Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen leiden häufig auch an Persönlichkeitsstörungen, wie in dieser Lektüre beschrieben. Sie vertrauen auf Ärzte und Therapeuten deren Kenntnisse von hohem Nutzen sind. Was macht aber der Patient, der durch die Hirnschädigung einen Defekt der Krankheitseinsicht hat und den Arztbesuch meidet, Therapieangebote ablehnt? Davon profitieren Leistungsträger, Krankenkassen und Versicherungen - ein Absurdum der Gesundheitspolitik, die sich strickt gegen das Wohl der Patienten stellt, neuropsychologische Therapieangebote kostenseitig nicht deckt, die Kostenlast den Familien der Betroffenen aufbürdet!
Wann wacht die Politik auf und schafft die notwendigen Voraussetzungen für eine adäquate Versorgung. Nach der hochspezialisierten Intensivmedizin, nach medizinischer und beruflicher Reha folgen unsichere Jahre der Eingliederung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wichtige Ansatzpunkte nennt die Autorin und gibt Hinweise, wie die Probleme gelöst werden könnten. Ein Ratgeber für Angehörige, Betroffene und Fachleute . . . aus Forschung, Medizin und Integration, warum nicht auch Sozialverwaltung und POLITIK?