Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren das erste mal gelesen. Dann kam der Tag, an dem ich meinen krebskranken Lieblingskunden einfach wieder einmal anrufen mußte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt eine Gehirntumor-OP hinter sich und war bereits blind. Als wir uns eine halbe Stunde nach dem Telefonat trafen, erzählte er mir, daß er morgen wieder ins Krankenhaus müsse, weil er an seiner einzigen Niere einen Tumor hatte. Wenn der Tumor nicht entfernt werden kann, wäre er zusätzlich noch Dialysepatient gewortden. Was sagt man darauf?
In dieser Sekunde ist mir dieses Buch mit den Spuren im Sand eingefallen, hab den Inhalt so einigermaßen zitiert. Als der Mensch die Spuren seines Lebens überblickte mußte er feststellen, daß in den schweren Lebenszeiten nur eine Spur im Sand zu sehen war; Gott antwortete dem Menschen dann darauf: Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie alleine lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.
Nach dieser Geschichte von mir, ging es allen Leuten im Raum besser, ihm, seiner Frau und mir. Er hat die Entfernung des Tumors ohne Verlust der Niere überstanden. Im Krankenhaus hat er dann dem Krankenhausseelsorger schon im ersten Gespräch diese Geschichte von den Spuren im Sand erzählt, dieses Gedicht war eine Hilfe für ihn. Es ist schön, wenn man einem lieben Menschen oder auch sich selbst damit helfen kann. Dieses Buch gehört in jedes Haus.