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Staatlichkeit in Afrika: Muss Entwicklungshilfe scheitern?
 
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Staatlichkeit in Afrika: Muss Entwicklungshilfe scheitern? [Broschiert]

Henning Andresen
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 215 Seiten
  • Verlag: Brandes & Apsel; Auflage: 1., Auflage (1. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3860996711
  • ISBN-13: 978-3860996713
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 569.571 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

» (…) Der Autor liefert einen konstruktiven Beitrag zu der kontroversen Debatte über Sinn und Zweck von Entwicklungspolitik und legt detailliert dar, welche negativen Auswirkungen die massive Abhängigkeit von Auslandshilfe haben. Trotz aller Kritik zeigt der Autor anhand von überraschenden Beispielen aus seinem afrikanischen Alltag, wo die Linien zwischen afrikanischer Soziokultur einerseits und guter Regierungsführung, Entwicklung und Entwicklungshilfe erfolgreich verlaufen. Ratschläge, wie Entwicklung in Afrika besser gelingen könnte, runden das Buch ab.« (wusgermany.de (World University Service))

(…) Informativ ist Andresens Blick hinter die Kulissen einer Hilfspraxis, die gute Absichten nicht selten ins Gegenteil verkehrt. (…) Andresens langjährigen praktischen Erfahrungen verdankt sein Buch erfrischend handfeste »Wege aus der Sackgasse«. Der ehemalige Entwicklungsbanker scheut nicht vor Tabus zurück. Weniger Geber, deren Hilfe besser koordiniert werden muss, fordert er, und einen Stopp aller Zahlungen, wenn sich Empfängerländer als entwicklungsunwillig erweisen. Und ein Ende kleinkarierter, mit hohem Personaleinsatz betriebener Projektunterstützung, stattdessen Hilfen für den Staatshaushalt (…) (Gaby Mayr, Verklärte Scheinerfolge, in: Das Parlament, Nr. 12-13/2011)

Kurzbeschreibung

Der Autor analysiert, wie der Staat in Ländern Afrikas zu einem Instrument von Machterhalt und Selbstbereicherung verkommen ist und wie die schwache Staatlichkeit Entwicklung und erfolgreiche Auslandshilfe behindert. Gleichzeitig zeigt er, was die Entwicklungshilfeindustrie falsch macht. Andresen liefert hier einen konstruktiven Beitrag zu der kontroversen Debatte über Sinn und Zweck von Entwicklungspolitik. Heute geht es den meisten Afrikanern kaum besser als zum Ende der Kolonialzeit. Häufig werden historische und wirtschaftliche Ausbeutung als Gründe der Fehlentwicklungen genannt. Doch ist Afrika wirklich nur Opfer? Der Autor stellt dar, wie schwache Staatlichkeit und hohe Korruption Fortschritte und erfolgreiche Auslandshilfe behindern, und untersucht, ob die Demokratisierung die Regierungsführung verbessert hat. In oft überraschenden Beispielen aus dem afrikanischen Alltag zeigt der Entwicklungsexperte, wo die Konfliktlinien zwischen afrikanischer Soziokultur einerseits und guter Regierungsführung, Entwicklung und erfolgreicher Entwicklungshilfe verlaufen. Er legt detailliert dar, welche negativen Auswirkungen die massive Abhängigkeit von Auslandshilfe über die einzelnen Vorhaben hinaus oft hat, etwa indem sie den Staat noch zusätzlich schwächt.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein empfehlenswertes Buch 15. März 2011
Von foxy_lady
Wie Andresen an das Thema heranging, nämlich indem er schlechte Politik in Afrika, dortige Werte und Einstellungen, Auslandshilfe und sonstige ausländische Einflussnahme verknüpfte, dürfte auch vielen Experten neue Erkenntnisse bringen. Sehr interessant fand ich den dargestellten Widerspruch zwischen dem überwiegenden Erfolg von einzelnen Entwicklungsprojekten und den unbefriedigenden Gesamtwirkungen von Entwicklungshilfe, und wie der Autor dieses Paradox erklärt. Ein empfehlenswertes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Howard E.
Der Verfasser arbeitet zunächst heraus, dass in den von ihm betrachteten afrikanischen Staaten die Staatsidee westlicher Prägung von Anfang an keinen großen Anklang fand. Es entwickelte sich vielmehr dort ein 'neopatrimonial' genanntes System, in dem Politiker, die Elite, sich nicht dem Wohl des Landes, sondern vornehmlich dem Wohl ihrer Volksgruppe verpflichtet fühlten mit der Folge, dass Entwicklung gebremst oder sogar verhindert wurde. Deutlich wird auch auf den Beitrag, die Mitverantwortung der westlichen Länder an dieser Fehlentwicklung hingewiesen. Der Autor analysiert aber auch in einem überzeugenden Kapitel die bremsende Rolle der afrikanischen Soziokulturen mit ihren Werten und Einstellungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Staaten. In seinem Abriss der Geschichte der Entwicklungshilfe der letzten fünfzig Jahre zeigt er auf, wie einerseits die Entwicklungshilfe erfolgreich einzelne Projekte realisiert hat, andererseits aber diese Hilfe oft zu einer Schwächung des Staates geführt hat mit dem Ergebnis, dass wesentliche positive Effekte der Entwicklungshilfe auf die afrikanischen Staaten aus globaler Sicht nicht zu erkennen sind. Er erläutert neuere Ansätze der Hilfe und scheut sich nicht, den Vorschlag nach einem soziokulturellen Anpassungsprogramm und den Gedanken einer Halbierung der Entwicklungshilfe zu diskutieren.

Fazit: Durch dieses klar gegliederte, gut lesbare Buch gewinnt man neue Einsichten in die Ursachen der bisherigen geringen Effekte der Entwicklungshilfe im Zusammenhang mit der gegebenen afrikanischen Staatlichkeit und erfährt von neuen Überlegungen zur Steigerung der Effektivität dieser Hilfe. Nebenbei gewinnt man ein detailreiches Bild der politischen und soziokulturellen Sitation der Region. Sehr lesenswert, auch für interessierte Laien.
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Gutes Buch 1. März 2011
Von 14789
Manche Leute werden es sicher für politisch unkorrekt halten, dass der Verfasser die Entwicklungsprobleme der Länder südlich der Sahara auch auf Werte und Einstellungen zurückführt, die dort noch immer verbreitet sind. Aber ich finde die Argumentation und die plastischen Beispiele hierfür sehr überzeugend. Es leuchtet mir durchaus ein, dass afrikanische Soziokulturen zur Schwäche des Staates, zur unbefriedigenden Entwicklung und auch zu den geringen Erfolgen von Entwicklungshilfe beitragen. In dem Abschnitt über Entwicklungshilfe hat mir unter anderem gefallen, dass auch die jüngeren Bemühungen der Geberorganisationen, aus früheren Fehlern zu lernen, systematisch beurteilt wurden. Das Buch ist unbedingt zu empfehlen.
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