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Rom. "So viele Städte in einer einzigen". Literarische Spaziergänge durch die Hauptstadt der Welt
 
 
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Rom. "So viele Städte in einer einzigen". Literarische Spaziergänge durch die Hauptstadt der Welt [Gebundene Ausgabe]

Claus G Frank
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt DVA (2000)
  • ISBN-10: 393140255X
  • ISBN-13: 978-3931402556
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.431.181 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung


Dichter, Künstler, Schriftsteller beschreiben, erklären und zeigen Rom; ganz eigen, ganz individuell
Claus-Günter Frank, ein Kenner der Stadt und der Literatur, läd Sie ein zu sieben thematisch geordneten und moderierten Spaziergängen durchs (antike, klassische und moderne) literarische Rom. Briefe, Lyrik, Prosa, Romane, Tagebuchnotizen und Reiseberichte von mehr als hundert sehr, mehr und auch weniger berühmeter Dichter, Künstler und Schriftsteller führen zu den Brunnen, Denkmälern, Kirchen, Plätzen, Museen - eben zu allen bestaunenswerten Sehenwürdigkeiten der Stadt - und erklären und preisen alles in lauter schönen, 'originalen' Worten und Bildern.
Dieses Buch will nach Rom ver-führen und die LeserInnen lustvoll auf Rom einstimmen.Claus-Günter Frank, Dr. rer. nat., 1951 in Sigmaringen geboren, Studium der Mathematik, Physik und Wirtschaftswissenschaften in Konstanz, Basel und München, lebt mit seiner Familie seit 1994 in Rom und unterrichtet am dortigen Deutschen Gymnasium.
Eva-Sibylle Klein, 1956 in München geboren, ist leidenschaftliche Wahlrömerin. Sie arbeitet als Freie Fotografin und Malerin und unterrichtet an der Deutshcen Schule in Rom.

Der Autor über sein Buch

ROM
Rom, die Ewige Stadt, ist seit Jahrtausenden Ziel unzähliger Reisender, Pilger und Touristen. Dichter und Denker, Maler und Musiker haben die Stadt am Tiber besucht, hier gelebt und gearbeitet. Der im Tübinger Verlag Klöpfer & Meyer erschienene literarische Führer stellt Auszüge aus ihren Romanen und Berichten sowie ausgewählte Gedichte zu einem Stadtführer zusammen. Wo es notwendig erscheint, werden diese Beiträge durch zusätzliche Informationen ergänzt. Auf sieben genau beschriebenen thematischen Rundgängen gewinnt der Leser mehr als einen oberflächlichen Eindruck von der Siebenhügelstadt.

Bei der ersten Promenade Rom und seine Kaiser lernt der Spaziergänger das antike Rom kennen. Rom und seine Brunnen führt den Besucher, von Brunnen zu Brunnen gehend, die Reize des barocken Roms vor Augen, während er bei Rom und seine Päpste im Vatikan bleibt. Beim folgenden Spaziergang Rom und seine Kirchen besucht der Leser weitere wichtige Gotteshäuser der Stadt und erringt seinen Platz im Himmelreich etwas eher - jedenfalls wurde das den Pilgern früherer Zeiten versprochen, deren Spuren wir folgen. Rom und seine Gräber - ein trauriges Sujet, aber ein schöner Rundgang - führt vom Vatikan bis zur Via Appia Antica. Dichter, Künstler und der früher weltberühmte römische Karneval stehen im Mittelpunkt des vorletzten Rundganges Rom und seine Poeten und schließlich zeigt uns Rom und seine Nächte die Stadt von einer anderen Seite. Der besondere Reiz dieses literarischen Führers liegt darin, daß Erklärungen und Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten aus Romanen, Reiseberichten, Briefen und Gedichten bekannter und weniger bekannter, zeitgenössischer und lange verstorbener, zumeist aber deutschsprachiger Autoren stammen. Fragen werden angeschnitten, Meinungen vertreten und Zusammenhänge aufgezeigt - oft subjektiv, aber meist interessant und gelegentlich auch amüsant.

Dem Leser, der Wert auf detaillierte Fakten legt, sei als Ergänzung der Kauf eines Reiseführers oder der überall vor Ort erhältlichen hervorragend gemachten und relativ preiswerten Themenbände der Soprintendenza Archeologica di Roma, die oft auch auf Deutsch erhältlich sind, empfohlen. Es liegt aber in der Natur der Sache, daß sich auch ein Reiseführer bei einem so vielfältigen und komplexen Gebilde wie der Ewigen Stadt auf eine unvollständige, oft vereinfachte Darstellung der Tatsachen beschränken muß. Dieser literarische Führer legt Wert auf Atmosphärisches und ist deshalb auch für das virtuelle Reisen im Winter vor dem knisternden Kamin - im Idealfall - oder neben dem warmen Heizkörper - im Normalfall - gut geeignet. Zu jedem Spaziergang gehört eine Übersichtskarte, um ihn geographisch einordnen zu können. Die Beschreibung der Routen ist so präzise, daß man sich ohne Stadtplan auf den Weg machen könnte. Zweckmäßig ist seine Anschaffung trotzdem. Für die meisten Rundgänge würde ein Tag ausreichen - allerdings hätte man dann wenig davon. Möchte man die am Weg liegenden wichtigsten Museen besuchen, sollte man auf jeden Fall mehr Zeit einplanen. Noch immer sind die Öffnungszeiten von Museen und Kirchen nicht völlig durchschaubar. Als Faustregel kann aber gelten, daß staatliche und städtische Museen montags, die Vatikanischen Museen sonntags geschlossen sind. Die „großen" Kirchen sind durchgängig zu besichtigen, während die anderen meist in der Mittagszeit schließen und erst am Spätnachmittag wieder öffnen. Für einige Institutionen, die eine Vorbestellung verlangen, wird die zur Zeit der Drucklegung gültige Telefonnummer im Text angegeben. Ansonsten sei auf das Internet verwiesen. Wichtige Adressen für Rom sind: Site der Stadt Rom oder Klassische Philologie Uni Muenchen . Waiblinger Romweb oder Roma 2000 oder www.dcs.it/roma oder Uni Erlangen oder PiuItalia . Für den Vatikan sei Christus Rex empfohlen.

Bei der Auswahl der Texte wurde darauf geachtet, daß zwischen Gedichten und Prosa, Reiseberichten und Romanen, älteren, neueren und neusten Autoren ein gewisses Gleichgewicht gewahrt blieb. So reicht die Skala von Gotthold Epharim Lessing und Johann Wolfgang Goethe über Conrad Ferdinand Meyer und Gerhart Hauptmann bis zu Max Frisch und Uwe Johnson. Nicht fehlen dürfen natürlich Franz Grillparzer, Friedrich Hebbel, Theodor Fontane, Heinrich und Thomas Mann, Georg Heym, Peter Huchel, Günter Eich, Robert Gernhardt und über hundert andere. Über 60 Fotografien wählte Eva Sibylle Klein, die während ihres siebenjährigen Aufenthaltes in Rom die Stadt häufig mit der Kamera durchstreifte, zumeist aus ihrem großen Fundus aus. Sie zeichnete auch die Übersichtskarten.

Seit Jahren stöhnen die Römer über die Gerüste vor vielen Gebäuden, verhängte Fassaden und ein Verkehrschaos durch eine baustellenbedingte täglich wechselnde Verkehrsführung. Bis zum Heiligen Jahre 2000 wird - hoffentlich - alles fertig sein: die Gerüste verschwunden, die Fassaden vom Staub der letzten Jahrhunderte gereinigt, längst vergessene Museen wieder zugänglich, das Nahverkehrssystem effizient ... Parkplätze wird es allerdings auch dann im Centro Storico nur wenige geben - um so besser. Rom freut sich auf Ihren Besuch und hat ihn verdient! Auf Wiedersehen in der Ewigen Stadt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rom literarisch 2. Juli 2000
Von Ein Kunde
"Eine Welt zwar, bist du, o Rom", heisst es am Anfang von Goethes "Römischen Elegien", doch ohne die Liebe / Wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom." Was erwartet also den Leser eines Stadtführers, der sich durch das Epitheton "literarisch" von der ausufernden Masse herkömmlicher Rom-Führer unterscheidet? Drei Gesichtspunkte seien hervorgehoben: Da ist zunächst und vor allem die große Bedeutung des Atmosphärischen, denn auf 7 thematischen Spaziergängen von der Antike über das Barock bis in die Moderne, die dem Leser angeboten werden, entfaltet sich Schritt für Schritt die Aura Roms im Spiegel literarischer Impressionen: Sei es, dass man mit den Augen der Hauptfiguren aus Max Frischs "Homo Faber" von einem Grabhügel in der Via Appia in Richtung Tivoli blickt (auf dem Spaziergang "Rom und seine Gräber") oder dass man zusammen mit Siegfried Pfaffrath aus Wolfgang Koeppens Roman "Der Tod in Rom" durch die Via del Lavatore schlendert (im Kapitel "Rom und seine Brunnen"). Der Reiz dieser Betrachtungen besteht nicht nur in der besonderen Wahrnehmungsweise des poetischen Blicks, sondern auch im permanenten Vergleich zur Erfahrungssituation des heutigen Rombesuchers: Erlebt der Betrachter im Jahr 2000 die magischen Orte der Stadtlandschaft wie Piazza Navona, Campo de'Fiori oder Fontana di Trevi ähnlich wie Goethe und Karl Philipp Moritz, Ingeborg Bachmann und Marie Luise Kaschnitz, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud, oder hat sich die Atmosphäre dieser Orte verändert? Hat die Stadt noch die Ausstrahlungskraft des "Saget Steine mir an, o sprecht ihr hohen Paläste", wie es Goethe im Eingangsvers der "Römischen Elegien" formulierte? Ein weiterer Unterschied zu herkömmlichen Stadtführern liegt in der Vielfalt der Perspektiven, die der vorliegende Führer eröffnet, paradigmatisch und unübertroffen formuliert im Titel von Rolf Dieter Brinkmanns Tagebuch "Rom-Blicke". Naturgemäß herrscht in der Stadt der 7 Hügel die panoramatische Aussicht vor, der - zumeist schwärmerische - Blick vom Kapitol oder vom Palatin, vom Pincio oder vom Gianicolo, aber auch den entgegengesetzten Blick aufs vergleichsweise winzige Detail gibt es, en passant zwar, aber voller Nachhaltigkeit, und nirgends so schwermütig und melancholisch wie angesichts der Grabinschriften auf dem Protestantischen Friedhof in der Nähe der Cestius-Pyramide. Kaum ein literaturkundiger Besucher kommt denn auch ohne tiefgründige Reflexion an John Keats Epitaph vorbei: "Here lies One / Whose Name was writ in Water". Und so gehören die Kommentare zu diesen Zeilen, oft selbst in poetischer Form, zum Eindrucksvollsten, was der literarische Stadtführer zu bieten hat. Neben Atmosphäre und Blickwechsel zählt noch ein drittes Element zu den Vorzügen dieser poetischen Streifzüge durch Rom: Gemeint ist die Vielfalt der Stile und Tonhöhen. Wenn ein konventioneller Stadtführer gemeinhin die einzelnen "Sehenswürdigkeiten" in ein und derselben ermüdenden Tonlage oft staubtrocken abhandelt, so wechseln hier ständig die Sprechweisen. Zwar herrscht unter den Texten von über 120 Schriftstellern, Künstlern, Philosophen und Wissenschaftlern der hohe Ton vor, das Schwärmerische, Hymnische und Elegische, wie etwa in Nietzsches "Nachtlied", doch gibt es glücklicherweise zum Ausgleich des enthusiastischen Überschwangs auch eine Reihe frecher, respektloser und unprätentiöser Texte einer jüngeren Schriftstellergeneration im niederen Stil. Robert Gernhardt, Jürgen Theobaldy, Frank-Wolf Matthies und v.a. Rolf Dieter Brinkmann (in seiner "Hymne auf einen italienischen Platz") heben in ihren Gedichten auch "Sehenswürdigkeiten" ins Bewusstsein, die landläufig nicht als solche gelten. Auch die wahrlich nicht geringen Tücken des römischen Alltags, beispielsweise im Supermarkt, auf der Post und in der Bank sind bevorzugte Objekte der "Jungen Wilden", dargestellt in Slapstick-Manier und mit beißender Ironie, man lese nur Uwe Timms wunderbare Geschichte über den Versuch einer Kontoeröffnung in einer römischen Bank. Dieser literarische Romführer hat also, neben der ernsten "Memento mori"-Atmosphäre in Katakomben, Gruften und Schädelstätten, auch durchaus seine amüsanten Seiten, und auch dem Autor selbst, der mit sachkundiger Souveränität die einzelnen Spaziergänge arrangiert und das Netzwerk zwischen den literarischen Stationen kunstvoll geknüpft hat, ist Ironie durchaus nicht fremd: Da wird schon hin und wieder verschmitzt gewarnt vor einem didaktisch hervorragend eingerichteten, aber todlangweiligen Museum, einer wunderschönen, aber hässlich verbauten Aussicht oder vor einer allzu übersteigerten Erwartung an die berühmte Tasso-Eiche. Bleibt zu erwähnen, dass jeder der 7 Spaziergänge durch eine übersichtliche Skizze genau dokumentiert und durch einen Anmerkungsteil abgeschlossen wird, der nicht nur die zitierten Texte verifiziert, sondern auch nützliche Telefonnummern (z.B. für Reservierungen) verzeichnet. Zur Benutzerfreundlichkeit trägt auch das ansprechende Druckbild bei, das zudem durch zahlreiche den Text kommentierende Schwarzweissfotografien aufgelockert wird. Ein Register der einschlägigen Monumente sowie eine Liste der Schriftsteller, die sich in Rom aufhielten, schließen den Band ab.
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