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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligent Design: Solide und differenzierte Informationen statt defizitärer Pauschalaussagen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Spuren Gottes in der Schöpfung: Eine kritische Analyse von Design-Argumenten in der Biologie (Broschiert)
Intelligent Design (ID), Nichtreduzierbare Komplexität und Teleologie ' das sind einige Begriffe, die in einer Vielzahl aktueller Publikationen im Darwin-Jahr aufgegriffen und diskutiert wurden. Als Ergebnis stellt man unter Berufung auf die 'Tatsache Evolution' zumeist fest, dass wir in der Biologie den Rückgriff auf einen Designer oder einen Schöpfer nicht mehr benötigen, auch wenn die zahlreichen Strukturen und Funktionen des Lebens wie 'designt' aussehen. Das Bild, das dabei über die erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen sowie wissenschaftlichen Grundlagen und Argumente des Design-Ansatzes verbreitet wird, deckt sich selten mit dem, was tatsächlich durch deren Vertreter gezeichnet wird. Ist unter Berücksichtigung des heutigen biologischen Wissens das Thema 'ID' bzw. 'Design' tatsächlich kein wissenschaftliches Gesprächsthema mehr, allein weil das Designargument über das wissenschaftlich Erfassbare hinausgeht ? Stellt der Verweis auf einen Designer lediglich einen verschleierten aber hoffnungslosen Versuch dar, den Kreationismus zu retten?Reinhard Junker gelingt mit dem Buch "'Spuren Gottes in der Schöpfung? Eine kritische Analyse von Design-Argumenten in der Biologie"' zweierlei. Es liefert abseits jeglicher Polemik eine profunde Darstellung und eine detaillierte Analyse der Kritik der Grundideen der Intelligent Design-Bewegung. Damit bietet der Autor einen verlässlichen Faktenfundus gegenüber den zahlreichen defizitären Angeboten (z. B. Hemminger H [2009] 'Und Gott schuf Darwins Welt') zur Thematik. Zweitens entwickelt Junker das Design-Argument weiter, gerade in Bezug auf dessen Verwendbarkeit für eine biblische Schöpfungslehre. So wird zum Beispiel der von Christoph Heilig in die Diskussion eingeführte Begriff des 'Spezifischen Design' vorgestellt, das Hinweise auf Eigenschaften eines bekannten Designers vermittelt und gezielte, heuristisch wertvolle Forschung erlaubt. In seinem Buch nähert sich Junker dem Thema der Teleologie (Zweckmäßigkeit, Zielorientierung) in der Biologie auf verschiedenen Wegen (wissenschaftstheoretisch, wissenschaftlich, theologisch) und arbeitet prägnant die Unfähigkeit bisheriger evolutionärer Modellierungen zur Erklärung dieses Phänomens heraus. Design liefert eine plausible Antwort, wenn man bereit ist, sich aus dem naturalistischen Korsett des Verständnisses von Wirklichkeit und ihrer Geschichte zu befreien. Viel Mühe verwendet der Autor darauf, das Lückenbüßerargument sowie den an Design-Ansätze gerichteten Vorwurf der Wissenschaftsfeindlichkeit zu entkräften. Und das gelingt mit Erfolg. Das Buch ist abschnittsweise anspruchsvoll und fordert Konzentration vom Leser. Die Zusammenfassungen der Kapitel, die Hervorhebungen zentraler Aussagen im Text und ein abschließender Thesenteil machen es dennoch jedem Interessierten möglich, das Buch mit mit großen Gewinn zu lesen. Der ausführliche Fußnotenteil liefert die Originale englischer Zitate sowie weitere vertiefende Diskussionen. Jeder, der sich kompetent und sachlich fundiert über Intelligent Design, Schöpfung und Evolution informieren möchte oder selber an der Debatte teilnimmt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Junkers Monographie ist eine besondere Einladung an die ID-Kritiker im deutschsprachigen Raum, sich endlich den tatsächlich diskutierten Argumenten zu stellen und Strohmänner aufzugeben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Design in der Biologie?,
Rezension bezieht sich auf: Spuren Gottes in der Schöpfung: Eine kritische Analyse von Design-Argumenten in der Biologie (Broschiert)
Rezension: Junker, Reinhard: Spuren Gottes in der Schöpfung. Eine kritische Analyse von Design-Argumenten in der Biologie. Holzgerlingen 2009Mit der vorgelegten Monografie fasst der Autor ein überaus heißes Eisen an: die öffentliche Auseinandersetzung um die Frage nach der Entstehung und Geschichte der Lebewesen, die seit einigen Jahren überaus engagiert, oft leider aber auch unsachlich und polemisch geführt wird. Auf diesem Hintergrund legt der Autor eine unaufgeregte Auseinandersetzung zur Frage nach den Grenzen der Wissenschaft und nach dem Zusammenhang von Wissenschaft und Schöpfungsglauben vor, in der die eigentlichen Sachfragen in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt werden. Er behandelt außergewöhnlich gründlich u.a. Fragen wie: Handelt es sich beim Design-Ansatz um Naturwissenschaft? Handelt es sich um eine vergleichbare Alternative zu Evolutionstheorien? Welchen Zusammenhang hat der Design-Ansatz mit der biblischen Schöpfungslehre? Junkers erklärtes Ziel ist es, den Diskussionsstand im deutschsprachigen Raum zum Thema Design in der Biologie" darzustellen und zu kommunizieren (S. 10f). Das Buch versteht sich als eine Art Zwischenstand einer über mehrere Jahre währenden Diskussion, die wohl nicht an ihr Ende gelangen wird, solange Menschen über ihren Ursprung nachdenken" (S. 12). Im einleitenden Kapitel stellt der Autor Grundgedanken des Design-Ansatzes dar, es folgt ein kurzer Überblick auf die Darstellung von Design-Argumenten in der Öffentlichkeit. Im dritten Kapitel wird begründet, warum die Frage nach Design und Teleologie in der Biologie eine Existenzberechtigung hat. Wie sich dieser zur Naturwissenschaft und Naturgeschichtsforschung verhält, ist Thema von Kapitel 4. Es folgt eine Analyse der Begründungsweisen für das Wirken eines Schöpfers (Kapitel 5 und 6). Kapitel 7 widmet sich spezifischen Design-Indizien, Kapitel 8 der Vielzahl von Kritikpunkten gegenüber dem Design-Ansatz. Vor der gut dreiseitigen Zusammenfassung des Diskussionsbeitrags (Kapitel 10) werden in einem eigenen Kapitel auch einige theologische Aspekte behandelt (Kapitel 9). An dieser Stelle sei eine der zentralen Thesen Junkers genannt, die wie die darauf aufbauenden sicher nicht unwidersprochen bleiben wird bzw. werden: Die neuere Auseinandersetzung um Design und Schöpfung hat ihren hauptsächlichen Ursprung dort, wo er meist nicht vermutet wird: In dem ständig wachsenden Wissen über den Aufbau und die Strukturen der Lebewesen. Deren komplexe zweckmäßige Organisation erzwingt die Diskussion über einen schöpferischen Ursprung." Der Autor setzt sich mit vielen Vorurteilen und Halbwahrheiten über den Design-Ansatz auseinander und zeigt, dass die Annahme einer Schöpfung wissenschaftliche Forschung nicht behindert" (Zitate von der Rückseite des Covers). Das Buch ist wegen seiner klaren Struktur und Sprache gut lesbar. Damit die einzelnen Kapitel auch für sich genommen besser verständlich sind, hat der Autor bewusst einige Wiederholungen und Überschneidungen im Text belassen (S. 11f), die aber auch beim chronologischen Studium nicht stören, sondern zu einer angenehmen Hilfe beim Behalten der Kernargumentationen werden, ebenso wie das kurze Fazit am Ende eines jeden Kapitels. Das Buch enthält zahlreiche, z.T. auch längere, Fußnoten (274 von Seite 9 - 160) und ein ausführliches Literaturverzeichnis (S. 165 - 171), die Grundlage eines vertiefenden Studiums sein können und andererseits den fortlaufenden Text so entlasten, dass dem Leser an keiner Stelle der rote Faden verloren gehen muss. Fazit: Dem selbstgestellten Anspruch wird das Buch in jeder Weise gerecht. Da auch in der Wissenschaft der Aufbau von Feindbildern gegen Andersdenkende zur eigentlichen Hemmung des Fortschritts wird, bleibt nun zu wünschen, dass weltanschaulich anders geprägte Wissenschaftler bereit sind, mit Junker auf der Sachebene zu kommunizieren. Es würde der Ursprungsforschung nur gut tun und für den an diesen Fragen interessierten Laien ungemein spannend sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sachlich, ausgewogen, gut lesbar,
Von
Rezension bezieht sich auf: Spuren Gottes in der Schöpfung: Eine kritische Analyse von Design-Argumenten in der Biologie (Broschiert)
Dieses Buch ist ein grundlegendes Werk über "Intelligent Design". Die Diskussion um ID, die vor allem in den USA geführt wird, wurde in den letzten Jahren auch von der deutschen Presse aufgegriffen. Doch anstatt sachlich und ausgewogen zu informieren, wird von ID ein Zerrbild geliefert, dass leider oft auch von wissenschaftlicher Seite flankiert wird.In dieser Situation hat Reinhard Junker ein Buch publiziert, das sich sachlich-fundiert und umfassend mit ID auseinandersetzt. Obwohl der Autor eine klare Position gegenüber ID bezieht, besticht das Buch durch seine Objektivität. Der ID-Ansatz wird ausführlich vorgestellt. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit zahlreichen Einwänden gegen ID. Das Buch lohnt sich somit auch für ID-Kritiker. Wer sich mit dieser Thematik beschäftigt, wird um dieses preiswerte Buch nicht vorbeikommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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