Ich kann behaupten schon hundert oder mehr Seefahrer Romane oder Piratenbücher gelesen zu haben. Dieses hier ist anders.
Mir gefällt der Kontrast zwischen faktenreicher Schilderung der Hansezeit und der sehr märchenhaften Geschichte. Das die Geschichte eher auf einem Boot als Schiff spielt, finde ich besonders reizvoll. Der Kapitän führt das Schiff, wird aber genauso nass und muss frieren und anpacken wie alle anderen. Obwohl der Held also das Kommando hat, ist er nicht abgehoben sondern mitten drin. Die Fahrten führen entlang der Küste von Bucht zu Bucht und Insel zu Insel, mal ist man Schmuggler oder Pirat, dann wieder muss man aufpassen das man als friedliebender Händler nicht von den Piraten erwischt wird.
Man wechselt also die Rollen wie es das Kräfteverhältniss gerade hergibt. Das ist von den Wikingern bekannt, das es auch auf die Händler der Hanse zutreffen könnte ist für mich ein neuer Gedanke. Darüber würde ich verdammt gerne mehr lesen.
Deshalb erst mal Danke für dieses Buch.