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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen183
4,5 von 5 Sternen
Plattform: Xbox 360|Version: Standard|Ändern
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Ich persönlich war ja nie ein wirklich großer Fan der alten Tomb Raider-Games. Um so mehr erstaunten mich damals bereits erste Bilder der Neuumsetzung und vor allem die Richtung, die die Entwickler einschlugen, gefiel mir unheimlich gut. So, und nun rotiert Tomb Raider mittlerweile seit einigen Tagen in meinem Laufwerk, deshalb hier mal kurz meine Eindrücke zum Game.

--- PRO ---

+ Die Story macht, um das gleich mal vorweg zu nehmen, richtig was her. Keine Längen, kein unnötiges Gedöns, nüscht. Das Storytelling begeistert, ist packend und wartet neben interessanter Charaktere vor allem immer wieder mit deftigen Spannungsmomenten und geheimnisvollen Ereignissen auf. TR ist auch durchweg motivierend, denn die Spannungskurve steigt kontinuierlich an.

+ Die Inszenierung gleicht meist einer Blockbusterproduktion. Egal ob wilde Rutschpartien durch enge Höhlen, knackige Fluchtsequenzen oder tiefe Stürze von großer Höhe mit Quicktime-Einlagen. Im Bereich der Inszenierung wird hier ganz klar geklotzt und nicht gekleckert und auch mit gut gemachten Kameraperspektiven geizen die Entwickler nicht. Dennoch driftet das ganze nie ab und bleibt stets ein spannend-packend-sauber-portionierter Abenteuertrip, der zudem immer durch eine grandiose Atmosphäre glänzt.

+ Das Gameplay lässt sich wohl am besten mit Uncharted vergleichen und geht locker flockig in Fleisch und Blut über. In bester 3rd-Person-Manier streift man mit Lara durch die Gegend und klettert, springt und schießt sich mit Pistole etc. durch die unterschiedlichsten, mal weitläufigen, mal auch schlauchigen Gebiete. Toll ist auch, das sich Lara zum Beispiel selbstständig duckt und so hinter Objekten in Deckung geht, sollte es die Situation (wenn Gegner in der Nähe sind) verlangen. Zudem beherrscht sie Ausweichmanöver um gegnerischen Angriffen zu weichen und diese zu Kontern und auch das lautlose Töten erlernt sie im Laufe der Spielzeit.

+ Tomb Raider bietet recht viele Zwischen-Sequenzen welche gut gemacht sind und dem Spiel viel Leben einhauchen.

+ Was mir auch spätestens seit Uncharted immer richtig gut gefällt ist, wenn der Spielcharakter nicht nur seine Bewegungen an die jeweilige Situation anpasst (z.B. Hinken wenn man verletzt ist oder die Wand berühren, wenn man diese streift), sondern wenn der Akteur oder wie in diesem Fall die Akteurin, auch mal redet bzw. sich akustisch zur jeweiligen Situation äußert und nicht nur stumm durch die Gegend wandert. Lara überzeugt mich hier durchweg positiv, denn sie quasselt gerne mal in Gedanken mit sich selbst, erinnert sich auch mal an ihre vergangenen Trainings bzw. Ereignisse und das unterstreicht den ganzen Ausflug neben der grandiosen Szenerie und dem ganzen TamTam durch tolle Stimmung und Authentizität.

+ Grafisch sieht Tomb Raider einfach nur fantastisch aus, und das in jeglichen Bereichen. Die Spielwelt wirkt Optisch unglaublich stimmig und wird stets durch starke Licht,-Partikel und Schatteneffekte begleitet. Und vor allem Feuer oder Regen wirken sehr realistisch animiert. Und auch die Mimik kann sich sehen lassen - Emotionen werden gut rüber gebracht.

+ Was heutzutage und spätestens seit Far Cry 3 und Crysis 3 ja nicht mehr in einem Shooter fehlen darf, ist ein Bogen als Waffe. Das wissen natürlich auch die Macher von TR und spendieren der guten Lara als erste Primärwaffe...ja dreimal dürft ihr raten. Doch egal wie aberwitzig ich das Phänomen "Bogen" mittlerweile auch finde, es macht mir jedenfalls auch in TR immer wieder aufs neue unheimlich viel Spaß, mit eben jenem uralt-Jagdwerkzeug durch die Spielwelt zu streifen und damit nicht nur auf Tierfang zu gehen, denn auch in Tomb Raider ist der Bogen eine nicht zu verachtende, lautlos-tödliche Waffe gegen die Gegner.

+ Was in TR natürlich auch nicht fehlen darf, sind Tiere, die neben dem Bogen mittlerweile ebenfalls der letzte Schrei in Shootern zu sein scheinen. Und schön ist auch, wenn man die Tiere welchen man in der Wildnis begegnet, nicht nur anglotzen, sondern auch erlegen kann. Und noch viel schöner ist es, wenn das Erlegen der Vierbeiner auch noch einen Nutzen hat, und das ist hier der Fall. So könnt ihr z.B. Hirsche oder Hasen jagen, um Erfahrungspunkte zu sammeln und die gute Lara so aufzuleveln. Doch Vorsicht, nicht jedes Tier stellt sofort ein Opfer dar.

+ Das Element Feuer spielt in Tomb Raider eine nicht zu verachtende Rolle, was mir gut gefällt. Hier hat Lara zum Beispiel immer eine Fackel parat, welche ihr an Feuerstellen (oder später auch selbst) entzünden könnt, um euch unter anderem in der Dunkelheit zu orientieren, Aktionen auszuführen oder an Sammelbares heran zu kommen. Nett: Läuft man durch einen Wasserfall, geht die Flamme aus - schön das an so etwas gedacht wurde. Und auch sonst ist das physische Spiel mit dem brennenden Element ne feine Zusatz-Idee.

+ Das Aufleveln gefällt mir in TR auch super gut. Hier gibts zum einen Erfahrungs-bzw. Fähigkeitspunkte, welche in drei übersichtliche Kategorien (Überlebender, Jäger, Kämpfer) investiert werden und Laras Können widerspiegeln, so z.B. Schmerztoleranz, Überlebenskunst oder auch Plünderung. Hier gibt es echt viele Möglichkeiten und man ist ne ganze Weile damit beschäftigt. Zum anderen gibt es auch noch Materialien durch das Plündern von Kisten usw, mit welchen wiederum Waffen und Werkzeuge verbessert werden können, beispielsweise ein größeres Magazin fürs Gewehr oder ähnliches.

+ Die Spielwelt respektive Insel ist in meinen Augen ein riesengroßer Abenteuerspielplatz, wie es ihn schon lange nicht mehr gab. Die Kulissen sind unheimlich Facettenreich und stellenweise recht weitläufig, bieten architektonisch ordentlich Abwechslung, warten zudem immer wieder mit Wow-Momenten auf und sind stets stimmungsvoll mit Licht, Schatten, Wandmalereien, Kerzen, Regen oder auch heftigen Stürmen (die ich persönlich noch nie so gut in einem Game gesehen habe) unterlegt. Von der sonnenerstrahlten Wildnis bis hin zur blutigen, dunklen Höhle ist hier quasi alles dabei. Zudem gibt es wirklich eine ganze menge Kram in der Welt zu entdecken und zu sammeln, wie etwa Kisten, Truhen, Tagebücher, Notizen, Artefakte und sogar Gräber, welche es zu erkunden gilt. Hier haben die Macher in jedem Fall ziemlich gute Arbeit geleistet und für ordentlich Langzeitspaß und Motivation gesorgt.

+ Womit ich auch beim nächsten Thema wäre, der Spielzeit. Mittlerweile kann man sich ja leider nicht mehr sicher sein, was man noch für sein Geld in solch einem Game an Spielzeit bekommt. Schon gar nicht, wenn das Spiel auch noch einen Multiplayer-Modus beinhaltet. Bei Tomb Raider fällt mein Fazit dies bezüglich jedoch durchweg positiv aus. Für den ersten Durchgang habe ich rund 12 Stunden benötigt, mit Welt anschauen, hier und da einige Ecken erforschen, Tiere jagen etc. pp. Und dabei noch nicht einmal alles entdeckt.

+ Kein HUD, sprich keine permanenten Anzeigen auf dem Display, wie eine Karte, Munition etc. Gefällt mir gut!

+ Die Soundkulisse ist sehr gewaltig und vermittelt (wie etwa bei Stürmen und Regenschauern) stets ein starkes Mittendrin-Feeling und auch der Soundtrack ist nicht zu verachten. Sehr stimmungsvoll und gut platziert.

+ Die Synchronisation ist in meinen Augen gut geworden und Sprecherin Nora Tschirner (bekannt aus KeinOhrHasen) macht nen sauberen Job. Sie wirkt recht glaubhaft, authentisch und passt Stimmlich toll zur jungen Lara.

+ Apropos junge Lara: Die fetzt in meinen Augen. Sie ist nicht nur endlich mal normal geformt wenn ihr wisst man meine, nein sie ist auch endlich mal normal im Umgang mit der Situation die sie durchlebt. Kurz, sie ist sehr menschlich in ihrem Verhalten. Sie stößt oder verletzt sich und schreit dabei häufig sogar, sie wird schmutzig und blutet was sehr geil umgesetzt wurde, sie entschuldigt sich beim ersten Tier das sie aus Not tötet und so weiter und so weiter. All das wirkt einfach nur super sympathisch und macht aus der neuen Lara Croft einen jungen, modernen, nahbaren Videospielcharakter, den ich persönlich gerne durch sein Abenteuer führe respektive begleite.

+ Überall in der Spielwelt sind so genannte Lager (Lagerfeuer) verteilt, an welchen man rasten und sein Equipment bzw. seine Fähigkeiten aufleveln kann. Zudem dienen die Lager als Schnellreise-Punkte die auf der großen Karte angewählt werden können, um bereits besuchte Orte noch einmal zu erkunden.

+ Sämtliche Dokumente oder gefundene Artefakte werden neben einem eingeblendeten Text auch via Sprachausgabe wiedergegeben. Eine wirklich geile Idee der Macher, denn ich persönlich bin zum Beispiel absolut kein Fan von ellen langen Texten in Videogames.

+ Die KI ist, vor allem aus der Distanz mit all den Mollis und Bomben die sie werfen, recht fordernd. Im Nahkampf schwächeln sie zwar hin und wieder, aber das ist in meinen Augen zu verschmerzen.

+ Lara beherrscht eine Instinktfunktion, mit welcher die Spielwelt in Schwarz-Weiß getaucht wird und wichtige Objekte wie Sammelbares oder Gegenstände die Aktionen ausführen in Gold, und Feinde in Rot hervorgehoben werden. Eine nette Hilfe, wenn man mal nicht weiter weiß oder einfach nur Objekte aufspüren möchte.

--- NEUTRAL ---

: Die physischen Rätsel die im Game vorkommen sind zwar meist gut gemacht, aber auch recht selten vor zu finden, und das ist schade.

--- CONTRA ---

- Das einzige was mir an Tomb Raider wirklich nicht gefällt sind einige Quicktime-Events, welche bei einmaligen Scheitern häufig zum sofortigen Ableben führen. Das kann unter Umständen richtig nerven weil man einfach nur eine Chance hat die Situation zu meistern. Aber dafür sind die Speicherpunkte immerhin fair gesetzt.

--- SONSTIGES ---

- Kein Splitscreen
- Stylisches Menü
- Die Insel ist nach dem Durchspielen weiterhin begehbar
- 3 Schwierigkeitsgrade (kann auch während des Spiels geändert werden)

FAZIT:
In meinen Augen ist das hier ein Neustart wie er nicht besser hätte ausfallen können. Modern, Jung, frisch, unterhaltsam wie ein guter Film und mit ordentlich Spielzeit garniert. Oben drauf gibts ne tolle Optik, klasse Charaktere mit Tiefgang (allen voran Lara selbst), was auch für die Dialoge gilt, viel viel Spannung, eine fantastische Spielwelt mit teils sehr düsteren Kulissen und eine Dynamik in der Szenerie, Spiel-und Erzählweise wie es nur selten bei dem Umfang gelingt. Hier passt bis auf eine Ausnahme für meinen Geschmack einfach alles und Tomb Raider ist für mich persönlich der erste richtig große Überraschungshit in diesem noch jungen Jahr und der Weg für eine vielversprechende neue Spielserie ist in jedem Fall geebnet, von daher wohl verdiente 5 Sterne.
1212 Kommentare|71 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2013
Hach waren das noch Zeiten mit der PS1. Stundenlang eine Lara Croft durch damals fantastische Levels laufen, klettern und kämpfen lassen. Dazu zwar nur eine Handvoll Gegner aber die Rätsel waren ja das Herausfordernde.

Und jetzt? Neustart. Und gelungen? Auf jeden Fall.
Ich hätte nie für möglich gehalten, was aus der guten alten Lara geworden ist. Verletzlich und ängstlich und auf irgend eine Art immer noch erotisch (auch ohne dicke Hupen)

Ein fesselnder Einstig und man leidet erst mal 10 Minuten mit der Lara so sehr, das man schon sich selber bei ertappt, wir man zischend die Luft einatmet und denkt AUA.
Und dann geht die Story los und sieht die Grafik und staunt, was die Entwickler aus der Box noch rauskitzeln konnten. Fazinierend würde Spock sagen :)

Ich möchte auch nicht viel spoilern aber eine Sache hat mich sehr beeindruckt. In der Mitte des Games rutscht Lara in einen unterirdisches Flussbett voll mit Blut um Ihren Gegnern zu entkommen. Wo Sie dann langsam auftaucht und nur Ihr Kopf zu sehen ist, ängstlich und voller Blut habe ich nur gedacht: Leck mich am Arsch ist das Game krass.

Fazit: Top Grafik, Top Syncro, Top Kameraführung. Multiplayer kurz angespielt, nett aber nicht weltbewegend. Für mich ist Tomb Raider immer noch ein Singleplayer und der Neustart ist den Entwicklern ausgezeichnet gelungen. Für mich DAS Spiel des Jahres.
22 Kommentare|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wer nicht die Geduld oder Zeit aufbringen kann bzw. möchte, die doch recht ausführliche Rezension zu lesen, hat die Gelegenheit auch gleich unten, unter "Gesamt-Fazit", weiterzulesen.

Wer hätte gedacht, das Lara doch noch den Sprung in die gamerische Neuzeit schafft. Mit leichtem Unbehagen, welches auf die letzten beiden Teile zurückzuführen ist, und die mich nur bedingt überzeugten, habe ich meine Konsole mit diesem Game gefüttert, und wartete auf das, was da kommen mochte.

Da ich alle Teile im Original als Retail-Version besitze, und diese auch durchgespielt habe, war die Neugier bei mir umso größer, da dieses Game ja der Prolog zur ganzen Serie sein soll, und somit die jugendliche Lara, mit ihrem Werdegang hin zur Abenteurerin, und Archäologiekoryphäe erklären bzw. zeigen soll. Ohne Großartiges vorweg zu nehmen, ist dieses auch zum größtem Teil gelungen, auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden konnten. Nach Beendigung dieses Games war ich doch zufriedengestellt, da sich das Game nicht wie viele andere Spieleserien nur noch zum reinen Shooter entwickelt hat, sondern alle liebgewonnen Attribute, wie das klettern, ausführen besonderer Moves, aber auch das Rätsel lösen, welches in einigen Fällen die gesamte Umgebung mit einbezieht, hier in diesem Game ihren Platz fanden.

Natürlich ist gegenüber den alten Teilen der Actionanteil hier höher, jedoch nie dominierend, so das einem noch genug Zeit der Muße zum Raetsel lösen, Fundstücke entdecken, oder auch nur um die Landschaft zu bewundern, bleibt. Insgesamt gesehen hinterließ dieses Game bei mir nach dem durchspielen, nicht wie bei so vielen anderen Fortsetzungen von Spieleserien, einen schalen Nachgeschmack. Square Enix mag zwar bei einigen Games wie Final Fantasy 13 bis 13-3, Thief, und auch mit Murdered: Soul Suspect, mein Mißfallen erregt haben, hier zeigten sie jedoch wieder, das man doch noch fähig ist ein vernünftiges Game auf die Beine zu stellen, und dabei selbst dem Mainstream gerecht zu werden. Auch Hitman Absolution, welches aus dem gleichem Hause kommt, zählt ja auch nicht zu den spielerischen Reinfällen, sondern überzeugt mit einem hervorragendem Gameplay.

Zu Beginn des Games darf man sich zwischen drei Schwierigkeitsgraden entscheiden, wie auch verschiedene Anpassungsoptionen, was Sound, Grafik, und Musik angeht, getroffen werden können. Eine frei belegbare Tastenkonfiguration steht einem nicht zur Verfügung. Nachdem dieses geschehen ist, beginnt auch schon eine actionreiche Introsequenz, welche grafisch, wie auch soundtechnisch überzeugen kann, und Lust auf mehr macht. Zusammen mit ihren Kollegen erleidet Lara Schiffbruch, und findet sich dann kopfüber hängend in einer Höhle wieder. Eigentlich war das Ziel ihrer Exkursion das altjapanische Reich von Yamatei, stattdessen findet sie sich mitten in einem Sektenstandort wieder, dessen Mitglieder unangemeldete Besucher nicht freundlich, sondern mit nach dem Leben trachtenden Mitteln, begrüßen. Nach Ihrer Befreiung, und einer daraufhin atemberaubenden Flucht vor den Schergen die sie in diese mißliche Lage gebracht haben, findet sie sich nach vielen Tagen, in denen sie Höhlen voller menschlicher Überreste durchquerte, steile Berge erklomm usw. an einem Lagerfeuer wieder.

Nachdem sie den Rucksack eines ihrer Kollegen gefunden hat, macht sie von der beiliegenden Kamera Gebrauch, umso ihre erlebten, aber auch noch alle folgenden Ereignisse aufzuzeichnen. Zitternd und am Ende ihrer Kräfte, versucht sie sich mit den Gegebenheiten der natürlichen Umgebung anzufreunden, und aus den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, Utensilien zu fertigen, die sie Feuer machen, aber auch einen Bogen anfertigen lassen, da diese Wildnis nicht nur von humanen Wesen bevölkert wird, sondern auch von allerlei einheimischen Getier, welches sich nicht nur in niedlich anzusehenden Häschen erschöpft, sondern auch Wölfe und andere Raubtiere bereithält, die Lara mit ihrer doch anfangs sehr spärlichen Bewaffnung, gefährlich werden können, sobald sie die Sicherheit des lodernden Feuers des Lagerplatzes verläßt. Hier spürt man im Gegensatz zu allen anderen Tomb Raider Teilen, Lara das erste Mal nicht als taffe Fighterbraut, sondern als verletzliches, wie auch in der Wildnis verlorenes Wesen.

Dieses wird dadurch noch wunderbar unterstrichen, da Laras Gedankengänge hörbar, und dadurch ihr zerrissenes, wie auch noch zu Anfang naives Seelenleben offenlegt, und sie somit gefühlsmäßig nahbar gemacht wird. Dieses macht eine Identifikation mit der Hauptprotagonistin einfach, und erweckt insbesondere bei männlichen Gamern unweigerlich einen Beschützerinstinkt. So war es zumindest bei mir.

Die zu Anfang noch sehr differenzierte Charakterzeichnung, welche Lara sehr glaubwürdig macht, tritt immer mehr in den Hintergrund, umso mehr Fähigkeiten sie erlernt, aber auch das zu schnell wachsende Waffenarsenal trägt seinen Teil dazu bei. Hier hätte eine langsamere Entwicklung hin zum taffen Pistolengirl der Glaubwürdigkeit gut getan. Auch die im späterem Verlauf des Games folgenden Ballerorgien, die einen Massen an Gegnern niedermähen, und den Actionanteil unangenehm in die Höhe schnellen lassen, hätte man sich ersparen können, zumal einem hier nicht einmal die Möglichkeit verschiedener Vorgehensweisen eröffnet werden. Man kann zwar mit Tricks und Ablenkungsmanövern verschiedene offensiv Maßnahmen einleiten, die Möglichkeit viele der Locations z.B. im Stealth-Stil eines Splinter Cells zu infiltrieren, oder einen Levelabschnitt komplett unerkannt zu durchqueren, bleiben einem jedoch verwehrt. Wer hier in einem Lebelabschnitt abschließen will, kann dieses nur dadurch erreichen, indem er alle Feinde eliminiert. Schön integriert wurde hingegen das jagen von Tieren, welches dann einem auch wieder Goodies einbringt

Hier sind die Level erst dann eine wahre Erholung, wenn man diese ersteinmal von Gegnern "gesäubert" hat, und sich dann auf die Suche nach den vielfältig vorhandenen Gadgets machen kann, oder auch durch Zufall einige Nebenquests entdeckt. Auch hier gibt es wie in den früheren Teilen wieder anspruchsvolle Kletterpassagen, wie auch eingebundene Raetsel, die sich nicht nur darin erschöpfen, Knopf A zu drücken, um dann an Punkt B eine Aktion auszuführen. Viele dieser Raetsel sind sehr weitläufig angelegt, so das eine vorherige Erkundung des gesamten Gebietes mit einem wachem Verstand, und aufmerksamen Auge, unerläßlich ist. Hier wurde jedoch auch für ungeduldige Charaktere eine Hilfe eingebaut, indem man mit der Schultertatste Laras "Instinct-Modus" in Action setzen kann, bei welchem dann die komplette Umgebung in schwarz/weiß erscheint, wichtige raetselrelevante, wie auch sonstige bedeutende Stellen, jedoch gelb leuchten.

Die einfache, wie auch intuitive Steuerung läßt keine Fragen offen, und läßt eine Vielzahl von Fortbewegungsmöglichkeiten, wie z.B. das im Kampf sehr nützliche ab- bzw. wegrollen zu. Die Waffenauswahl erfolgt über das Steuerkreuz, so das man selbst bei hektischen Gefechten ohne großes Aufhebens, die Waffe wechseln kann. Die Tutorials, die einem zu Beginn des Games begleiten, sind einfach verständlich, und führen auch Gelegenheitsspieler langsam ins doch recht einfache und intuitive Gameplay ein. Grafisch ist das Game eine Augenweide. Die Locations sind abwechslungsreich, wie auch detailliert inszeniert. Insbesondere die Weitsicht, wenn man einmal auf einem höheren Stützpunkt eine spielerische Pause einlegt, läßt einen die Umgebungsvielfalt genießen. Auch die Kameraführung, die je nach Situation immer aus dem richtigem Blickwinkel, wie auch der vorteilhaftesten Perspektive das Geschehen verfolgt, verdient ein besonderes Lob, und läßt einen desöfteren geradezu cineastische Momente erleben. Zusätzlich zu den zu findenden Hinweisen, wie auch bei eingechaltetem "Instinct-Modus", bekommt Lara desöfteren Überlebenstricks von ihrem Freund Roth, die akkustisch mitgeteilt werden.

Effektvolle Licht- und Schatten Effekte unterstützen die abenteuerliche Atmosphäre des Games. Größere Grafikfehler konnte ich während der ganzen Spielzeit nicht feststellen, außer ein paar gelegentlichen Tearings, wie auch seltenen Einbrüchen in der Framerate, die man jedoch nur als Negativpunkt in die Waagschale werfen könnte, wenn man zu den absoluten Grafikfetischisten gehört, oder sehr pedantisch veranlagt ist, trüben das Spielgeschehen nicht. Realistische, und immer passende Umgebungsgeräusche unterstreichen die ganze Inszenierung, wie auch die Musikuntermalung, die sich immer der jeweiligen Stuation anpaßt. Hier möchte ich dann auch noch einmal auf die wirklich gelungene deutsche Synchronisation hinweisen, die immer zum Kontex passt, und nicht wie bei so einigen anderen Games, ohne Zusammenhang zum Geschehen, vom Blatt abgelesen wirkt.

Neben den ganzen temporären Speicherpunkten, die ausnahmslos fair gesetzt wurden, kann man auch am Lagerfeuer speichern, welchem in diesem Game eine besondere Rolle zukommt. Im Scheine des knisterndes Feuers, können viele Fähigkeiten von Lara verbessert werden, wenn man die dazu nötigen Fähigkeitspunkte (XP) gesammelt hat. Diese Punkte können dann auf 3 Grundfähigkeitstypen verteilt werden, wie z.b. als Überlebender, wo es hauptsächlich um Fertigkeiten geht, die einem das Leben in der wilden Natur vereinfachen, dem Jäger, wo es hautsächlich um verbesserte Waffenfähigkeiten geht, die einem auf der Jagd auf Wildtiere, wie aber auch im Kampf von Nutzen sein können, und als dritte Oprion der Kämpfer, der Laras Möglickeiten feindliche Angriffe besser zu kompensieren zu können, wie auch einige sehr effektive Nahkampfffähigkeiten zu erlernen, Lara in vielen Fällen sehr hilfreich sein können. Am Lagerfeuer kann man jedoch nicht nur seine Fähigkeitspunkte verteilen, welche das Rollenspielelement im Game mit implementiert haben, sondern auch Waffen aufgerüstet, verbessert werden.

Diese Verbesserungen stehen einem jedoch nicht gleich zu Anfang an alle zur Verfügung, sondern werden im Laufe des Games nach und nach freigeschaltet. Zudem werden hierfür Materialien benötigt, die man meist in versteckten, aber auch gelegentlich ziemlich offensichtlich rumstehenden Truhen findet. Hier natürlich auch das Prinzip, umso höherwertiger die Verbesserung einer Waffe, wie z.B. die des Sportbogens, Schrotflinte, Gewehr, Handfeuerwaffe usw., umso höher der Einsatz von zu benötigten Materialien. Hier orientiert sich das Crafting-System an anderen Genrevertretern, welches keinesfalls von Nachteil ist. Hier empfiehlt es sich zu Anfang auf eine Waffe zu konzentrieren, sowie man dieses auch bei der Fähigkeitspunkteverteilung machen sollte. Wenn man im späterem Verlaufe des Games schon einige Orte besuchen durfte, eröffnet sich einem am Lagerfeuer auch die Möglichkeit einer Schnellreisefunktion, die einem lange, beschwerliche Wege hin zu einem bestimmtem Ziel, ohne großen Zeitaufwand ausführen lassen.

Spieler, die alles was es an Gadgets gibt gerne sammeln, werden hier voll befriedigt werden Angefangen bei archäologischen Fundstücken, die sich wiederum in Gruppen unterteilen, wie Vasen, Dolche, Münzen, Masken, und noch vieles mehr, wie aber auch Fundstücke die Bezug auf Laras Geschichte, wie auch der der Insel nehmen, sind zahlreich vorhanden, inform von Tagebüchern, Schriftrollen, Dokumenten, wie auch noch vielerlei anderer Hinwiese, die z.B. auch Bezug auf die Sekte nehmen, die sich auf der Insel breit gemacht hat. Geocaches, die besonders schwer zu finden sind, enthalten Koordinaten für besonders wertvolle Schätze, und vervollständigen dann das Sammelsurium an zu entdeckenden Gegenständen. Hier gibt es jedoch auch die Möglichkeit im späterem Verlaufe des Games diese Suche einfacher zu gestalten, indem man sich die dafür vorgesehene Fähigkeit aneignet, die einem dann die Schätze durch den "Instinct", aber auch durch Hinweis auf der Karte, finden läßt.

Die ganzen Gebiete, die Lara im Laufe des Games durchläuft, erinnern schon fast an ein Openworldgame, hierfür sind jedoch die einzelnen Gebietsabschnitte ein wenig zu klein geraten, obwohl diese alle mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Neben die ganzen zu findenden Sammelstücken, findet man sehr häufig Pfeile für den Bogen. Dieser sollte für Lara auch die Hauptwaffe sein, und auch als erstes hochgerüstet werden, da dieser lautlos ist, wie auch mit einer Vielzahl von verschiedenen Pfeilen ausgerüstet werden kann, wie zum Beispiel Brandpfeilen. Von besonderer Bedeutung sind jedoch auch die Pfeilhacken, mit denen man normalerweise unzugängliche Stellen erreichbar machen kann. Hier liegt auch wieder eine der Stärken des Games, die einen wieder klettern, wie auch bei z.B. einem Felssturz kleine Reaktionstests, in Form von Ouick-Time Events (QTE`s: schnelles drücken von Tasten, die auf dem Bildschirm angezeigt werden) vollführen lassen.

Die Story, mit ihren ganzen geschichtlichen Wendungen, wie auch Überaschungen, kann überzeugen, auch durch die vielen zu findenden Hinweise. Leider schwächt sich dies zum Ende hin doch ein wenig ab, da die differenzierte Sichtweise, die man Lara zu Beginn des Games noch zukommen ließ, zum Ende hin kaum noch eine Rolle spielt. Der Weg vom hilflosem Wesen, welches allein im Wald auf sich allein gestellt ist, hin zum taffem Fightergirl, wie man Lara aus den vorherigen Teilen kennt, erfolgte für mich zu schnell, um nicht geradezu sagen, sprunghaft.

Die Gegner-Ki läßt zu gelegentlich wünschen übrig, und läßt sich mit durchwachsen am besten beschreiben, und dort wo es eine Masse an Gegnern gibt, stehen auch meist einige Dynamitfässer rum, welche mit den Feinden kurzen Prozeß machen, sollte man diese mit einer Schußwaffe zur Explosion bringen. Die Umgebungsgegebenheiten kann man zu vielen Zwecken nutzen, da diese gut ins Game mit integriert wurden. Auch die Zwischen- und Endgegner sind relativ einfach zu besiegen, da man dafür meist schon vorher oder während des Kampfes Tipps bekommt, wie diese mit welcher Technik am besten auszuschalten sind. Das man hier im Game auch Stealth-Kills integriert hat, wirkt ein wenig aufgesetzt, soll aber wohl auch diese Gamergruppe, zumindest vom Ansatz her, zufrieden stellen.

Gesamt-Fazit:

Lara macht in diesem Game eine gute Figur. Grafisch, wie auch sound- und musiktechnisch gibt es nicht zu bemängeln. Die Story, die am Anfang noch fesselt, läßt leider im Laufe des Games immer mehr nach, um dann nur kurz vor Schluß noch einmal an Fahrt aufzunehmen.

Das Gameplay, wie auch die Steuerung ist einfach und intuitiv, und läßt sich durch begleitende Tutorials auch von Gelegenheitsgamern, wie auch Gameneulingen, schnell meistern. Klettern, springen, abrollen, ducken, hechten usw. gelegentliche Quick Time Events, wie auch die einfache Waffenauswahl über das Steuerkreuz, wie auch im späterem Verlaufe des Games immer wiederkehrende Hinweise, die einem auch die kleinste Eigenaktion abnehmen wollen, hinterlassen kein schlechten, aber zumindest einen zwiespältigen Eindruck, da dieses für Gameanfänger zwar ideal ist, für erfahrene Gamer jedoch mehr als Gängelung empfunden werden könnte.

Jeder Spieler der dem Sammeltrieb verfallen ist, wird hier befriedigt. Leider ist dieses, genauso wie die Bekämpfung der Gegner, sehr einfach gehalten, da die meisten zu findenden Gegenstände auf der Karte schon verzeichnet sind. Sollte einem dieses dann noch nicht reichen, kann man unter den Fähigkeiten, durch die richtige Auswahl, die Suche noch einfacher gestalten, da Schätze usw. dann durch den "Instinct-Blick", vergleichbar mit dem "Adlerauge" von Assassins Creed, offen ersichtlich sind. Auch Raetsel, verlieren zum Teil durch diese Funktion ihren Anspruch.

Die Rollenspielelemente, inform des Fähigkeitenaufbaus, aber auch das Crafting-System für die Waffen, sind interessant, wirken in einigen Bereichen jedoch überflüssig, wie auch aufgesetzt, da die Verbesserungen nur nach und nach verfügbar sind. Insofern hätte das Crafting auch automatisch erfolgen können. Die Gegner-KI, läßt sich von einigen Ausnahmen mal abgesehen, als durchwachsen beschreiben. Dynamitfässer, wie auch andere Gegenstände, die die Umgebung ins Geschehen mit einbeziehen lassen, wie auch eine Bewaffnung bis an die Zähne, machen Auseinandersetzungen für Lara teilweise zum Kinderspiel. Munitionsmangel gibt es hier nicht, da überall an wichtigen, neuralgischen Stellen, Waffenkisten stehen, wie auch die ausgeschalteten Feinde genug an Munition fallen lassen.

Zum Glück hat die Shooterisierung in diesem Teil nicht solche Ausmaße angenommen, wie es bei anderen altwürdigen Spieleserien der Fall war. Ausgenommen von dieser Regel ist das "Baracken-Level" in der Mitte des Games, welches ein reines Baller-Inferno/Feuerwerk insszeniert. Dies ist jedoch für mich der einzig wirklich benennbare Tiefpunkt dieses Games. Andere hingegen sehen dieses vielleicht sogar als Höhepunkt.

Für Sammler der Tomb Raider-Serie, ist dieser Teil ein 'Musthave', wie auch Fans der Uncharted-Reihe hier wohl nicht enttäuscht werden dürften. Imgrunde genommen hat dieses Game fast von jedem Spielegenre einzelne Elemente übernommen, so das letztendlich jeder Spielertyp sich hier wiederfinden könnte. Dieses geschah jedoch in wenigen Fällen jedoch halbherzig, so das einiges noch unausgereift wirkte.

Insgesamt ein wunderschönes Abenteuerspiel, wo ein bischen weniger, vielleicht mehr gewesen wäre. Nichtsdestotrotz, konnte mich das Game wunderbar für viele Stunden unterhalten. Wer hier jedoch fordernden, spielerischen Anspruch sucht, liegt entweder falsch, oder sollte es unter dem höchstem Schwierigkeitsgrad spielen.

Trotz einiger unwesentlicher, aber merkbarer Mängel, bekommt das Game von mir in der Gesamtwertung 4 Sterne, da Grafik, Sound, Musik, deutsche Synchronisation, wie auch der spielerische Spaß und die Story, mich zwar überzeugen konnten, es jedoch in einigen Bereichen noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. In der Spaßwertung von mir ganz klare 5 Sterne, da dieses Game mich zu keiner Sekunde richtig gelangweilt, sondern wunderbar für ein paar Abende unterhalten hat.

P.S.

Freue mich über jedes Feedback, und jeden der sich die Zeit genommen hat, diese doch recht ausführliche Rezension zu lesen. Wenn ich damit keinen Erkenntnisgewinn bei Ihnen erzielen konnte, hoffe ich Sie doch zumindest gut unterhalten zu haben.

Ansonsten GOOD GAMING !!!
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am 3. Juli 2014
Hab mir dieses Spiel damals schon mit einem sehr unguten, skeptsichen Gefühl geholt.
So verlangt "Square Enix" bzw. "Eidos" jetzt also, wir sollten alles über TOMB RAIDER vergessen, was wir wissen, bevor dieses Spiel erscheint - nur ist das wohl kaum möglich für mich, da diese Reihe einen großen Teil meiner Kindheit ausgemacht hat.

Umso mehr war das Spiel für mich eine reine Enttäuschung.
Ich will nicht sagen, dass die Grafik (worauf ich übrigens kaum Wert lege) oder die Atmosphäre schlecht sei, nein. Die Story wirkt etwas hingeklatscht, ist aber keine Schlechte. Auch die Gefühle der Charaktere werden deutlich.
Im Großen und Ganzen klingt das doch nicht nach einer 2-Sterne-Bewertung?
Laut Amazon bedeutet "2 Sterne" allerdings "Gefällt mir nicht" und trotz all der oben genannten Punkte gefällt mir dieses Produkt NICHT.

Die angesprochenen Gefühle werden in der - meiner Meinung nach - sehr schlechten deutschen Synchronisation nicht mal ansatzweise so deutlich, wie in der englischen Fassung. Wie gut, dass ich das Spiel auf Steam erneut auf englisch gespielt habe. Das Gameplay sagt mir nicht zu und ist auch nicht unbedingt bugfrei.
Anfangs hatte ich noch viel Hoffnung, da mir die ersten 2-3 Parts (ich habe das Spiel aufgenommen und gehe jetzt nach dieser Einteilung. 1 Part entspricht etwa 20 Minuten; so könnt ihr euch das vielleicht besser vorstellen) doch schon recht gut gefallen haben.
Aber kaum kamen Gegner und diese superbösen Söldner in's Spiel, hat es sich dazu entwickeln, dass hier und da und dort und überall immer wieder sinnlose Schussgefächte stattfanden, die mir mit der Zeit einfach nur auf den Geist gingen und völlig sinnfrei und unnötig waren.
Was hier aus der Franchise "TOMB RAIDER" gemacht wurde (mal abgesehen davon, dass man in achsotolle Gräber/Tombs geht), ist einfach nur traurig. Als dann der Nachfolger erst unter dem Namen "TOMB RAIDER 2" angekündigt wurde, war ich erst so richtig, richtig sauer, da das gute alte TOMB RAIDER II - DDVX mein Lieblingsteil der Reihe ist.
Gottseidank hat der wahrscheinlich nicht unbedingt anders werdenen Nachfolger letztendlich einen anderen Namen bekommen.

So, das war's. Ich hoffe, ich konnte ungefähr ausdrücken, was mich an dem Spiel stört und, dass ich es NICHT mag.
~Ju.
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am 27. November 2013
Meine Erfahrung mit den älteren Tomb Raider Titeln ist gleich Null.
Besessen habe ich keines und gespielt auch nicht.
Alles was ich darüber weiß sind Ausschnitte und Walkthroughs bei YT als Beispiel.
Der Reiz für mich liegt im Abenteuer Genre mit den Zutaten wie: Unerforschte vergessene Welten neu zu entdecken, eine Art Schnitzeljagd wo man eben den, oder die Antagonisten bezwingen muss.
Klar ohne Gegner gibt es auch keine Gefahr und kein Kampf, diese dürfen natürlich nicht fehlen. Dazu kommen magisch mystische Elemente die es zu erkennen, durchschauen, und zu meistern gilt.
Dann die Rätsel wo die hohle Nuss da oben zwischen unseren Schultern ein wenig "angetestet" wird. Klasse!
Warum also habe ich keine Vorgängertitel gespielt? Weil...nun, Die Grafik war mir zu pixelig, den ganzen Hype um den Sex Glamour der Hauptfigur Lara Croft fand ich immer schon doof mit diesen aufgeblasenen Titxxx (Brüsten)!
Für den ONLY PS3 Titel Uncharted lieh ich mir sogar mal eine PS3 und hatte mit diesen 3 Titeln einen Höllenspaß!
Ich war also mehr als bereit für den REBOOT von Lara auf XBOX 360.
Eine Lara die keinen Schönheitschirurgen benötigt, die hübsch, verletzlich und dennoch tuff daherkommt.
Und genau diese Lara habe ich bekommen.

Das Spiel zog mich direkt in seinen Bann und in die Geschichte hinein. Ich hatte schnell dieses "mittendrin" Gefühl verspürt.
Die Steuerung klappte gut und die nach und nach gesteigerten Fähigkeiten über Erfahrungspunkte etc hielten mich stets voll im Spiel fest. Das Spiel packt einen sofort und lässt einen nicht mehr los. Die Geschichte wird toll erzählt. Ich erinnere mich das ich nach einigen Stunden an einer bestimmten Stelle gedacht habe JETZT ist es gleich vorbei, dabei war es grade mal Halbzeit. Die Spielzeit ist also wirklich außergewöhnlich lange im Vergleich mit Spielen die ich zuvor gespielt hatte. Grafisch hält sich das Spiel meiner Meinung nach im maximal möglichen Bereich dieser Konsolengeneration (XBOX360). Ich kann nichts finden was ich an diesem Spiel gerne verändern würde. Ich finde es ist perfekt geworden und ich kann nur hoffen das die Fortsetzung dann für die XBOX One in noch besserer Grafik und hoffentlich inhaltlich qualitativ spielerisch ähnlich gut wie der Reboot werden wird.
Eine Fortsetzung in 2014 wäre genial!
Ein Spiel welches ich im Bestand behalten werde, weil ich es nach einigen Monaten auch gerne noch einmal spiele.
Für mich eine klare 5v5 Sterne Wertung für ein Abenteuer auf das ich schon lange lange Zeit gewartet habe!
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am 8. September 2013
Ich habe das Spiel "unvoreingenommen" gespielt denn ich kenne weder die Teile davor geschweige denn den Film (ich mag Angelina Jolie einfach nicht...)

Aber mir gefiel es. Sehr sympathische Hauptdarstellerin, sowohl die Story wie auch das Gameplay und die Grafik überzeugen. Es gibt keine Ruckler und die Ladezeiten sind in Ordnung.

Was man bemängeln könnte wäre die doch etwas kurze Spielzeit und den Schwierigkeitsgrad. Ich habe nicht alle Nebenquests absolviert, da sie für die Story nicht wirklich relevant sind und wenn man ehrlich ist doch nur dazu dienen die Spielzeit "künstlich" zu verlängern. Abgeschlossen habe ich die Hauptstory mit insgesamt 70% in knapp 12 Stunden.
Der Schwierigkeitsgrad hält sich stark in Grenzen was das Spiel aber auch für Anfänger oder "gemütliche" Spieler interessant macht. Die paar Rätsel sind leicht zu lösen was ich persönlich besser finde als stundenlang vor einer verschlossenen Tür zu stehen weil man einfach nicht drauf kommt was das Spiel von einem will. :-)
Der Stil ist halt sehr actionlastig und erinnerte mich teilweise an Call of Juarez so hat es gerummst, gescheppert und gebrannt. :-)

Isoliert man allerdings den 21-jährigen Charakter Lara Croft - unerfahrene Archäologin-Studentin, wird es natürlich alles andere als authentisch sondern schlicht Hollywood-Like. Darüber sollte man sich bewusst sein wenn man dieses Spiel zur Hand nimmt.

Ich persönlich freue mich auf eine Fortsetzung und ohne jetzt zu spoilern, Lara wird dabei sein... ;-)
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am 18. Mai 2013
Um erstmal eines vorwegzunehemen: Das neue Tomb Raider ist MITNICHTEN ein schlechtes Spiel, und ich möchte es ja auch gar nicht runterputzen oder sonst irgendwie "schlecht machen", aber ich werde mich auch davor hüten es mit begeisterten Lobeshymnen zu überschütten denn eines ist auch klar und das ist hier meine ganz persöhnliche Meinung: Das beste Tomb Raider Spiel ist es für mich definitiv nicht!
Am besten ich fange erstmal mit den positiven Dingen an, und von denen gibt es ja auch zum Glück schon ne ganze Menge. Ertsmal finde ich die "neue" (oder besser gesagt junge)Lara Croft super sympathisch, sie ist um einiges Menschlicher, verletzbarer als in den Vorgängern. Somit leidet man auch viel mehr mit und kann sich mehr idendifizieren als mit der unbesiegbaren taffen Superheldin aus den alten Teilen ( was aber nicht heißen soll das ich die alte Lara nicht gemocht habe). Die Stimme von Nora Tschirner passt für mich ebenfalls perfekt, hingegen vieler anderer Meinungen finde ich das hier eine sehr gute Wahl getroffen wurde. Ein weiterer Pluspunkt ist die absolut geniale Grafik und die bombastische Inszenierung. Die Zwischensequenzen wirken echt kinoreif und teilweise scheint es auch so, als ob man sich gerade einen Blockbuster ansieht.......also von der Inszenierung den Zwischenseqenzen der Grafik und den Sprechern gibt es von mir auch nichts zu bemängeln....Die Steuerung spielt sich ebenfalls butterweich ,daran gibt es wirklich absolut nichts auszusetzen,ich jedenfalls konnte mit der Steuerung zu 100 Prozent umgehen......Das alles hört sich ja schonmal sehr schick an, ABER.....kommen wir nun zu den Dingen die mir NICHT so gefallen haben.
Was mir an Tomb Raider immer besonders gut gefallen hat war die einmalige geheimnisvolle und auch teils schon mystische bedrohliche Atmosphäre, wenn man mit Lara gottverlassen alein alte Tempel verlassene Gräber und gefähliche Ruinen durchforstet hat.....
Die besten Beispiele sind da für mich der erste Teil, Dann Teil 4 the last Revelation, und Anniversary das Remake des ersten Teils.......Diese Atmosphäre und die Magie und Mystik der früheren Teile fehlen in diesem Titel, leider, fast vollkommen !!!
Der Fokus wird vieeeeeeeeeeeel zu sehr auf Action Explosionen und rummballern gelegt und DAS war, meiner Meinung nach, noch Nie das was ein Tomb Raider Spiel ausgezeichnet hat.
Am Anfang, muss ich sagen, fand auch ich das Spiel noch absolut genial, ich dachte wirklich das wird bestimmt der Oberburner.
Doch spätestens nachdem ich in dieser Barackenstadt angekommen bin und innerhalb 10 Minuten dem gefühlten 10000. Gegner den Kopf weggeblasen habe frage ich mich: Hat das wirklich noch viel mit Tomb Raider zutun??? Sorry, aber das Ganze fühlt sich eher an wie eine Mischung aus Resident Evil 4, Uncharted, und einem Ego Schooter mit Lara Croft als Hauptfigur. Grabräuber Feeling kommt dabei eigentlich nur selten auf, und das ist auch nur wenn man ein geheimes Grab endeckt hat.
Rätsel kommen im neuen Tomb Raider FAST GAR KEINE, lediglich auch in den optionalen geheimen Gräbern die man endecken befindet sich ein einziger Raum mit einem kleinen Rätsel, un die sind auch ganz gut gemacht aber nach 10 Minuten hat man das Ding auch schon gemeistert....und es geht wieder ins nächste Gefecht bzw. die nächste Gegnerhorde die es zu niermetzeln gilt.....
Abwechslung gibt es dann schon auch in Form von Spungeinlagen oder Zwischenseqenzen, aber wie schon gesagt der Fokus wird viel zu sehr auf Action Gekröse Explosionen usw etc etc.....gelegt und damit kann ich mich bei einem Tomb Raider Titel einfach nicht anfreunden, denn sorry, das passt einfach nicht. Aber das ist warscheinlich reine Geschmackssache...
Fazit: Als eigenständiger Titel gesehen sehr sehr gut, bombastisch inszeniert und gut spielbar, aber Von der Magie und der Atmosphäre eines Old School oder Anniversary Tomb Raiders ist leider nicht mehr viel übrig geblieben......aber immerhin trotzdem noch von mir 3 wohlverdiente Sterne.
LG Valtiel
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am 28. Oktober 2013
Das neue Tomb Raider haut mich bisher um. Ich habe bis jetzt einige Stunden daran gezockt
und ich bin perplex wie Geil die Grafik des Spiels aussieht. Ich würde sagen, das dass neue Tomb Raider,
eines der Spiele ist, das derzeit am besten ausieht, welche es bis jetzt für die alternde Xbox360/Ps3 Konsolen Generation gibt ! Mir ist noch nicht mal Kantenflimmern aufgefallen, was mich doch immer wieder mal stört...

Inszenatorisch und von der Story-Erzählung her könnte man sagen ist das neue Tomb Raider hat vieles von Uncharted 1-3 und Uncharted: Golden Abyss... Denn die ganze neue Machart gleicht der Uncharted Reihe aufs Haar.

Aber das ist kein Mangel, auch kein Makel ! Für mich ist das ein DICKES Lob !

Die alten Tomb Raider Spiele konnten mich bisher nicht wirklich überzeugen.
Erst das neue mit der Uncharted Machart hat mich überzeugen können.
Bis jetzt jedenfalls gefällt mir das Spiel !

Und ob Uncharted von dem alten Tomb Raider inspiriert wurde, oder nicht ist mir auch Wurscht. ;-)
Davor gabs nämlich Indiana Jones, und da vor wieder andere Schatzsuch Geschichten..

Vielleicht aber war es ja auch so: Das alte Tomb Raider war die inspiration zu der Uncharted Reihe.
Die Unchareted Reihe wiederum inspierte die Macher dazu dem neuen Tomb Raider eine frischenzellen Kur zu verpassen, weshalb sich das neue Tomb Raider ähnlich wie das neue Uncharted spielt.

Soll heißen, das eine bedingte das andere, welches wiederum das neue bedingte und deshalb reifen konnte. :-)

PS:

Mir würde ein Spiel gefallen in der Nathan (Nate) Drake und die neue Lara Croft in einen Spiel aufeinander treffen und zusammen ein Abenteuer bestehen müssten. Und zwar in der man ab und an Drake spielt und manchmal eben die neue Lara. Sie sollten sich auch nicht verlieben oder so, das fänd ich nämlich zu klischee haft,
aber das die beiden vielleicht auf der Suche nach ein und dem selben Schatz sind, und sich erstmal in die quere kommen, und dann eine Drittpartei auftaucht, die deren Problem bei seite schiebt und dadurch die beiden zusammen arbeiten müssen, bis sie schließlich zu Freunden werden.. ;-) Ja, man wird ja wohl noch Spinnen dürfen ;-)
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am 24. Oktober 2013
Ich habe 1998 mit einem Kumpel Nächte am ersten TR Teil verbracht und von da an jeden neuen Teil komplett durchgespielt (bis auf TR4 - zuviel Sand ;-)). Nach dem tollen Vorvorgänger "Legends" hat mich dann "Underworld" grafisch noch etwas mehr begeistert: schöne Welten, interaktive Aktionsequenzen und eine dichte Atmosphäre dank tollem Sound. Die Messlatte für TR 9 lag für mich als Fan also himmelwärts. Das vorab veröffentliche Intro "Turning Point" ließ dann auf Großes hoffen.

Nun spiele ich den neuen Teil 9 seit zwei Monaten und möchte hier weniger auf die Features des Games als auf meine persönlichen Pros und Cons kurz eingehen.

Pro:
Kurz und klar: was Square Enix da programmiert haben IST DER HAMMER! Bereits nach wenigen Spielminuten hat einen die Geschichte eingenommen, die Realitätsnähe schafft Identifikation mit Lara und Auftrag, Grafik und Sound versetzen einen mental auf das Eiland. Der Spielfluss ist wesentlich schneller als in bisherigen Teilen, was an der Inszenierung (viele Zwischen- und Aktionsequenzen) und den relativ einfachen Wegen liegt. Harte Nüsse, die längeres überlegen oder recherchieren im Walkthrough bedürfen, hatte ich bisher nicht. Das niedrigere Rätselniveau im Vergleich mit den Vorgängerteilen ist einerseits schade, erhöht andererseits aber den Spielfluss derart, dass man machmal minutenlang in Aktion ist: eine Bande Schergen erledigen, danach einen Wasserfall hinabstürzen und Hindernissen ausweichen, in einem Cockpit landen, wo das Glas zunehmend brüchiger wird, hinaus in die Tiefe zu stürzen und eine Fallschirm zu öffnen, in voller Fahrt am Schirm durch einen Wald zu segeln um schließlich zu landen ...... und erstmal wieder Luft zu holen. Solche Abschitte gibt es mehrfach und sie machen einen höllischen Spaß!
Des Weiteren ist Lara mit genialen Details animiert. So interagiert sie nicht nur mit Elementen (z.B. stemmen gegen starken Wind!) und Geschehnissen wie Verletzungen, sondern äußerst auch Frust, Entschlossenheit oder Hilflosigkeit über Selbstgespräche, was die Spielatmosphäre unglaublich bereichert. Man fühlt sich stehts an ihrer Seite und in der Verantwortung, sie da heil rauszubringen.
Die Spielwelt der Insel ist sehr abwechslungsreich und durch die Spielgeschwindigkeit ist es fast schon wieder schade, durch einen Abschnitt "durch" zu sein (obwohl man diese jederzeit auch weiter erkunden kann). Wer allerdings die alten TR Teile kennt weiß, dass man an manchen Stellen gefühlte Tage verbingen konnte, um weiterzukommen. Das ist beim neuen Teil definitiv nicht der Fall und erhöht den Spielspaß enorm.
Die Umsetzung von Lara ist phantastisch: mal verletzt blutig, mal schutzig, mal nass und sauber, alles wird sehr realistisch über Haut, Mimik und Gestik inszeniert. Manchmal so real, dass es schon fast weh tut... Nora Tschirner habe ich mir als Stimme allerdings gespart. Die englische Originalstimme ist sehr passend und perfekt zu verstehen.
Von Laras Bewegungen kennt man das meiste bereits aus früheren Teilen. Cool und neu ist, wenn sie in eine Fußfalle tritt und kopfüber hängend (Kamera steht ebenfalls kopfüber) dennoch auf Gegener schießen und sich selbst befreien kann. Ansonsten ist die Steuerung 1A, was bei alten Teilen nicht immer der Fall war (z.B. AoD).

Nun hätte ich meine Rezesion nicht so betitelt, wenn es neben den genialen Umsetzungen auch negative Punkte gäbe.

Contra:
Auch kurz und klar: die Gewalt im Spiel. Ich habe wenig Vergleiche, würde das Level an Gewalt aber auf Ego-Shooter Niveau einschätzen. Übertrieben real spritzt Blut bei Einschüssen, kann man geschwächten Gegnern den Todesstoß versetzen oder gleich einen "Headshot". Das ist unnötig, erhöht aus meiner Sicht auch nicht den Spielspaß und passt vor allem nicht zur Serie, die sich bisher über Geschicklichkeit, Intelligenz und maßvolle Action definiert hat. Die Brutalität ist eingebettet in die Story und weitgehend sogar glaubwürdig. Nur die realitätsnahe Umsetzung ist unnötig und hat mit der FSK18 Einstufung sicher auch negativen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Games. Hier wünsche ich mir für das Sequel weniger Gewaltextreme. Liebes Square Enix Team: niemand braucht Beinahevergewaltungen unserer Heldin!
Als zweiten Kritikpunkt muss ich mich vielen Vorrednern anschließen, die die Abstinenz von Rätseln bemängeln - recht haben sie! Der Spielspaß wäre länger und größer, wenn die Rätsel und physischen Herausfordeurungen (Klettern, Sprünge, etc.) schwieriger wären. Das hat mir beim Vorgänger-Zwischenteil "Guardian of Light" z.B. viel besser gefallen...

Es gibt also Potential für den nächsten Teil: anstelle von Gewalt mehr Rätsel und etwas längere Level, dann ist der Serien-Reboot wirklich perfekt gelungen.
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TOP 500 REZENSENTam 30. März 2013
Das erste "Tomb Raider feat. Lara Croft" habe ich seinerzeit begeistert auf der ps1 gespielt, bei allem damaligen Hype war dieses Spiel definitiv ein Meilenstein - und auch wenn ich mit keinem der zahlreichen Nachfolger wirklich warm wurde, die Serie hatte ich immer im Blick. Ich war immer gespannt, ob nochmal ein Teil erscheint, der es mit diesem ersten aufnehmen kann... und genau dies ist nun mit TOMB RAIDER gelungen!

TOMB RAIDER ist einfach ein atemberaubendes Spielerlebnis. Technisch dürfte es die XBOX ziemlich an ihre Grenzen bringen, und es ist wirklich erstaunlich, was für eine Leistung die in Ehren etwas betagte Konsole hier an den Tag legt... egal ob Grafik, Sound oder Effekte, TOMB RAIDER liefert technisch eine mehr als beeindruckende Performance.

Auch begeistert das gesamte Design der in diesem Spiel zu erkundenden Insel Jamatai - egal ob Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, Shantytowns, Dschungel, Wracks oder Tempel, alles sieht sehr stimmig, atmosphärisch und enorm stimmungsvoll aus... und die Details sind atemberaubend und zeigen, wie viel Arbeit hier eingeflossen ist.

Stimmung und Atmosphäre sind ohnehin die ganz großen Stärken von TOMB RAIDER. Das gesamte Spiel erzählt eine Geschichte mit Wendungen und Entwicklungen, und wenn der überstrapazierte Begriff "cinematisch" mal zu einem Spiel passte dann zu TOMB RAIDER. Auch bei der Art, wie sich die Story entwickelt und wie sie aufgebaut ist merkt man, wie viele Gedanken sich die Entwickler gemacht haben - und diese rentieren sich in einem sehr dichten Spielerlebnis!

Das Gameplay selbst hat mich auch überzeugt. Sicherlich haben manche Kritiker Recht, wenn sie feststellen, dass die Hauptstory ein paar wirklich knackige Rätsel mehr vertragen hätte. Man muss leider nicht allzuoft tüfteln, wie man eine kniffelige Stelle lösen kann - die meisten Rätsel lösen sich schnell, die zahlreichen komplexeren Geschicklichkeitssequenzen sind ebenfalls moderat. Der Fokus des Spieles liegt klar auf Action, ohne das TOMB RAIDER Feeling zu verlieren.

Apropos Action - hier dreht TOMB RAIDER wirklich auf. Die Steuerung und das Gameplay hier ist nahezu identisch mit beispielsweise "Gears Of War", und es zeigt such, das TOMB RAIDER definitiv durch das Reboot an Härte zugelegt hat... ähnlich wie z.B. James Bond auch. Lara Croft muss in diesem Spiel alles kompromisslos daran setzen zu überleben - und das bedeutet auch, Horden von menschlichen Gegnern auszuschalten. Die aus anderen Teilen eher bekannten Shootouts mit Tieren oder Monstern sind hier (fast) passe, TOMB RAIDER geht härter, blutiger und ernsthafter zur Sache.

Alles in Allem: TOMB RAIDER ist technisch auf der XBOX über Zweifel erhaben und bietet spielerisch ein episches, cinematisches und schlichtweg grandioses Spielerlebnis. Ich bin rundrum begeistert... das bislang wichtigste Spiel des Jahres und ein Titel, von dem man noch lange sprechen dürfte!
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