde ich jetz nichts mehr schreiben, da dies meine Vorgänger bereits ausführlich gemacht haben. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Reiser veröffentlicht
einfühlsam und trotzdem leicht
In vielen kleinen glaubhaften Anekdoten wird dem Leser demonstriert, wie die Russen bei der Besetzung der deutschen Wehrmacht gelitten haben und dennoch nicht aufgaben. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Peter Egen- Odenthal veröffentlicht
Empfehlenswert!
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen und beim letzten Drittel wollte ich nicht, dass die Geschichte aufhört.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Vor 4 Monaten von lena5 veröffentlicht
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