Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Metallica?Oder doch nicht?, 6. Juni 2003
Diese Rezension bezieht sich bewußt auf den erstmaligen Höreindruck.Diese CD ist anders als alle Metallica-CDs zuvor.Nur Die-hard Metallica-Fans könnten ihre Götter ev.schnell erkennen,jemand,der Metallica nur neben vielen anderen mal zwischendurch hört,wird seine Schwierigkeiten bekommen.Selbst ich,als Fan der 1.Stunde (1983) könnte nicht beschwören,diese Musik auf Metallica zurückzuführen,wenn es denn nicht auf der CD-Hülle draufstehen würde.Also,um direkt zur Musik zu kommen,alles ist sehr gewöhnungsbedürftig.Normale Songstrukturen sind Fehlanzeige (z.B.keine Gitarrensoli),eigentlich jedes Lied ist sehr komplex,mit unzähligen Breaks und/oder Tempiwechsel,das Spektrum reicht von Doomartigen Passagen über heftige Riffattacken bis hin zu Hardcore und Trash,teilweise auch sehr punkig.Man kann es auch nicht direkt mit anderen Gruppen vergleichen,sicher,Metallica erfinden nichts gänzlich neues,aber es ist alles in allem schon ziemlich heavy.Auch an den Sound muß man sich erst gewöhnen,um ihn aber detailliert zu beschreiben fehlt mir die nötige Kompetenz,nur soviel,manche Versatzstücke klingen sehr klar,manche sind sehr dumpf,ebenso wurde mit der Lautstärke einzelner Elemente im Studio herumgespielt.Zum Schluß zur Stimme von James Hetfield.Er passt sich vollends dem Niveau der Musik an,teilweise ist er das einzige,woran man noch Metallica erkennt,andererseits röhrt er aber auch nur wie ein junger Punksänger,alles in allem ganz gut,aber eben gewöhnungsbedürftig.Da es einige Metallica-Alben gibt mit denen ich erst im Laufe der Jahre warm geworden bin (Justice for all z.B. mochte ich anfangs überhaupt nicht ob seines Sounds und seines zähen Stils),glaube ich auch bei diesem,daß es in spätestens einem halben Jahr die volle Punktzahl von mir geben würde,aber den Massengeschmack wird das Album wohl nie treffen,vielleicht zeichnet auch gerade dieses Metallica wieder aus,ihre Plattenbosse werden aber kaum glücklich werden.
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152 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine klare Empfehlung.. und ein Warnung!, 21. Mai 2003
Wer die website der band in den letzten Wochen und Monaten beobachtet hat - und hier besonders den Bereich "Jump In The Studio" - der weiss ungefähr, was ihn mit der neuen Metallica erwartet: Etwas, das Lichtjahre von "Load", "reload" und vor allem dem "Schwarzen Album" entfernt ist und auch mit "Ride The Lightning" und "Kill ém All" nur vage zu vergleichen ist.Metallica und ihr neuer Bassist Rob Tujillo lassen auf St. Anger dermaßen die Sau raus, dass man zeitweise Bands wie Meshuggah, System Of A Down, Slipknot bis hin zu wirklich derben Bolzern wie die göttlichen Napalm Death aus dem Boxen grinsen sieht. Viele Breaks, viele Nackenbrecher-Parts, wenig Solos, vielstimmiger Gesang und überlange, vor schierer Kraft, Hass und Verzweiflung schier zerberstende Songs erwarten uns, die aber auch mal durch etwas leichtfüßigere Teile wie das bereits bei MTV.Icon angespielte "Frantic". Der Titelsong selber - "St. Anger" - ist dann wieder derart wuchtig und verstörend dass man denkt, das Debüt von ein paar 17-jährigen Metal-Rotzlöffeln gekauft zu haben. Alles in allem spricht die derzeitige Position Eins bei Amazon Bände: Alle wollen mit Metallica auf die neue Reise gehen. Und mit was? Mit Recht! Gewarnt seien aber ganz klar die Fans der Metallica-Zwischenphase bzw. frühen Bob Rock-Phase: diese Platte hat mit schnuffigen Rockern wie "Enter Sandman" nichts mehr zu tun. Frühe Fans wie ich (seit 1984, verdammt... ich werde echt alt!!) finden das aber eher gut so... ;)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Metallica sind zurück, 13. Juni 2003
Da ist es also, St. Anger, das neue Metallica-Album. Lange hat es bis zu seiner Veröffentlichung gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt. Im Grunde könnte man es mit drei Attributen beschreiben: laut, schnell, aggressiv. Erklären lässt sich dies durch die Geschehnisse der letzten zwei Jahre (Jason Newsteds Ausstieg, James Hetfields Alkoholprobleme): Da hat sich eine Menge Frust und Wut aufgebaut, die irgendwie kompensiert werden muss. Dies tun Metallica nun mit diesem Album, auf dem sie ihrem Zorn nach allen Regeln der Kunst freien Lauf lassen. Daraus resultiert natürlich ein völlig anderer Sound als auf dem letzten Studioalbum. Es geht wieder deutlich härter (und auch dynamischer) zur Sache als auf Load oder ReLoad (Welche keinesfalls als misslungen oder schlecht zu bezeichen sind.). Das könnte Fans, die durch diese Alben zu Metallica gekommen sind, von diesem Album abschrecken, genauso wie einige alte Metallicafans, die über den neuen Sound meckern. Beim ersten Hören fallen besonders zwei Dinge auf: Es gibt zum Einen kein einziges Solo auf dem Album. So etwas gab es noch nie in der Geschichte Metallicas. Zum anderen die tief gestimmten Gitarren, die zunächst auf Nu Metal Einflüsse schließen lassen könnten. Aber Pustekuchen! Das ist kein Nu Metal, sondern Metallica in Reinkultur, nur wiedereinmal mit einem neuen Soundgewand. Man kann wahrlich sagen, dass Metallica dorthin gegangen sind, wo sie noch nie zuvor waren. Gut so! Jedoch gibt es viele Stimmen, die behaupten, Metallica würden sich der aktuellen Nu Metal Welle anschließen, um kommerzielle Erfolge verbuchen zu können. Quatsch! Das letzte, was St. Anger darstellt, ist ein kommerziell angehauchtes Album. Wenn man sich die Songs ansieht, wird man feststellen, dass es keinen Song mit einer Länge von unter fünf Minuten gibt, im Gegenteil, nicht wenige Songs sprengen locker die Sieben-Minuten-Grenze. Außerdem gibt es keine wirklich radiofreundlichen Songs. Kommerz pur, dass ich nicht lache! Wie schon erwähnt gibt es kein Solo auf dem Album. Das ist für viele ein Grund zum Mäkeln. Dazu kann man nur sagen, dass man sich die Songs des Albums erstmal genau anhören sollte. Da passt doch nirgendwo ein Solo rein!!! Im Gegenteil, Soli würden die meisten Songs nur lächerlich klingen lassen. Doch ein wenig Schatten ist auch vorhanden: Es gibt nicht gerade wenige Textpassagen, die des Öfteren wiederholt werden und so einige Songs scheinbar unnötig in die Länge ziehen. Ok, da hätte weniger manchmal mehr sein können, aber sei's drum, das macht das Album auch nicht wirklich schlechter. Es ist schwer, bestimmte Anspieltipps zu nennen, da alle Songs des Albums komplett eigene Werke darstellen, welche sich während des Hörens zu einem Gesamtwerk zusammenfügen: St. Anger. Man muss das Album als Ganzes bewerten und da bleibt nur ein Ergebnis übrig: KLASSE!!! Es ist übrigens nicht wirklich lohnenswert, sich St. Anger aus dem Internet herunterzuladen, denn das Gesamtwerk hält man erst in Händen, wenn man sich St. Anger im Original kauft. Man bekommt neben dem Album zusätzlich eine DVD, auf der man die Band beim Einspielen der Songs im Proberaum sehen kann und einen Code, mit dem man sich legalerweise bisher unveröffentlichtes Material der Band herunterladen kann. Das alles ohne Preisaufschub! Da sollte sich so mancher Künstler ein Bespiel dran nehmen.Lange Rede, kurzer Sinn: Metallica melden sich nach langer Zeit wieder zurück und präsentieren ein Album, auf dem sie das tun, was sie am besten können: harte und dynamische Musik, die sogar recht tiefgründige Texte bietet. Dabei präsentieren sie ihren Anhängern ein völlig neues musikalisches Outfit, das sich perfekt in die Geschichte Metallicas einzuordnen versteht. Zum Schluss ein Tipp meinerseits: Gebt diesem Album die Zeit, die es benötigt, um seine Wirkung zu entfalten, hört es euch an, gewöhnt euch dran und ihr werdet eine Menge Spaß mit St. Anger haben!
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