Dieses Buch über islamischen Fundamentalismus ist soweit ich das beurteilen kann gut recherchiert und sollte Pflichtlektüre aller für Innen- und Sicherheitspolitik Verantwortlichen sein. Der Autor gibt soweit wie möglich Quellenangaben (Webadressen etc.) an, mit denen sich jeder der möchte, ein Bild vom Umfeld jener Leute machen kann, die sich so gerne im Scheinwerferlicht der Talkshows tummeln, um das Bild der unverstandenen Minderheit oder der Dialogbereitschaft bestimmter islamischer Organisationen und Verbände zu verbreiten. Der Autor polemisiert hier also nicht, er läßt vielmehr diese Leute für sich selbst reden. Wer sich dann mal die Mühe macht, die Web-Archive, egal welcher unserer TV-Polit-Magazine zu durchforsten, wird dann auf viele Dinge und Namen stossen, von denen auch in diesem Buch berichtet wird.
Fazit: Man hätte vieles, was Udo Ulfkotte in seinem Buch recherchiert hat schon lange wissen können. Man muß nur bereit sein genau hinzusehen, anstatt in einer kuscheligen Multi-kulti-Wunschwelt zu verharren, die es nicht gibt. Gut gefällt mir auch, daß in diesem Buch scharf zwischen islamischem Fundamentalismus und dem Islam als Religion unterschieden wird.