Camillo Sitte hat mit diesem Buch ein wahres Meisterwerk geschaffen.
Geschrieben hat er es es als Reaktion auf die Schachbrettartigen Stadterweiterungen der Gründerzeit. Er veruteilt diese und zeigt anhand von Beispielen aus Antike und Mittelalter, wie eine vitale Stadt aussieht.
Dabei schafft er es trotz der wenigen Quellen aus dieser Zeit Muster und Gesetze des Städtebaus der Antike und des Mittelalters herauszuarbeiten und mit den Methoden der Gründerzeit zu vergleichen.
Dabei wird ein ums andere mal ersichtlich wie durchdacht und weitsichtig die Stadtplanungen vergangener Zeiten waren und wie herzlos schon die Stadterweiterungen der Gründerzeit waren. Man mag sich garnicht vorstellen, wie Sitte zu den Planungen der 60er Jahren reagiert hätte.
Einzig seine Überlegungen zum Thema Verkehr sind aufgrund des Alters des Buches nicht mehr aktuell. Erstaunlich, dass alles andere in diesem Werk noch immer alktuell ist.
Alles in allem sollte dieses Buch Pflichtlektüre für angehende Architekten und Stadtplaner sein.