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Sputnik Sweetheart [Gebundene Ausgabe]

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. Oktober 2003
Cooler Realismus und Fantastik verbinden sich in der Geschichte von Sumire und Miu. Die eine ist eine junge weltfremdromantische Möchtegernautorin, die andere eine siebzehn Jahre ältere erfolgreiche Geschäftsfrau. Unempfänglich ist Miu für das Begehren der jungen Frau, von der sie "süßer Sputnik" genannt wird. Auf einer Reise durch Frankreich und Italien bis auf eine kleine griechische Insel verschwindet sie plötzlich - alle Spuren ihres Schicksals verlieren sich. Ein junger Lehrer, der die betörende Sumire liebt, findet Aufzeichnungen bizarrer Vorfälle und Geschichten in Geschichten, die auch ein Geheimnis von Miu in der Schweiz aufdecken. Mit Haruki Murakamis Roman geraten wir an die Ränder der Wirklichkeit, aber auch wenn die Menschen auf getrennten Umlaufbahnen einsam wie ein Sputnik ihre Bahnen ziehen, es gibt noch eine andere Seite des Lebens: "Wir brauchen nur zu träumen."

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 234 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 2 (16. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832156968
  • ISBN-13: 978-3832156961
  • Originaltitel: The Sputnik Sweetheart
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 14,7 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 445.303 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Lange Zeit ein Geheimtipp, avancierte Haruki Murakami mit dem Roman Naokos Lächeln, der in Das Literarische Quartett den päpstlichen Segen erhielt, hier zu Lande zum meistgelesenen japanischen Autor. Der unterkühlte Tonfall, der schnörkellose Stil, die sinnsüchtigen Mittzwanziger und -dreißiger, die, aller materiellen Sorgen ledig, mit weltschmerzverzerrtem Gesicht in schicken Bars abhängen -- das vermittelt dem westlichen Publikum das Gefühl, dass man sogar Japan(er) ansatzweise verstehen kann.

Soziologisch-literarische Forschungsarbeit hat Murakami zuletzt mit der Interview-Sammlung Untergrundkrieg geleistet, die Opfer wie Urheber des Tokioter Giftgasanschlags von 1995 zu Wort kommen lässt. Auch der Icherzähler in Sputnik Sweetheart berichtet von einer Katastrophe, einer unvorhergesehenen Wendung in seinem bis dahin ruhigen Leben. Ungeachtet gelegentlicher Affären pflegt der junge Grundschullehrer eine stille Leidenschaft für Sumire, eine ehemalige Kommilitonin mit schriftstellerischen Ambitionen, wie er eine zwanghafte Leserin und dabei eher weltfremd: "Sie rauchte zu viel und verlor auch bei kürzesten Bahnfahrten unweigerlich ihre Fahrkarte." Als Sumire sich in die erheblich ältere Miu verliebt, gerät das literarische Projekt in Vergessenheit. Erst auf einer Europareise mit ihrem "süßen Sputnik" beginnt sie wieder zu schreiben, um Miu und ihrer mysteriösen Geschichte näher zu kommen.

Über weite Strecken dominiert die Perspektive des namenlosen Lehrerfreundes. Dessen Stimme und Stimmungen kennzeichnet die vertraute Murakami-Mischung aus sentimentaler Melancholie und coolem Hedonismus. "Sie gab mir das Gefühl, erster Klasse zu fliegen", sagt er über eine Geliebte. Seine erotischen Fantasien sehen so aus: "Während die beiden sich leidenschaftlich liebten, könnte ich in einer Zimmerecke sitzen und Balzacs gesammelte Werke lesen." Ist die Komik beabsichtigt? Jedenfalls nervt der kultivierte Snobismus gehörig: "Geht's dir gut?" -- "Ja, ich bin munter wie die Moldau im Frühling."

Viel besser sind die Passagen mit und von Sumire. Auch die hat kitschige Anwandlungen, pflegt aber gleichzeitig einen gesunden Zynismus: "Statt eine Menge zusammenhangloses Zeug zu schreiben, sollte ich mich lieber wieder ins warme Bett kuscheln, an Miu denken und masturbieren. So sieht's aus." Was sie sonst noch über das Schreiben denkt, verrät einiges vom Selbstverständnis des Autors, droht allerdings im Kontext der durchaus spannenden Geschichte(n) -- äußerst verstörend die von Miu -- unterzugehen.

Also: Fans bekommen das, was sie erwarten: magischen Realismus auf asiatische Art, dieses Mal ohne epische Ausuferungen. Neulinge im Murakami-Kosmos dürften von dem literarischen Two-Nights-Stand zwar nicht abgeschreckt werden, als ungleich wirkungsvollere Einstiegsdroge sei ihnen jedoch der zauberhafte Erzählungsband Wie ich eines Tages im April das 100%ige Mädchen sah ans Herz gelegt. --Patrick Fischer

Pressestimmen

„Eine schöne, verspielt-verspiegelte Liebesgeschichte, eine Geschichte vom Erwachsenwerden, das Murakamis Helden auf sympathische Weise niemals ganz gelingt.“ (Die Zeit )

„In Murakamis Büchern kann man sich wie in wunderbaren Träumen verlieren.“ (Der Spiegel ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Raymond Chandler der Seelenkunde 2. September 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Kein opulenter Jahrhundertroman wie «Mister Aufziehvogel», sondern ein kleines Meisterwerk der leisen Töne. Der coole Ich-Erzähler ist ein Freistil-Detektiv, der sich auf die diskreten Wege der Seele versteht. Junge liebt Mädchen, Mädchen liebt ältere Freundin - alles Verhängnis beginnt mit den Mißverständnissen der ersten Liebe und führt in das dunkle Herz der Einsamkeit. Das Mädchen verschwindet.

Japan, Italien, Südfrankreich, eine entlegene griechische Insel, die Akropolis, eine Grenzstadt in der Schweiz, das schäbige Büro eines Tokioter Kaufhausdetektivs - diese Orte stellen nur die Oberfläche für das Labyrinth, in dem sich die Protagonisten dieser melancholischen Geschichte verlieren. Wie üblich bei Murakami, hat alles einen doppelten Boden. Und was diese untergründige Welt mit der unseren verbindet, was dort passiert, fühlt man eher, als daß man es versteht - die Prosa von Murakami kommt der Stimmung der Filme von David Lynch so nahe, wie das niemandem sonst gelingt.

Ein dezenter Thriller, der auf Seidenpfoten daherkommt und einen Seelenraum aufreißt, in dem die kostbaren, feinfühlenden, differenzierten und kultivierten Helden aus Murakamis Universum sich nur scheinbar aufeinander zu bewegen, weil ihre Unfähigkeit, sich nahe zu kommen noch stärker ist als ihre Sehnsucht nach Nähe.

Auch in diesem Roman erweist sich Murakami als Meister der bizarren Umstände und der surrealistischen Ereignisse. Zugleich läßt er uns besonders intensiv daran teilnehmen, was ihn - und uns - in der tiefsten Seele bewegt.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
"Sputnik Sweetheart" ist der siebte Roman, den ich von Haruki Murakami gelesen habe. Und es ist nicht der beste. Aber auch bei diesem Buch habe ich das Lesen nicht bereut. Murakami behält seinen Stil konsequent fort, seine Protagonisten beziehungsweise Ich-Erzähler sind sich zum Verwechseln ähnlich. Immer handelt es sich um Männer ähnlichen Alters, Ende zwanzig, Anfang dreißig, die identische Vorlieben haben: Musik, Literatur, Kochen, Frauen mit ähnlichem Charakter. Immer Typen liebenswürdiger Gesinnung, die in ein Abenteuer besonderer Art verstrickt werden. Alle auf der Suche nach sich selbst und auf der Suche nach einem Sinn ihres Daseins.

Murakami vermischt in allen Büchern einen überwiegenden Anteil Alltag mit einem gewissen Zuschuss Fiktion, Mythos, Surrealität. Fragen bleiben offen, Handlungsstränge werden nicht immer klassisch geschlossen. In der Regel lege ich einen Roman von Murakami zur Seite und bleibe ein bißchen ratlos zurück. Wahrscheinlich ist das aber genau die Absicht des japanischen Autors, der dieses Buch im Alter von fünfzig Jahren schrieb, allerdings weiterhin im Stile eines Endzwanzigers. Die Tatsache, dass alle Bücher vorherrschend in Japan spielen, erschwert das Lesen für einen Mitteleuropäer in keinster Weise. Abgesehen von Namen und Städten merkt man es beinahe nicht. Angemerkt sei diesbezüglich, daß Murakami längere Zeit sowohl in den USA als auch in Europa lebte.

Hier eine kurze Leseprobe aus dem Ende des Romans: „So ist das Leben. Wie schwer und tödlich unser Verlust auch sein mag, wie wichtig auch immer das, dessen wir beraubt wurden: Wir leben einfach weiter. ... So oft ich darüber nachdenke, wie wir unermüdlich und meist ohne besonderes Geschick unsere alltäglichen Verrichtungen wiederholen, überkommt mich das Gefühl einer entsetzlichen Leere." Wie wahr. Und typisch für Murakami.

Der an der einen oder anderen Stelle geäußerte Tipp, dass man ein Buch des zukünftigen Literaturnobelpreisträgers in den Händen hält, erscheint mir überzogen. Nicht solange zumindest John Updike und Philip Roth nicht damit bedacht sind.

Wer bisher noch kein Buch von Haruki Murakami gelesen hat, dem empfehle ich als Einstieg „Gefährliche Geliebte". Knapp über 200 Seiten, rund, gelungen, sprachlich ansprechend und ein guter Anhaltspunkt für sein gesamtes Werk. Wem das gefällt, der kann als nächstes seinen „Mister Aufziehvogel" lesen. Auf „Sputnik Sweetheart" stößt man dann irgendwann wieder von alleine.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mysteriös, fesselnd, genial !!! 19. August 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
ich habe schon so manchen murakami gelesen (die wilde schafsjagd, gefährliche geliebte, naokos lächeln, etc.) und alle eigentlich verschlungen wie kaum andere werke. Bei den vorherigen Lektüren war ich allerdings nach der letzten Seite oft enttäuscht. nach einem wahnsinnig packenden lesevergnügen, fühlte ich mich mit zu vielen ungeklärten fragen allein gelassen. so aber nicht bei diesem -wie ich finde- meisterwerk. auch hier verbindet der autor jegliche genres, philosphiert über die welt, romantisiert, erotisiert, fasziniert! Er bleibt zwar im ggs. zu anderen seiner geschichten realitätsnah, gestaltet die handlung aber wie so oft höchst mysteriös und teilweise bis zum ende ohne klare erklärungen, aber hier eben so endend, dass ich beeindruckt und zufrieden das buch zuschlug und mich sofort auf die suche nach dem nächsten grandiosen murakami machte.

unbedingt lesenswert um einfach ab zu schalten und in die eigentümliche murakami-welt ein zu tauchen!

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3.0 von 5 Sternen Drei Satelliten verfehlen sich
Sputnik Sweetheart war mein erster Murakami und ich bin mit recht hohen Erwartungen an ihn herangegangen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Solipsist777 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sucht-Macher
Eigentich hatte ich Sputnik als Zwischenlektüre zwischen 1q84 1+2 und dem 3. Buch geplant, ist wie sich herausstellt eigentlich ein gutes WErk, um sich sanft mit Murakami... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von RealApe veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Vom Schreiben und Lieben...
... handelt Haruki Murakamis -Sputnik Sweetheart-. Es ist, wie ich finde, nicht Murakamis bester Roman. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Sehr schöne Geschichte
Dies ist das erste Buch von Murakami, das ich gelesen habe. Mir gefällt sein Stil und seine Ausdrucksweise sehr gut und ich mag die Mischung aus Roman und eingeflochtenen... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Chruchanan veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen genial
Wie alle Bücher einfach genial...sicherlich nicht das Allerbeste Buch, aber mich hat noch nie ein Schriftsteller so gefesselt, dass ich schon nach dem nächsten Buch... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Heinz veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Leider zuviel erwartet
Zuerst geht es um Sumire, dann verschwindet Sumire spurlos und der Erzähler fliegt an den Ort wo sie verschwunden ist. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von ghost1408 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen großartiges buch!
tolles buch und sehr sehr gut und schnell erhalten- vielen dank.
haruki murakami ist ein gr0ßartiger autor! für alle ein MUSS
Vor 15 Monaten von Daniela Schwaag veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Herbstlektüre
Geschichte zweier unerwiederter Lieben. Sprachgewaltig, herzzerreißend und einfach schön. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 29. April 2011 von Manfred Küper
4.0 von 5 Sternen Einsamkeit und Verwirrung
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Veröffentlicht am 1. April 2011 von KillaBee
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