Kurzbeschreibung
Die Schriftstellerin und Publizistin Hedwig Dohm (1831-1919) gehört zu den wichtigsten Autorinnen der Wende zum 20. Jahrhundert. Schon zu Lebzeiten galt sie als Pionierin für die modernen Frauenbewegungen in Deutschland. Bereits 1873 forderte sie das Stimmrecht für Frauen und kämpfte für die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung der Geschlechter. Hedwig Dohms Leben allerdings blieb bislang fast gänzlich unerforscht. Zu groß war die Verlockung, ihre Lebensgeschichte aus ihren Romanen und Novellen abzuleiten. Auch fand Hedwig Dohms Verwandtschaft mit der Familie Mann (sie war die Großmutter von Katia Mann) nach ihrem Tod lange Zeit mehr Beachtung als ihr eigenes Leben und Wirken. Isabel Rohner rückt diese Schieflage nun zurecht und gibt in ihrer aufwändig recherchierten Biografie erstmals Einblicke in die Welt der Hedwig Dohm, ihre Kindheit und Jugend in Berlin, ihre Ehe mit dem Journalisten Ernst Dohm, ihre Arbeit als Autorin, ihre Freundschaften und Netzwerke.
Der Verlag über das Buch
Hedwig Dohm war Journalistin, Publizistin und erfolgreiche Roman- und Theaterautorin: Hedwig Dohms Vielseitigkeit besticht. Noch heute haben ihre Artikel nichts an Frische verloren. In ihrem literarischen Werk verblüfft die sprachliche und darstellerische Kraft. Und viele ihrer gesellschaftspolitischen Forderungen sind - leider! - auch heute noch brandaktuell.
Über den Autor
Isabel Rohner, geb. 1979 in St. Gallen, studierte in Zürich und Köln Germanistik, Philosophie und Romanistik. 2005-2008 war sie Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und promovierte über die Werkrezeption von Hedwig Dohm. Seit 2006 gibt sie zusammen mit Nikola Müller die kommentierte Gesamtausgabe von Hedwig Dohms Werken heraus. Isabel Rohner ist Referentin für Hochschulmarketing an der Fern-Universität in Hagen.