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Stücke 3 (Vor dem Ruhestand / Über allen Gipfeln ist Ruh / Der Weltverbesserer / Am Ziel / Der Schein trügt)
 
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Stücke 3 (Vor dem Ruhestand / Über allen Gipfeln ist Ruh / Der Weltverbesserer / Am Ziel / Der Schein trügt) [Taschenbuch]

Thomas Bernhard
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Stücke 3 (Vor dem Ruhestand / Über allen Gipfeln ist Ruh / Der Weltverbesserer / Am Ziel / Der Schein trügt) + Stücke 2 (Der Präsident / Die Berühmten / Minetti / Immanuel Kant) + Stücke 4: Der Theatermacher. Ritter, Dene, Voss. Einfach kompliziert. Elisabeth II: BD 4
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 465 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 11 (26. Juni 1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518380443
  • ISBN-13: 978-3518380444
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 11,1 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 298.005 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der vorliegende Band versammelt jene Stücke Thomas Bernhards, deren Premieren zwischen 1979 und 1984 stattfanden.

Über den Autor

1931
geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35
zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935
Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938
Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943
ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945
katholisches Schülerheim Johanneum

1946
Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947
Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51
in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)
1949
Tod des Großvaters

1956
lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55
freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57
Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956
erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60
Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957
erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958
In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959
die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960
Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963
literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964
Amras; Julius Campe-Preis

1965
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967
Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968
Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969
Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970
Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971
Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972
Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974
Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975
Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident

1976
Der Keller; Die Berühmten

1977
Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978
Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979
Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980
Die Billigesser

1981
Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982
Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983
Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984
Tod Hedwig Stavianiceks
Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985
Alte Meister

1986
Auslöschung; Einfach kompliziert

1987
Elisabeth II

1988
Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)
1989
gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur das Schweigen mißfällt 16. September 2007
Von Polar
Der Band versammelt vier der besten Stücke Thomas Bernhards. In Vor dem Ruhestand setzt er sich mit der Vergangenheit eines ehemaligen unverbesserlichen SS-Offiziers auseinander, der es nach dem Krieg zum Gerichtspräsident gebracht hat und dabei Frau und Schwester zu Himmlers Geburtstag mit seinen Wortgetümen drangsaliert. In Der Weltverbesserer ist nicht nur durch Bernhard Minettis Darstellung zu einer brillanten Komödie in Erinnerung geblieben, es ist auch eine Farce über Ehrungen an sich und das Leben für die Philosophie. In Über allen Gipfeln ist Ruh heißt die Hauptfigur Moritz Meister ist Verfasser einer Tetralogie und dem Irdischen in den Literaturhimmel entschwebt und als viertes Der Schein trügt. Was mancher als Rollenprosa bezeichnen mag, ist die Kunst den Monolog so zu verfeinern, daß er mit sich selbst in den Dialog tritt.

Wer Thomas Bernhards Sprache noch nicht verfallen ist, mag sie sich in seinen Stücken gesprochen vorstellen. Es ist ein Rasen der Wiederholungen, gesprenkelt mit tieferen Einsichten, es ist ein Bespiegeln seines Selbst umgeben von Stichwortgebern. Vor allem sind die Stücke große Tragikkomödien, die lediglich an der Oberfläche unpolitisch erscheinen. Provokant im Privaten wie in der Bloßstellung.
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5 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polygraph
Ich hatte bislang noch nicht das Vergnügen, ein Stück von Thomas Bernhard auf einer Bühne zu sehen; daher kann ich auch nicht beurteilen, wie seine Dialoge im gesprochenen Wort klingen, und ob sich tatsächlich ein gewisser Sprachrhythmus einstellt. Jedoch muss man bei einem Theaterstück auch immer den literarischen Eigenwert bewerten, und der ist bei Bernhards Dramen eher gering.
Wie schon die Figuren in seinen Romanen sind auch Bernhards Bühnencharaktere häufig irgendeiner Form des psychischen oder physischen Verfalls ausgeliefert, und sie sezieren eine kranke, nicht lebenswerte Welt in ewig kreisenden Gedankengängen. Diese Technik hat meiner Ansicht in drei erstklassigen Romanen funktioniert ('Holzfällen', 'Korrektur' und 'Auslöschung'), aber je mehr ich von Bernhard las, umso mehr ging mir diese Technik und die thematische Armut seiner Prosa auf die Nerven; irgendwann kaschierte der Autor seine Einfallslosigkeit mit einer unlesbaren Erzählstruktur und geradezu hysterischer Misanthropie.
In diesem Sinne bieten Bernhards Stücke eigentlich alles, was ihm seine Kritiker vorwerfen: Sie sind dialog- bzw. monologlastig, praktisch ohne Handlungs- oder Spannungsbogen, die Hauptfiguren sind unsympathische und wehleidige Einsiedler, die ihre eigenen Fehler grundsätzlich auf andere schieben und statt Situationen zu beschreiben oder Missstände zu entlarven, polemisiert und pauschalisiert Bernhard gegen was immer ihm gerade zuwider ist.

Es ist da auch kaum sinnvoll, auf einzelne Stücke einzugehen, da sich Bernhards Dramen sowohl inhaltlich, als auch strukturell sehr ähnlich sind: Ich besitze alle 3 Bände von Bernhards Dramen, und obwohl ich nicht jedes einzelne Stück gelesen habe, konnte ich mir doch einen guten Überblick verschaffen. Bernhards Kritik an Österreich und der nationalsozialistischen Vergangenheit des Staates, die bereits schon in seiner Prosa ermüdete, verkommt in seinen Dramen vollends zur Schablone: Bestimmte Sprachbilder kehren ständig wieder, die Kritik kommt nie über Oberflächlichkeiten hinaus; schon in der Minute in der ich die letzte Seite umgeblättert hatte, fiel mir kaum noch ein, was im vergangenen Akt geschehen war.
Thomas Bernhard hat meiner Ansicht nach nur ein wirklich gutes und politisch relevantes Stück geschrieben: Den 'Heldenplatz'. Wenn eines seiner Dramen jemals in einem Theater in meiner Umgebung gespielt wird, dann bin ich mit Sicherheit der erste, der eine Karte kauft: Als Lesestoff sind seine Stücke jedoch weder eine angenehme, noch eine bereichernde Lektüre und mit diesem Fazit kann ich nur jedem geneigten Bernhard-Fan von dem Erwerb dieses Sammelbands abraten.
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