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Staatsexamen. 81 Sprachbeobachtungen
 
 
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Staatsexamen. 81 Sprachbeobachtungen [Gebundene Ausgabe]

Beat Gloor
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  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Kontrast Verlag; Auflage: 4., aktualis. A. (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3952128759
  • ISBN-13: 978-3952128756
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 13,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 973.630 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Der Sprache auf der Spur 4. Februar 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Im Fremdwörteranhang eines amerikanischen Wörterbuchs Merriam-Webster finden sich nur wenige deutschsprachige Begriffe. Auf Wiedersehen findet sich darunter, Galgenhumor, Kindergarten und Leitmotiv, aber auch Weltanschauung und Wunderbar. Zahlreiche andere wurden von den Herausgebern weggestrichen. Der Grund: zu fremd, nicht zumutbar. Wie etwa Schreibautomaten. Der Schweizer Beat Gloor sieht dieses Wort ohnehin etwas anders: Schrei, Bau, Tomaten. Kohl, Enkel und Lerchen sind nichts anderes als das Kohlenkellerchen. Horten Sie, Hortensie. In seinem Buch Staat - Sex - Amen ist der Autor 77 falschen Trennungen oder neuen Sinngebungen auf der Spur. Neben diesen kommt er zu weiteren Sprachbeobachtungen, die ihm den Sinn der Sprache neu erschließen.

Seit zehn Jahren arbeitet der Schweizer an der Sprachfront für Werbung und PR, Zeitung und Verlage, Behörden und Unternehmen. Seine Beschäftigung mit der Sprache wuchs sich zu detektivischen Eifer. Beat Gloor setzt sich dabei mit der Sprache auseinander, mit Sätzen, Wörtern und Buchstaben. Die Ergebnisse fasst er als Sprachfacetten in Kolumnen für die Schweizer Zeitschrift Werbewoche zusammen. Nach sechs Jahren und 275 Artikeln fasste Beat Gloor 81 Arbeiten in der Reihenfolge ihrer Entstehung zu einem besonderen Staatsexamen zwischen zwei Buchdeckeln zusammen. Sein Werk bietet einen Querschnitt durch die - vor allem deutsche - Sprache um die Jahrtausendwende. Er zeigt, wie Sprache in der Werbung, bei Unternehmen und Institutionen, im Journalismus und in der Literatur entsteht, verwendet wird und schließlich wieder vergeht. Die Texte bestehen aus arrangierten Fundstücken. Sie sind gewachsen durch Kombinieren und Zitieren, werden zu Essays und Kollagen. „Ich habe abgeschrieben: von Zeitungen und vom Fernsehen, von alten Meistern und jungen Wilden, bei Kolleginnen und Unternehmen, im Internet und an der Fasnacht, kurz, bei Wildfremden und bei mir selbst", fasst Beat Gloor zusammen.

So entwickelt er ein halbautomatisches Schnellformulierungssystem, mit dem in drei Schritten etwa die retrovisionäre Indentifikationsdiversifikation, die artifizielle Fluktuationstendenz oder die ambivalente Organisationsorientierung geschaffen werden können. Gloor spürt auch Wortneuschöpfungen auf, etwa wenn die frühere öffentliche Toilette zur Hygienecenter, die Lüge zur Glaubwürdigkeitslücke aufpoliert wird und die Gefahr zum Restrisiko verkommt.

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