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Sri Aurobindo oder Das Abenteuer des Bewußtseins
 
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Sri Aurobindo oder Das Abenteuer des Bewußtseins [Taschenbuch]


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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In seinem bekanntesten Werk führt Satprem uns auf eine methodische Erforschung von Sri Aurobindos Yoga. Er überrascht durch seine Fähigkeit, auch feinstverwobene Konzepte einfach und nachvollziehbar darzulegen. Mit ihm entdeckt man die Tugenden der mentalen Stille, die unsichtbaren Bewusstseinsstufen oberhalb des Intellekts und die vielen Wesensteile, die uns ausmachen. Alle unsere unbekannten Möglichkeiten werden vor unseren Augen lebendig, und vor allem wird verständlich, wie diese ungenutzten Fähigkeiten Auswirkungen auf unser alltägliches Leben haben, es von innen heraus verändern können, und wie Sri Aurobindos Erfahrung schließlich zu einer "göttlichen Rehabilitierung der Materie" führt.
"Wir haben die Göttlichkeit der Materie negiert und sie allein auf unsere heiligen Stätten verbannt, und dafür rächt sie sich jetzt - wir nannten sie grob und ungehobelt, und das ist sie auch. Solange wir dieses Ungleichgewicht tolerieren, gibt es keine Hoffnung für die Erde. Wir schwingen von einem Pol zum anderen genauso falschen, von materiellem Genuß zur spirituellen Entsagung, ohne jemals die wahre Erfüllung zu finden. Wir brauchen sowohl die Robustheit der Materie als auch die frischen Wasser des Geistes... Doch nun mag die Zeit gekommen sein, die Mysterien zu entschleiern, seien sie vedisch, orphisch, alchemistisch oder katharisch, und die vollkommene Wahrheit der beiden Pole zurückzuerobern innerhalb einer dritten Position, die weder die des Materialisten noch jene des Spiritualisten ist."Das Zeitalter der Abenteuer ist vorbei.
Selbst wenn wir uns bis in die siebente Galaxis begeben, so tun wir das computergesteuert und in einen Raumanzug gewickelt; und nichts ändert sich, wir stehen genauso da wie zuvor: als hilflose Kinder im Angesicht des Todes, als Lebewesen, die sich nicht recht sicher sind, warum und weshalb sie eigentlich leben und wohin es wirklich geht. Was die Erde betrifft, wissen wir nur zu gut, daß die Zeiten eines Cortez oder Pizarro Vergangenheit sind: die gleiche alte Maschinerie erdrückt uns; die gleiche alte Mausefalle steht allenthalben bereit einzuschnappen. Doch wie immer stellt es sich heraus, daß unsere schlimmsten Schwierigkeiten unsere größten Möglichkeiten sind und daß die obskure Übergangszeit, die wir gegenwärtig durchleben, doch nur eine Übergangszeit ist, die zu einem größeren Licht führt. Wir stehen vor einer Wand, am Beginn der letzten Entdeckungsreise, dem letzten Abenteuer, das uns noch bleibt: der Erkundung unserer selbst.Satprem wurde 1923 in Paris geboren. Den besten Teil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen KZs. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Sri Aurobindo, der verkündet hatte: "Der Mensch ist ein Übergangswesen". Daraufhin verließ er seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Südamerika und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete.
Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Bewußtsein der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte.

Autorenportrait

Satprem wurde 1923 in Paris geboren. Den besten Teil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen KZs. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Sri Aurobindo, der verkündet hatte: "Der Mensch ist ein Übergangswesen". Daraufhin verließ er seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Südamerika und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete.
Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Bewußtsein der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte.

Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort:

Das Zeitalter der Abenteuer ist vorbei.

Selbst wenn wir uns bis in die siebente Galaxis begeben, so tun wir das computergesteuert und in einen Raumanzug gewickelt; und nichts ändert sich, wir stehen genauso da wie zuvor: als hilflose Kinder im Angesicht des Todes, als Lebewesen, die sich nicht recht sicher sind, warum und weshalb sie eigentlich leben und wohin es wirklich geht. Was die Erde betrifft, wissen wir nur zu gut, daß die Zeiten eines Cortez oder Pizarro Vergangenheit sind: die gleiche alte Maschinerie erdrückt uns; die gleiche alte Mausefalle steht allenthalben bereit einzuschnappen. Doch wie immer stellt es sich heraus, daß unsere schlimmsten Schwierigkeiten unsere größten Möglichkeiten sind und daß die obskure Übergangszeit, die wir gegenwärtig durchleben, doch nur eine Übergangszeit ist, die zu einem größeren Licht führt. Wir stehen vor einer Wand, am Beginn der letzten Entdeckungsreise, dem letzten Abenteuer, das uns noch bleibt: der Erkundung unserer selbst.

Die Zeichen mehren sich, und ihre Bedeutung liegt auf der Hand. Das bemerkenswerteste Phänomen der sechziger Jahre ist nicht der Trip zum Mond, es sind vielmehr die "Trips" auf Drogen, die weltweiten Studentenunruhen und die Hippy-Bewegung - wohin aber um alles in der Welt könnten sie noch führen? Es gibt keinen Platz mehr auf unseren überfüllten Stränden und keinen Platz mehr in den wachsenden Ameisenhaufen unserer Städte. Der Ausweg liegt anderswo.

Doch es gibt verschiedene Arten von "Anderswo".

Jene der Drogen sind unsicher und voller Gefahren, vor allem aber sind sie abhängig von äußeren Mitteln - es sollte möglich sein, eine Erfahrung willentlich und an gleich welchem Ort zu machen, inmitten eines Einkaufszentrums ebenso wie in der Zurückgezogenheit des eigenen Zimmers, denn ansonsten ist es keine Erfahrung, sondern lediglich eine Anomalie oder eben eine Abhängigkeit.

Jene der Psychoanalyse sind bis jetzt beschränkt auf einige schlecht erleuchtete Kellergewölbe des Unterbewußtseins, vor allem jedoch fehlt ihnen der Hebel des Bewußtseins, der es einem erlaubt, sich frei zu bewegen und Herr seiner selbst zu sein, anstatt sich in die Rolle eines hilflosen Zeugen oder eines Patienten versetzt zu sehen.

Jene der Religion sind eher erleuchtet, aber auch sie sind abhängig von einem Gott oder einem Dogma, vor allen Dingen aber schränken sie uns auf eine Art von Erfahrung ein, denn es ist schließlich genauso gut, ja sogar eher möglich, Gefangener anderer Welten wie Gefangener dieser Welt zu sein.

Letztlich bemißt sich der Wert einer Erfahrung an ihrer Kapazität, das Leben zu verändern, ansonsten ist sie nichts als eine eitle Sinnestäuschung oder ein vergeblicher Traum.

Mit Sri Aurobindo gelangen wir zu einer doppelten Entdeckung, deren wir dringend bedürfen, wenn wir nicht nur einen Ausweg aus dem erstickenden Chaos, in dem wir leben, finden, sondern auch unsere Welt verändern wollen. Folgen wir ihm Schritt für Schritt auf seiner außerordentlichen Forschungsreise - seiner Technik, innere Räume zu erschließen, wenn man so will -, so stoßen wir auf die wichtigste aller Entdeckungen, auf das Große Geheimnis, welches das Gesicht der Welt verändern wird. Es besteht darin zu erkennen, daß Bewußtsein eine Macht ist. Hypnotisiert von den "unumstößlichen" Naturgesetzen, die den modernen Menschen seit seiner Geburt einmauern, glaubt er, daß seine alleinige Hoffnung in der ständig zunehmenden Herstellung und Verbreitung von Maschinen liegt, welche besser sehen, besser hören, besser rechnen, besser heilen können als er - und die schlußendlich vielleicht sogar besser leben werden als er. Zuerst müssen wir der einfachen Tatsache wieder gewahr werden, daß wir mehr können als all unsere Maschinen und Apparate und daß gerade diese gewaltige Maschinerie, die uns erdrückt, ebenso schnell zusammenbrechen kann, wie sie erbaut wurde, vorausgesetzt, wir ergreifen den Hebel wahrer Macht und erkunden unser eigenes Herz, so wie es umsichtige und planvolle Forscher tun würden.

In diesem Falle machen wir vielleicht die überraschende Entdeckung, daß unser prächtiges 20. Jahrhundert kaum mehr ist als ein Steinzeitalter der Psychologie, daß wir, trotz all unserer Wissenschaft, noch nicht auf die wahre Wissenschaft des Lebens gestoßen sind, auf die wirkliche Beherrschung der Welt und unserer selbst, und daß sich vor unseren Augen Horizonte der Vollkommenheit, Harmonie und Schönheit öffnen, im Vergleich zu denen sich unsere stolzesten Entdeckungen und Erfindungen wie krude Dilettantismen eines Lehrjungen ausnehmen.

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