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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
245 von 262 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warten auf den Domino-Day - die Steine sind bereits aufgebaut,
Von Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 10 REZENSENT) (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der Staatsbankrott kommt!: Hintergründe, die man kennen muss (Gebundene Ausgabe)
Für Staaten gelten andere Gesetze als für ihre Bürger. Zum Beispiel gelingt es Staaten immer wieder ihre eigentliche Insolvenz zu verschleppen, weil sie im Gegensatz zu Unternehmen und Privatpersonen bis zum bitteren Ende immer neue Kredite erhalten, um alte zu tilgen und Zinsen zu zahlen. Zur Begründung wird gerne angeführt, dass Staaten nicht pleite gehen können. Aber dies ist ein Ammenmärchen und dient zur Verschleierung der Tatsache, dass Grossbanken und Staaten eine besondere Beziehung verbindet, die in den letzten zwei Jahren für alle offensichtlich geworden ist. Denn bei einer Pleite sowohl von Staaten als auch von Großbanken haftet immer der ahnungsfreie und machtlose Steuerzahler.Irgendwann zwischen 2010 und 2030 ist Deutschland für eine Staatspleite mit anschließender Währungsreform fällig, lesen wir in diesem Buch. Für die erste Dekade spreche eine höhere Wahrscheinlichkeit. Abgeleitet wurde diese Prognose allein aus dem hoffnungslosen Schuldenstand und dem eigentlich unbezahlbaren Sozial- und Rentensystem Deutschlands sowie der ungünstigen Altersstruktur seiner Bevölkerung. Der Leser findet dafür erschreckende Zahlen im zentralen sechsten Kapitel dieses Buches. Doch wenn dies die alleinigen Ursachen für das drohende Unheil wären, hätte Michael Grandt sein Buch auch schon vor zehn Jahren schreiben können. Inzwischen jedoch kamen zu den ohnehin schon enormen Problemen noch die ökonomisch unsinnige europäische Währungsunion, mit der wir viel verloren und fast nichts gewonnen haben, und eine von den USA verursachte Finanz- und Wirtschaftskrise globalen Ausmaßes. Nicht nur das globale Finanzsystem steht am Abgrund, sondern auch zahlreiche Staaten, darunter die USA und Japan sowie wenigstens die Hälfte der EU-Länder. Kommt die nächste Immobilien-Schuldenwelle oder fällt auch nur eines der Kandidatenländer, dann ist ein Domino-Effekt zu erwarten, der nicht mehr steuerbar ist. Der Autor beschreibt die Lage in aller Ausführlichkeit und verwendet dabei sehr viel Zahlenmaterial zur Veranschaulichung. Nach einer kurzen Einleitung befasst er sich mit der von einigen New Yorker Großbanken kontrollierten und deshalb privaten US-Notenbank Federal Reserve. Er beleuchtet ihre putschartige Einsetzung im Jahre 1913 sowie ihre Rolle bei der Installation des Dollars als Weltreservewährung. Nur mit Kenntnissen dieser Zusammenhänge kann man die Ursachen der gegenwärtigen Probleme wirklich verstehen. Insbesondere wird die Abhängigkeit aller US-Administrationen von den New Yorker Großbanken und das verhängnisvolle Wirken ihrer Fed erklärt. Kapitel 3 befasst sich dann mit der so genannten Subprime-Krise und ihrer Verlagerung auf die ganze Welt. Das umfangreiche vierte Kapitel untersucht zunächst wie Staatsbankrotte entstehen und beschreibt dann einige Beispiele aus der Vergangenheit. Im Anschluss werden uns fast alle europäischen Staaten als potentielle Pleitekandidaten vorgestellt. Dieses Kapitel endet mit einer "Horrorliste", in der aufgezählt wird, was uns alles blühen kann, wenn der Ernstfall eintritt. Unter Überschrift "Das Ende der USA" wird uns im fünften Kapitel die desolate Lage der westlichen Führungsmacht vor Augen geführt. Sie wird in nicht allzu ferner Zukunft die Zinsen ihrer Schulden nicht mehr zahlen können. Der Wunsch der amerikanischen Hochfinanz, die Staatsschulden durch Inflation abzutragen, muss zwangsläufig zu heftigen Spannungen mit den beiden Hauptgläubigern China und Japan führen, die über 1,5 Billionen Dollar in US-Staatsanleihen halten. Unruhige Zeiten stehen also bevor, zumal der wirtschaftliche Niedergang der Vereinigten Staaten auch die Machtverhältnisse in der Welt neu regeln wird. Im sechsten Kapitel spricht der Autor aus, was dem deutschen Volk aus gutem Grund verschwiegen wird. Die Lage ist inzwischen eigentlich hoffnungslos. Schließlich werden die drei völlig verschiedenen Währungsreformen in Deutschland (1948, 1990 und 2001) im siebten Kapitel diskutiert. Das achte Kapitel bietet weitere Prognosen und Einblicke und zählt weitere Risikofaktoren auf. Das Buch endet mit Ratschlägen, wie man sich vor den Verlusten durch eine Währungsreform schützen kann. Eigentlich bleiben nur Sachwerte und Edelmetalle, wobei selbst dort nicht klar ist, ob der Staat sich einen Zugriff erlauben wird. Denn eines ist sicher: Wenn es zu einer Währungsreform kommt, entschuldet sich der Staat zu Lasten seiner Bürger. So war es immer, und so wird es auch diesmal wieder sein. Fazit. In diesem gut geschriebenen Buch findet der Leser zahlreiche Informationen und genügend reale Gründe, die für seinen Titel sprechen. Natürlich wird man sich durch viele Zahlen und ökonomische Erklärungen lesen müssen. Aber der Autor hat sich alle Mühe gegeben, sie verständlich zu erklären. Dass ihm das nach meiner Auffassung nicht immer völlig gelungen ist, liegt wohl auch daran, dass das Buch schnell erscheinen sollte. Oft schreibt Grandt wie ein Journalist und weniger wie ein Autor, der einer gut überlegten Gedankenstruktur folgt. Doch diese leichte Kritik wird durch die Informationsdichte und Sachlichkeit des Buches letztlich wieder aufgewogen. Wer sich über die herannahende Katastrophe vernünftig informieren möchte, ist bei diesem Buch sehr gut aufgehoben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Im wesentlichen nichts neues,
Rezension bezieht sich auf: Der Staatsbankrott kommt!: Hintergründe, die man kennen muss (Gebundene Ausgabe)
Eines vorweg: Das Buch ist für "Finanzkrisenneulinge" sicher sehr lehrreich und ich würde es wieder kaufen.Mir hat es jedoch nicht allzuviel Neues eröffnet. (Im Buch "Crashkurs" von Müller sind die Zusammenhänge meines Erachtens besser erklärt.) Auch andere Autoren wiederholen gebetsmühlenartig immer wieder die allbekannten Krisenzusammenhänge. Mir persönlich beinhaltet es zu viele trockene Aufzählungen und Statistiken, die das Lesen anstrengend machen. Es liest sich teilweise wie eine Formelsammlung mit 800 Quellenangaben. Dennoch steckt eine Menge Arbeit und Wissen darin - es ist sicher nicht einfach, diese doch eher trockene Materie interessant zu verpacken. Dem Autor ist dies einigermaßen gelungen. Fazit: Anstrengend, aber empfehlenswert und sicher lehrreich. Das Kapitel 9 - für die meisten Leser wohl das Wichtigste (Empfehlungen für den Leser) - ist zu kurz geraten... Positiv fällt mir die zeitliche Aktualität des Buches auf. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
81 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wahrheit & Wahres zur richtigen Zeit,
Von discover "discover" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Staatsbankrott kommt!: Hintergründe, die man kennen muss (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Michael Grandt erscheint nahezu perfekt zu dem Zeitpunkt, zu welchem in den Internetmedien speziell aber auch in den Mainstreammedien das Thema Staatsbankrott auf der Tagesordnung steht. So was nennt man Punktlandung! Denn das Buch bietet genau, das, was im Untertitel steht: "Hintergründe, die man kennen muss". Was an den Unis nie oder nur am Rande gelehrt wird und wo man selbst nur schwer durch das Dickicht der medialen Massenverdummung vorstösst, wird hier utt zum Thema bewiesen und Angaben mit vielen Quellen belegt oder quer verwiesen. Z.B. die wahre Konstruktion hinter der Federal Reserve, die Inhalte und Ziele des Abkommens von Bretton Woods oder ganz allgemein wie Geld erzeugt wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.Dem Leser mag im ersten Blick einiges an Vorwissen zugemutet werden, bis im 4. Kapitel das Thema des Staatsbankrottes aufgegriffen wird, aber in welchem anderen Buch wird man so kompakt an die innere Logik des Finanzsystems herangeführt und dadurch für das Kommende sensibilisiert? Dies ist schon mal ein Verdienst des Buches, das die seit ca. 24 Monaten im Internet intensiv diskutierten Zusammenhänge von Geldschöpfung, dem Schuldsystem, den fatalen Folgen des Zinseszinses, den Instrumenten der Hochfinanz und der Manipulation der Märkte (sic!) übersichtlich und gut lesbar darlegt und sich dem Leser selbst einfach erschließt. Besonders erwähnenswert sind dabei die in grauen Kästchen hervorgehobenen Definitionen, Erläuterungen zu Fachtermini, Zitaten oder Sequenzen einer eingetretenen bzw. fiktiven Zeitmaschine, die die entweder eingetretene oder konstruierte Realität als Beweisführung heranzieht. Paul Watzlawik hätte seine wahre Freude damit. Aber auch Ökonomen sollten dieses Buch ernst nehmen. Die historische Abhandlung von Staatsbankrotten, die vorlaufenden Ereignisse einer Deflation oder Hyperinflation und die Erläuterung des Status Quo im heutigen Europa sollten klassische Lehrbücher in der Ökonomie beschämen. Kompakter als in diesem Buch habe ich es noch in keinem anderen Lehrbuch nachlesen dürfen, wie Staatsbankrotte 'passieren' und wo wir uns heute in der Zeitachse befinden. Immerhin habe ich 8 Jahre an österreichischen, deutschen, amerikanischen und asiatischen Hochschulen studieren und lehren dürfen. Am Beispiel der USA und Deutschlands werden in Kapitel 5 und 6 'Fakten, Fakten, Fakten' aufgezählt und im 7. Kapitel die Frage gestellt, wann der Staatsbankrott kommt. Die Antwort daraus ergibt sich, was man aus den vergangenen Währungsreformen gelernt hat, wie die innenpolitische Situation der EU und der USA im Kontext des bereits laufenden Wirtschaftskrieges zwischen den drei Blöcken USA, Europa und China und der klassischen Kollapsfunktionen der Systeme einzuschätzen ist (dem letzteren Hinweis hätte man ev. ein kurzes Kapitel widmen können). Datum kann man keines nennen, aber man kann die Zeichen der Zeit erkennen, die vor uns liegen und hier liegt die Bedeutung des Buches, wenn man sich damit auf bevorstehende Zusammenbrüche vorbereiten will. Konsequenterweise schließt der Autor im 9. Kapitel mit einer Abhandlung darüber ab, wie man sich vor einer Währungsreform schützen kann. Alles in allem: Toll, dass es dieses Buch gibt! Es sollte Pflichtlektüre an den Hochschulen werden und Debatten in einem verschulten Ausbildungssystem auslösen, das falsche Realitäten konstruiert und von der Wahrheit dann doch eingeholt wird. Fünf Punkte! Und ein Dank an den Autor, auf dessen nächstes Buch ich mich jetzt schon freue. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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