WICHTIG: Dieses Spiel mit der Aufschrift "Classics" hat keine Nachteile im Gegensatz zur "Original-Version" des Spiels.
Ich habe damals mit "Final Fantasy VIII" angefangen und kein Teil der Serie verpasst. Jedes Teil hat mich irgendwie anders fasziniert, sei es das Gameplay, die Story oder das Kampfsystem. Es gibt kein anderes Spiel, welches so viele Teile hat und sich trotzdem verkauft wie geschnitten Brot. Warum es mit dem Erfolg so gut klappt und warum auch der 13. Teil ein wahrer Meilenstein ist und die Jahre über nicht vergessen wird lesen Sie jetzt:
Die Story bei "FF XIII" ist ausgeklügelt, logisch, nachvollziehbar und sehr gut in Szene gebracht: Aufgrund einer Gefährdung von Cocoon (Spielewelt) durch die Unterwelt Pulse werden die Menschen, die zuvor ein friedliches Leben lebten, in Purgation versetzt, d.h. sie kommen in eine Gefangenschaft, abgeschottet von der Außenwelt, und werden danach zu L'Cies (eigene Bestimmung für jedes Individuum). Wenn Sie diese Bestimmung erfüllen können - in der vorgegebenen Zeit - erhalten Sie das "Geschenk der Ewigkeit", welches allzu oft falsch interpretiert wird: Das "Geschenk der Ewigkeit" setzt sich zusammen mit dem Tod in einer Kristall-Gestalt. Wiederrum, wenn die Bestimmung nicht erfüllt wird, verwandeln sich L'Cies zu L'Cieths, d.h. in fehlgeschlagene "Produkte" in der Gestalt eines Monsters.
Die betroffenen Charaktere Lightning, Snow, Sazh, Vanille und Hope suchen nach Rache: Lightnings kleine Schwester, zugleich die ehemalige Verlobte von Snow, bekommt das "Geschenk der Ewigkeit", kurz vor der Hochzeit mit Snow. Sazh wurde - wie jeder andere auch - unfrewillig zur Purgation gezogen, dem er sich zu wiedersetzen versucht. Hope hat bei der Schlacht gegen die Soldaten seine Mutter verloren und Vanille gilt als die lebenslustige und ermunternde Mädchen, welche den Mut hat, mit den Erwachsenen gleichzuhalten.
Der geschieterte Versuch, dem Elend ein Ende zu setzen und L'Cie-Pulse zu besiegen, führt letzendlich dazu, dass alle Charaktere "gebannt" werden und eine Bestimmung bekommen, von der sie keine Ahnung haben [...]
So weit, so gut - ich könnte ein Buch über die Geschehnisse und Handlung des Spiels schreiben, aber dann wäre die Spannung für jeden potenziellen Käufer nicht mehr gegeben. Kommen wir also zur Grafik, Steuerung, Musik und Gameplay:
Ich besitze das Spiel für die XBOX 360 und kann nur sagen, dass es absolute Spitzenklasse und Feinarbeit der Entwickler in den Augen zu spüren gilt. Wenn die XBOX 360 doch so ein recht ordentliches Ergebnis abliefert auf DVD-Datenträgern, dann würde ich mal gerne sehen, was die PlayStation 3 mit ihrer Blu-Ray-Dimension zu bieten hat. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, sind die sogenannten "Klötzchen-Bildungen" während einiger Videosequenzen. Ich besitze einen 42" FULL-HD-Fernseher und wenn ich nahe dran sitze, dann erkennt man einige Unschönheiten sowie diese "Klötzchen-Bildungen" sehr wohl, aber wie gesagt, es sind nur Videosequenzen und es gibt soweit keine Ruckler und eben Unschönheiten während des Spielverlaufs.
Kommen wir doch zur Steuerung: Die Steuerung hat sich natürlich mit dem neuen Kampfsystem - welches mir sehr gut gefällt - in neue Dimensionen eingenistet. Es gilt halt nicht mehr Steuerkreuz, X-Taste Aktion auswählen und Kreis-Taste Aktion rückgängig machen. Alles ist komplexer geworden; doch komplex ist nicht direkt gleichzusetzen mit schwierig. Es stimmt, dass es einige Anläufe und Gewöhnungszeit braucht, bis man sich eingespielt und es erlernt hat, richtig damit umzugehen, aber sobald man es kann, möchte man es eigentlich nicht mehr vermissen. Mir gefällt dieser "Sprung ins kalte Wasser"; ich war positiv überrascht. Bei Final fantasy XII (PS2) sowie Final Fantasy Crisis Core (PSP) war das Kampfsystem ja noch ähnlich, daher kann ich sagen, dass die etwas angeeignete Stellung zum ATB (Active Time Battle) doch mehr oder weniger hilfreich war.
Die Musik im Spiel (sog. Soundtrack des Spiels) weiß auch vollkommen zu überzeugen. Es regt einen je nachdem zur Kampf-, Schmeichel-, Liebes-, Hass- oder Wutlaune an. Meiner Meinung nach gibt es etliche Titel, wofür es sich lohnt, den Soundtrack doch zu kaufen und immer wieder - auch wenn man nicht gerade spielt - den einen oder anderen Titel zu hören, um zu entspannen. Die Harmonie ist dabei auf jeden Fall gegeben.
Kommen wir doch zum allgemeinen Gameplay: Im Prinzip hat sich bei "Final Fantasy XII" nichts geändert! Es gibt nach wie vor ansehnliche Gegenden und man muss auch Gegner bekämpfen, bekommt nach und nach Bestien und kann sein Level verbessern und die Fähigkeiten aufwerten. Es stimmt zwar schon, dass man nun nicht mehr frei begehbare, weite Welten hat, doch allein vom Feeling, welches mir "Final Fantasy XIII" gibt, hatte ich nie das Gefühl, etwas zu vermissen. Damit möchte ich keinen Teil der Serie in den Hintergrund stellen oder schlechter abschneiden, aber wie gesagt es ist und bleibt ein Final Fantasy. Jedes mal mit dem selben, rundenbasierten Kämpfen würde auf Dauer auch nur zu monoton werden und der Mensch strebt von Natur aus Neuigkeiten und Verschiedenes. Sogar ein Chocobo, welches ein wichtiger Bestandteil jedes Final Fantasy Spiels war, hat auch hier einen Platz gefunden - und dieser Chocobo ist sowas von süß und knuffig! :)
Fazit: Ich musste mir keine etlichen Tests, Vorschauen oder Videos durchlesen bzw. anschauen. Für mich ist ein Final Fantasy aus dem Hause Square Enix einfach nur eine Genialität. Bewusst lese ich mir nie sowas durch oder sehe es mir an, damit die Spannung möglichst hoch angesetzt ist, wenn ich dann endlich das Spiel in meinen eigenen vier Wänden spielen kann. Bisher war jedes Final Fantasy ein Blindkauf - und denken Sie, ich habe jemals etwas bereut?! Nein, um Gottes Willen. Ich liebe sie alle, habe sie alle liebend gern mehrere Male durchgespielt und bin immer noch von jedem einzelnen Teil positiv überrascht und überwältigt.
Für jeden, der wirklich Geschmack hat, ist Final Fantasy XIII uneingeschränkt ohne jegliche Vorwarnung zu empfehlen.