Mit scharfer Zunge und ordentlich Zynismus: Mathias Tretter versteht es eine Dynamik in sein Kabarett zu bringen. Er setzt bei seinem Publikum nicht zwingend voraus, dass jeder das politische Zeitgeschehen bis ins Detail genau kennen muss, um seine Pointen zu verstehen. Geschickt schwenkt er immer wieder in den Alltag hinüber. So fordert er einerseits den Intellekt seiner Gäste heraus und setzt andererseits zur Entspannung leichte Kost dazwischen. Alles mit gehörig scharfer Zunge und ordentlichem Zynismus. (Passauer Scharfrichterhaus)
Es gibt kein politisches Kabarett mehr nach Dieter Hildebrandt, dacht man noch bis vor kurzem. Doch inzwischen hat Mathias Tretter die Bühnen dieses Landes betreten und eindrucksvoll das Gegenteil bewiesen. Unter dem Deckmantel des vermeintlich harmlosen Intellektuellen legt Tretter los und zeigt sarkastisches und bitterböses Kabarett. Mit Sprachwitz, Tempo und einem zweckmäßigen Mangel an gutem Geschmack lässt er nach über zwei Stunden ein sichtlich geläutertes Publikum zurück. (Bonner General-Anzeiger)
Großartig! Einfach großartig! Da steht in der Neuen Welt ein junger Mann auf der Bühne und präsentiert ein Kabarettprogramm, das äußerst kurzweilig, durchwegs amüsant und zudem vorwiegend politisch ist. Mathias Tretter schafft es, Themen, die man sonst in den Nachrichten fast schon nicht mehr hören kann, so aufzubereiten, dass es nicht nur lustig, sondern auch informativ ist. Jedes dieser Themen ist akribisch recherchiert, Zahlen und Fakten mischen sich mit Fantasie und schauspielerischem Talent zu einem bunten Strauß voll hintersinnigen Humors. Mathias Tretter ist ein Meister der Assoziationsketten, ohne je langweilig zu werden. Einfach herrlich, wenn er zwischendurch in die Rolle des Klaus Kinski schlüpft, als vergeistigter Gedichtevorträger oder schizoider Quizmaster. Es lebe das junge politische Kabarett! (Donau Kurier)
Kurzbeschreibung
Tretters drittes Programm. Den bayerischen Kabarettpreis für hoffnungsvollen Nachwuchs hat er gekriegt was soll jetzt noch kommen? Ruhestand, natürlich. Bretagne. Doch darf ein Kabarettist das, in einer Welt, die mehr denn je nach Rettung durch Brettlkunst verlangt? Eines gleich vorweg: Wenn Sie komödiantische Unterhaltung auf der Höhe des Mainstreams suchen, dann sind Sie hier falsch. Hitler kommt nicht vor, Stoiber ist Geschichte und Angela Merkel hat höchstens einen Kurzauftritt. Denn es geht um Politik. Deutschland steht vor der Frage: Ist die Demokratie noch zu retten oder etabliert sich das Fünf-Parteien-System? Bekommen wir italienische Verhältnisse? Oder bleibt die Spree von versenkten SPD-Verrätern verschont? Und falls nicht: Wer zahlt für die Verschmutzungsrechte? Die Antworten wären längst gefunden, gäbe es da nicht unsere historische Schuld. Bleischwer lastet die deutsche Geschichte noch auf den Nachgeborenen der Nachgeborenen. Auch wenn der Aufschrei in den Feuilletons schon jetzt zu hören ist, Mathias Tretter traut sich an unser größtes Tabu: Schluss mit der Vergangenheitsbewältigung! Tausend Jahre 68 sind genug! Staatsfeind Nr. 11 ist eine furchtlose Konfrontation mit dieser und neun weiteren Plagen, die Deutschland bedrohen. Sex, Drogen, Pomerol, der Gegensatz von Ostdeutschland und Süddeutschland, Chinesen, die Deutsche Post und andere gelbe Säcke, Berlin, Brüssel, Daheim und Vorgestern. Bis es zum Showdown kommt, mit einer Nummer Elf, mit der Sie gerechnet hätten ...
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Wir werden von Comedians überhäuft, teiweise noch keine 25 Jahre alt, wissen aber alles und machen mit nur einer halbwegs witzigen Nummer Karriere bei RTL & RTL II. Da freut man sich über die wenigen jungen und trotzdem politischen Kabarettisten wie Matthias Tretter. Witzig und aktuell von der ersten bis zur letzten Minute.