Ein Film aus der Zeit der Winnetou-Filme, der jenen Kitsch-Verfilmungen wohltuend gegenübersteht. Er zeigt den Kampf der Dakota unter ihrem jungen Häuptling Weitspähender Falke gegen das Vordringen der goldsüchtigen Weißen in den Black Hills. Nach Die Söhne der Großen Bärin und Chingachgook die Große Schlange ist dies der dritte Gojko-Mitic-Indianerfilm, der ihm regelrecht auf die Brust geschrieben wurde. Man vergleiche diesen athletischen Schauspieler mit dem schmächtigen Pierre Briece, der sich immer hinter seinem Ganz-Körper-Indianer-Kostüm verstecken musste. - Der Fim selbst ist sehr vielschichtig, er zeigt die Konflikte auch zwischen den Indianern untereinander, deren Uneinigkeit sich die Weißen zu Nutzen machen konnten, er zeigt die entbehrungsreiche Flucht der Dakota vor dem nicht enden wollendem Zustrom weißer Siedler und Glücksjäger. Action-Höhepunkt des Films: der Überfall auf die Goldgräberstadt, die komplett in Brand gesetzt wird. Die Art und Weise der Handlung, aus der letztendlich der Häuptling noch mal als Sieger hervorgeht, lässt die beginnende Ohnmacht der Indianer erahnen, die in der Fortsetzung Weiße Wölfe vollends zum Tragen kommt. - Ein Höhepunkt für sich ist die Film-Musik, die mit ihren einprägsamen Themen die Handlung perfekt untermalt. Unbedingt zu erwähnen ist die Mitwirkung des genialen Charakterdarstellers Rolf Hoppe, der hier noch als rechte Hand des Bodenspekulanten Bludgeons fungiert, in Weiße Wölfe dann aber direkt den Gegenpart zu Weitspähender Falke übernimmt.
Spur des Falkens - eine Selbstverständlichkeit für jeden Gojko-Fan, ein Muss für jeden Liebhaber kitschfreier Indianerfilme.