Dieses Buch stellt die Bereiche der Stabilisierungspolitik in Theorie und Praxis vor. Nach dem Stabilitätsgesetz sind das Arbeitslosigkeit, Inflation, Wachstum und "außenwirtschaftliches Gleichgewicht".
Der Schwerpunkt liegt auf Inflation und Arbeitslosigkeit. Dabei werden u. a. folgende Themen behandelt:
- keynesianische und monetaristische Geldpolitik
- Vor- und Nachteile der Geldpolitik gegenüber der Fiskalpolitik
- Angebotspolitik als Wachstumspolitik
- Arbeitsmarktpolitik, u. a. Löhne, Verbände, Arbeitszeitverkürzung, Teilzeit
- Wahlmöglichkeiten zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit
- Transmissionsmechanismen der Geldpolitik
- Verzögerungen in Erkenntnis, Entscheidung und Umsetzung
Das Besondere an dem Buch ist, dass auch an häufig nicht beachtete Folgen gedacht wird; so kann die Verschuldung des Staates die Verfügbarkeit von Unternehmenskrediten beeinträchtigen. Empirische Untersuchungen werden ebenfalls berücksichtigt (der Multiplikator für zusätzliche Staatsausgaben ist demnach in Deutschland je nach Modell ein Wert zwischen +1,2 und -0,6). Der Wechsel der Deutschen Bundesbank vom Keynesianismus zum Monetarismus 1974 wird besonders ausführlich behandelt, weil damit alle anderen Themen zusammenhängen.
Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl meine Ausgabe von 1997 schon etwas älter ist und den Euro noch nicht kennt. Es enthält viele Schaubilder und Tabellen, welche Wirkungsweise und Unterschiede der jeweiligen Maßnahmen aufzeigen.