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Eigentlicher Schauplatz von "Spy Game" sind die Konferenzräume und Gänge des Hauptquartiers der CIA in Langley, Virginia. Hier bestimmt unterkühltes Misstrauen die Gemüter, das Geschäft mit der zündenden Information hat in den Charakteren der einzelnen Agenten, die sich zu einem internen Untersuchungsausschuss zum Vorfall in China zusammengefunden haben, seine Spuren hinterlassen - der Titel des Films trifft zu: Wie bei einem Schachspiel versuchen die jeweiligen Kontrahenten sich einen Vorteil zu erspielen, alle sind Meister des Taktierens um Informationen und Hinweise, wobei sich Sinn und Motivation der einzelnen Züge häufig erst später entpuppen. Für den Zuschauer entsteht dadurch ein nervenzerreißendes Bild "zwischen den Fronten".
Durch eine Mischung aus Verhörsituation und Rückblenden auf spektakuläre Politschauplätze der siebziger und achtziger Jahre werden die Agenten-Karriere des verlorenen Sohnes und das Verhältnis zu seinem Mentor aufgedeckt: Erst Vietnam 1975, dann Berlin einige Jahre später und schließlich der Nahe Osten Mitte der achtziger Jahre. Insgesamt sehr spannend gemacht!
Was die darstellerischen Leistungen des Films anbetrifft, so hat mir besonders Robert Redford in der Rolle des "Agenten-Lehrmeisters" gefallen, der seiner Rolle durch die ihm eigene, unnachahmliche Art eine hohe Glaubwürdigkeit einhaucht. Allerdings darf man dasselbe nicht vom Film an sich erwarten, denn dieser dient lediglich als Kulisse für die Darstellung einer wahren, unantastbaren, durch nichts zerstörbaren Männerfreundschaft. Besonders auch die temporeiche Inszenierung und die gewitzten Dialoge zwischen Redford und Pitt machen "Spy Game" zu einem unvergesslichen Thrillervergnügen.
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Redford brilliert hier in einer Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben scheint: ein erfahrener, charmanter und zugleich berufsbedingt hochmanipulativer alter Agenten-hase, dessen letzter Tag ihm dank eines Alleinganges seines "Lehrlings" Brad Pitt noch einmal alles abfordert, was er an Verschlagenheit zu bieten hat.
Mit mehreren Rückblenden gespickt, zeigt der Film, wie Redford noch ein letztes Mal alle Tricks anwendet und alle Fäden zieht, um seinem Schüler - entgegen seinen Prinzipien und gegen den Willen des restlichen CIA - aus der Patsche zu helfen. Dabei wird extrem viel Handlung in überraschend kurzer Zeit vermittelt, was dem Film neben den furiosen Bildschnitten einen Drive und eine Atemlosigkeit verleiht, die dem Zuschauer etwas mehr an Aufmerksamkeit abfordert als gewöhnlich.
Wer diese allerdings aufbringt, wird mit einem hochintelligenten Spionage-Ritt belohnt, in dem eine gute Dosis subtiler Humor ebenso serviert wird wie auch eine (für Hollywood ungewöhnlich ungeschminkte) interessante Sichtweise auf das oft schmutzige Spiel der Spione. Die Protagonisten sind keine Helden, sie benutzen wiederholt andere Menschen um sie am Ende im Stich zu lassen - und letzlich stellt der ganze Film im Hintergund die heimliche Frage, ob der Zweck denn nun wirklich die Mittel heiligt.
Ein brillianter Redford, ein gewohnt rebellischer Pitt und dazu ein atemlos schneller aber zugleich clever inszenierter Plot machen "Spy Game" zu einer soliden Unterhaltung für einen ruhigen Abend.
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