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Stürmer für Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fußball und Nationalsozialismus
 
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Stürmer für Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fußball und Nationalsozialismus [Broschiert]

Gerhard Fischer , Ulrich Lindner , Werner Skrentny
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 303 Seiten
  • Verlag: Die Werkstatt; Auflage: 3., Aufl. (1. Juli 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895332410
  • ISBN-13: 978-3895332418
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.793 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerhard Fischer
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Die Zeit, 16.03.2000
Gerade im Hinblick auf den 100. Geburtstag des Deutschen Fußballbundes begrüßt Christoph Dieckmann das Erscheinen dieses Bandes ausdrücklich, habe sich der DFB doch bisher oftmals schwer damit getan, auch die dunklen Seiten in seiner Geschichte etwas genauer zu beleuchten. Wer genaueres über die Instrumentalisierung der Sportler und Fußballclubs während der Zeit des Nationalsozialismus erfahren wolle, wird seiner Ansicht nach mit diesem Buch bestens informiert. Dank der hervorragenden Recherche erfahre man viel über die Sonderrechte der Spieler (sie galten im Krieg lange als "unabkömmlich"), über den Werdegang einiger Spieler (als späterer KZ-Aufseher oder auch KZ-Häftling) und auch über die Grenzen einer politischen Durchdringung der Fußballclubs. Gerade die vielseitige und undogmatische Beleuchtung dieses Themas scheint dem Rezensenten besonders gut zu gefallen. Und nicht zuletzt findet er es durchaus spannend zu lesen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Mit der Machtübernahme der Nazis im Januar 1933 begann auch die Vereinnahmung des populären Fußballsports. Bis heute haben es der DFB und die meisten Vereine versäumt, dieses düstere Kapitel ihrer Geschichte aufzuarbeiten. Erstmals wird darüber nun in einem Buch berichtet: vom Vorzeigeverein Schalke 04, der sechsmal Deutscher Meister wurde; vom 'Judenverein' Bayern München, dessen Vorsitzender im KZ landete; vom ersten jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch, der erst seinen Job verlor und dann sein Leben; von einer deutschen Nationalmannschaft, die vor den Augen des 'Führers' versagte; vom österreichischen Wunderstürmer Sindelar, der für Hitler-Deutschland nicht spielen mochte; und von Sportfunktionären, die sich willig dem Diktat der Nazis unterwarfen und nach dem Krieg ihre Karriere fortsetzten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
„Stürmer für Hitler", ein nicht ganz gelungener Titel für ein interessantes Buch. Die Autoren zeichnen ein Bild der Entwicklung des Fußballs, und anderer Sportarten unter der Herrschaft der Nazis. Obwohl das Kicken aufgrund seiner englischen Herkunft eher verpönt war und sich nicht so gut eignete als Beweis für die Überlegenheit der sogenannten germanischen Rasse, nutzten die Nazis die Popularität des Fußballs in Deutschland auch zur Ablenkung der Bevölkerung in Kriegszeiten. Die faschistisch ausgerichteten Journalisten der deutschen Sportpresse taten ihr übriges, um aus einem Spiel einen Krieg zu machen. So wurde aus dem Mittelstürmer ein "Feldherr der Fußballschlachten" und die bekannte Floskel „über den Kampf zum Spiel finden", ist eine Formulierung aus jener Zeit. Die Nazis machten auch aus dem "Internationalen" den Nationalspieler. Auch der konnte sich in der heutigen Sportsprache halten. Die Mehrheit der Fußballer, ließ sich bewußt oder unbewußt zu Propagandisten der Nazis machen, aber es gab auch die, die sich nicht gleichschalten ließen oder der antisemitischen Hetze folgten. Das Buch zeigt dem Leser ein differenzierteres Bild, der erfährt wie der Arbeitersport verboten wurde, der sich in Zeiten von Nationalismus und Erbfeindideologie um die internationale Begegnung der Völker, auch im Fußball verdient gemacht hat. So spielte 1927 ein Team der Sowjetunion in Deutschland in mehreren Städten auf Einladung des Arbeiter-Turn-und Sportbundes, lange bevor sich erst 1955 offiziell eine DFB-Auswahl mit einer sowjetischen Mannschaft traf. Der DFB selbst, der im Jahr 2000 sein 100jähriges Bestehen feiert, spielte eine opportunistische Rolle. Die Autoren nennen das Verhalten vieler Sportfunktionäre „vorauseilenden Gehorsam". So wurden jüdische und linke Mitglieder bereits Mitte 1933 aus den Vereinen im Vorgriff ausgeschlossen. Die DFB-Führung diente sich den neuen Herren an, um möglichst an die Fleischtöpfe heranzukommen. Nach dem Krieg waren dann die gleichen Herren in den Westzonen schnell in den wichtigsten Posten des "neuen" DFB. Anders in der damaligen sowjetischen Zone, wo Antifaschisten Funktionäre wurden. Eine kritische Aufarbeitung dieser ganzen Zeit hat es beim DFB bisher nicht gegeben. Erst auf Anfrage der Autoren, gab DFB-Sprecher Niersbach bekannt, daß sich die offizielle Chronik des DFB auch mit der Nazizeit beschäftigen werde; auf „15 - 20 Seiten." Man darf gespannt sein wie dies gelingt, braucht das vorliegende Buch doch immerhin fast 300 Seiten für den Gegenstand. Ein lesenswertes Buch, detailliert, mit einer Reihe interessanter Fakten, Namen und Schicksale. Streckenweise ist es allerdings langatmig und Fakten werden wiederholt.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut Lesenswert ! 6. August 2001
Format:Broschiert
Fischer und Lindner,die Autoren dieses Buches,widerlegen hier eindeutig die These vom "unpolitischen DFB".Am Fußball,während der Weimarer Republik zum Massensport avanciert,kamen die Nazis nicht vorbei.Dieses Buch macht deutlich,daß der Völkermord zwar von Nazis erdacht und geplant,aber von Opportunisten durchgeführt wurde und das es jede Menge Opportunisten auch im Fußball gab.Es zeigt mit bitterer deutlichkeit,wie Diskriminierung und Verfolgung anderer, um des eigenen Erfolges willen,hingenommen wurde.Es zeigt auch,das der Mythos Schalke,wenn er denn überhaupt existiert,auf einem Fundament ruht,welches die Verhöhnung des Begriffes fairplay beinhaltet und der "Meister der Schmerzen" ganz wesentlich zur Verlängerung eines verbrecherischen Angriffskrieges und des Völkermords pflichtbewußt seinen Beitrag leistete.
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