Pressestimmen
"Dann freilich ist man in jenem ureigensten Bereich, den Ernst Bloch mit dem Titel "Spuren" philosophisch von jeher einzukreisen suchte. Er musste sich für sein Fragen und Erzählen eine eigene - weit geöffnete - Form erst erschaffen. Das hat er getan. Darin vor allem sollte man, in der deutschen Literatur unseres Jahrhunderts, das wichtigste Merkmal von Ernst Blochs poetischer Sendung erblicken. Der Denker Ernst Bloch ist gleichsam der umgekehrte Voltaire. Seine Geschichten sind selbst die Philosophie, statt sie paradigmatisch zu demonstrieren. Die Erzählform ist bereits der Inhalt. Mehr als ein Stutzen und Überdenken ist jeweils der Geschichte nicht abzugewinnen. Eben dies aber ist die Philosophie davon." (Hans Mayer über die 'Spuren')
Kurzbeschreibung
"Wie nun? Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst." Dieser Text aus den "Spuren" steht als Motto über Blochs Gesamtwerk, er ist auch das Thema der "Spuren". Es sind Spuren, die hinführen zu Sinn und Deutung des Daseins, "im Erzählen merkend, im Merken das Erzählte meinend".
Es sind Spuren, die auch von der Geschichte der eigenen Jugend Blochs berichten. Diese Parabeln, die zu den Glücksfällen deutschen Denkens und deutscher Prosa gehören, sind heute so fabelhaft und wahr wie vor 70 Jahren, als sie gesammelt, gedacht und geschrieben wurden.