Da staunt die kleine Nora(Alina Fowley) nicht schlecht, als ihr Nachbar Bob Ho(Jackie Chan), der ihrer Mutter Gillian(Amber Valletta) den Hof macht und nebenbei ein total langweiliger Kugelschreiberverkäufer ist, ihr mal zeigt, wie schnell man in seine Klamotten kommt. Was allerdings weder Nora, noch ihre Geschwister Farren(Madeline Carroll) und Ian(Will Shadley) wissen: Bob ist eigentlich ein chinesicher Spion, der im Auftrag der CIA arbeitet. Auch Gillian hat davon keine Ahnung. Ansonsten wäre sie nie auf die Idee gekommen, Bob als Babysitter anzustellen, während sie ihren kranken Vater besucht. Bob nimmt den Job an, denn: Als Spion will er ohnehin aufhören und seinen ärgsten Widersacher, den russischen Fiesling Poldark(Magnus Scheving) hat er gerade hinter Gitter gebracht, da winkt ein angenehmer Ruhestand.
Natürlich kommt alles anders. Poldark flieht, Ian lädt sich von Bobs Computer ein geheimes Programm herunter und kurze Zeit später macht eine Garde von russischen Geheimagenten Jagd auf Bob und die Kinder. Bob muss sich dabei nicht nur gegen die Russen zur Wehr setzen, auch die Kinder, die ihn eigentlich hassen, wollen vom neuen Freund ihrer Mutter überzeugt werden. Welche Aufgabe schwieriger ist? Lassen sie sich überraschen...
Mit -Spy Daddy- hat Brian Levant eine Komödie ohne Risiko produziert. Jackie Chan als alternder Spion im Kinderstress unterhält dabei ordentlich. Ansonsten ist die Story nicht gerade von komödiantischem Tiefgang geprägt. Es gibt ein paar wirklich gelungene Gags, aber auch einen satten Zuschlag an amerikanischen Klischees und Charaktere(wie z.B. Farren und Ian), die so plakativ und nervig sind, dass sie einem das Filmerlebnis ein wenig trüben. Das liegt allerdings nicht an den Schauspielern, sondern am schwachen Drehbuch. Da hat Levant die Figuren arg überzeichnet und es fällt schwer, Sympathien aufzubauen. Besser gelungen sind da schon Typen wie Poldark, der modebewusste russische Agent, oder die kleine Nora, die einem ziemlich schnell ans Herz wächst. Die Nebenrollen sind mit Schauspielern wie George Lopez und Billy Ray Cyrus gut besetzt.
Für einen lustigen DVD Abend(am besten mit den Kindern) kann man mit -Spy Daddy- nicht viel verkehrt machen. Clevere Komödienunterhaltung sieht jedoch ein wenig anders aus. -Spy Daddy- wird mit einem Vergleich zu den -Spy Kids- beworben, aber mit Robert Rodriguez Film aus dem Jahr 2001 kann Levants Komödie nicht mithalten.
Mein Fazit: -Spy Daddy- ist für Jackie Chan Fans sicher ein Muss, auch wenn der Martial Arts Star ein wenig in die Jahre gekommen ist. Für einen netten Familienfilmabend vor der Glotze ist der Film ebenfalls geeignet. Insgesamt ist Brian Levants -Spy Daddy- jedoch nur eine durchschnittliche Komödie, die man sich anschaut und relativ schnell wieder vergessen wird. Einige wirklich gelungene Szenen lassen erahnen, dass in dieser Story vermutlich ein wenig mehr Potential gesteckt hätte.