Um es vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist ein großer Gewinn, für mich und für meine Arbeit als Grundschullehrerin. In erster Linie an Therapeuten/innen gerichtet, möchte ich es dennoch jedem ans Herz legen, der mit Kindern in sozialen Einrichtungen arbeitet, allen die Kinder wahr und ernst nehmen.
Vor allem auch durch die vielen Schilderungen aus der Praxis ist es nicht nur ein theoretisches Buch, mit vielen nützlichen Angaben zu Ablauf, Materialien und Einsetzbarkeit. Vielmehr ist es ein Lesebuch, das ich mit Freude und Erkenntnis "in einem Zug" gelesen habe. Armin Kaster hört den Kindern zu und führt durch die Schilderungen der vielen Erlebnisse während seiner Arbeit tief in die Welt der Kinder, lässt staunen, was Kunst mitteilt. Seine Einheiten setzen genau dort an, wo Worte nicht ausreichen. Meine wichtigste Erkenntnis: Es gibt kein "Richtig oder Falsch", eben "UND statt ABER", wie Kaster schreibt. Die Kinder werden in ihren Eigenarten und Besonderheiten ernst genommen, sie können mitteilen, was sie bewegt und durch kreatives Gestalten erproben sie neue Verhaltens- und Sichtweisen.
Das Buch hat eines bei mir erreicht: Weg von den zu erwartenden Ergebnissen im "Kunstunterricht", hin zu kreativen Tätigkeiten, bei denen die Kinder sich mit sich selbst und ihrer Umgebung auseinander setzen können, sich ausdrücken lernen, um gestärkt daraus hervor zu gehen.
Bleibt der Wunsch direkt loszulegen!
MEHR!