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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Undifferenzierter Umgang mit dem Thema,
Von Filmfreund "Bernd" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sprutz: In den Fängen der NVA (Taschenbuch)
Zunächst: Selbst in der NVA gedient(EK80/I),in dieser Zeit beide Extreme erlebt(Spezialausbildung, später degradierter Wachsoldat) möchte ich mit einem grundsätzlichen, von Autor so gerne bemühten Klischee aufräumen.Die NVA war, wie alle Armeen kein Zuckerschlecken. Bot wie in allen Armeen Möglichkeiten von Schikane, Bevormundung und Erniedrigung. Allein daraus eine fragwürdige Moral abzuleiten, halte ich für nichtkundige Leser mehr als bedenklich. In seinem Buch schildert der Autor bekannte Klischees, baut sie aus, wertet sie subjektiv in eigener Sache. Befremdlich dabei, dass er sich stets auf die "hochmoralische Seite" stellt, dagegen seine Peiniger (Vorgesetze) setzt. Sicherlich hatte man es auch mit überforderten Vorgesetzten zu tun, die als Führungspersönlichkeiten nichts taugen, musste sich deren Willen beugen. Jedoch daraus ein Prinzip zu erheben, halte ich für falsch. Wer es erlebt hat, wird mir recht geben: Der Alltag regulierte sich durch die Soldaten selbst. ("EK-Prinzip") Die drei Diensthalbjahre regulierten sich nach Eintritt in ihre Dienstzeit. Der frisch Einberufene hatte ein halbes Jahr die "Arschkarte", musste seinen Kameraden gehorchen und übernahm nach einem halben Jahr die nächste Funktion. Eigentümlicherweise dabei auch diesselben Regularien und Schikanen seiner Vorgänger gegenüber den Nachfolgern. Dieses eigentümlich-fragwürdige Prinzip wurde zum System erhoben, wussten die Vorgesetzten um deren Bewährtsein, wenn sie selbst nicht ganz doof waren. Je nach Einheit/Kompanie wurde daraus Methode. Soldaten schikanierten Soldaten, die Vorgesetzten blickten darüber hinweg. Soll per se andeuten, dass es die Soldaten selbst waren, die es sich gegenseitig schwer machten, die leidige Dienstzeit zu ertragen. Selbstkritisch muss ich resümieren, mich diesem Prinzip auch unterworfen zu haben. Ein fairer Umgang in einem streng hierarchisch geregelten System wie einer Armee ist kompliziert, hängt von jedoch und letztlich von ALLEN Beteiligten ab. Dieses Buch vermag mit diesem Problem nicht schlüssig umzugehen. Schlussendlich: Sollte man mit diesem Thema an eine Öffentlichkeit gehen, hat man sich einem Ojektivitätsprinzip selbigen zu unterwerfen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Handwerklich mittelmäßig, verkaufsorientiert geschrieben, inhaltlich widersprüchlich und übertrieben,
Rezension bezieht sich auf: Sprutz: In den Fängen der NVA (Taschenbuch)
Auf Empfehlung eines "Leidensgenossen" aus meiner Tautenhainzeit (gleicher Ort jedoch zwei Jahre vor dem Handlungszeitraum des Buches) begann ich dieses Buch mit Interesse zu lesen. Doch leider wurde ich schon nach der "spektakulären" Einleitung vom wenig ausgefeilten Schreibstil des Autors enttäuscht. Aus Interesse an kleinen, für mich wiedererkennbaren Details, mit denen der Autor und zugleich Hauptakteur des Buches Gott sei Dank nicht geizt, schaffte ich es doch bis zum Ende der Lektüre. Außerdem reizte mich zu erfahren, ob sich der gutbetuchte und wenig sozialistisch aufgewachsene Jugendliche Tannhoff, als Soldat der Sprutzbewegung erwehren konnte. Das gelang ihm wohl auch Dank eines glücklichen Umstandes.Der Autor wartet überhaupt recht häufig, mit ach so gut passenden, lauter kleinen "genialen" Fertigkeiten seines Buchhelden auf, dass sie just im Moment der dramaturgischen Notwendigkeit wie die Faust aufs Auge passen. Das Buch überlebt mit zum Teil sehr übertriebenen und stark angehäuften Ereignissen, die mir trotz meiner Erfahrungen aus meiner Dienstzeit in dieser Intensität nicht untergekommen sind. Es gab, wie ich später auch von Vertretern der Bundeswehr und Berichten aus der US-Navy erfuhr, überall extreme Schikanen und EK-Bewegungen und jede Menge Offiziere, die sich diese zu Nutze machten. Das ist zwar verächtlich aber üblich. Des Weiteren entdeckte ich logische Fehler und inhaltliche Widersprüche in dem Erzählten. Sicherlich ein Kompromiss zum Zweck des Buches. Ich erkläre mir die Anhäufung der eventuell so passierten Ereignisse (die ja zum Teil schon von einem anderen Rezensoren und Augenzeugen widerlegt wurden) wie folgt: Trotz oder gerade wegen seiner vom Elternhaus oder anderweitigen Protegierung mit (in der DDR schon zum Luxus zählenden) Dingen (Reise mit dem Auto nach Ungarn vor seiner Dienstzeit, Motorrad, Walkman mit Radio udgl.), stand er wohl bei vielen Mitkameraden auf der "Abschussliste". Er hatte in vielen Sachen jede Menge Glück (trotz Studiumswunsch nur 1,5 Jahre statt der üblichen 3 Jahre Dienstzeit - niedrige Zimmerbelegung - schon benannte handwerkliche Fertigkeiten usw.). All das kann schon bei Schlichten Gemütern - und die gibt es beim Militär zu Hauf - zum Neid führen. Und ein Quentchen Pech während seiner Dienstzeit, hat er sich selbst zuzuschreiben (er begeht mehrmals vermeidbare und absehbar zur Strafe führende Fehler). Fazit: Der Autor rechnet mit einem ihm ohnehin verhassten System ab, wass sich sehr gut in das Bild von stacheldrahtumzäunten Kasernen setzen lässt. Er gehört leider weder zu den Helden der Erzählung noch der Deutschen Geschichte, sondern zu den Opfern. Stilistische Kunstgriffe wurden verwendet, doch zu plakativ eingesetzt. Der Inhalt des Buches ist für ein unwissendes Klientel erschreckend und kann auch gut in eine wenig hinterfragte Weltanschauung passen. Sprache und Stil des Autors sind nicht anspruchsvoll. Das Buch dient nicht dazu, das damalige politische System zu erkennen. Aber es dient dem Autoren dazu, um sich alles "Drücken" - allen Ärger - von der Seele zu schreiben. Das war für den Autor sicher eine gute Therapie. Ich war enttäuscht und kann das Buch leider nicht weiterempfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ich war auch in Tautenhain.,
Von Karl "Leser" (Bernburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sprutz: In den Fängen der NVA (Taschenbuch)
Wie in der Überschrift gesagt, ich war auch in Tautenhain, nur sechs Jahre früher. Ich habe ähnliche Schikanen wie Tannhoff erlebt,ich habe erlebt wie die Vorgesetzten weggeschaut haben wen die EKs. andere Soldaten schikaniert haben. Was ich aber auch erlebt habe ist das sich Offiziere,und gerade die, welche noch Karriere machen wollten sich gegenseitig schikaniert haben und das häufig auf den Knochen von ihren Untergebenen egal in welchem Rang, wobei die Soldaten das schwächste Glied in der Kette wahren. Aber auch so mancher junger Unteroffizier oder Leutnant hatte Probleme mit dem System NVA. Andere Meinungen über " Sprutz" gehen von prima und Zustimmung bis "quatsch und so war es nun auch nicht".Vieles wie im Buch beschrieben kann ich bestätigen, einiges z.B. die EK-Bewegung habe ich schlimmer erlebt und manches besser. Es giebt zum Sprutz und zur NVA soviele Meinungen wie es ehemalige Angehörige giebt. Mir fehlt nur die Diskusion, "warum war die NVA so zu ihren Soldaten". Meine Meinung dazu ist, "wir wurden wie unmündige Bürger anderthalb Jahre eingesperrt und unter Druck gehalten und das besonders in Tautenhain, dabei sind die schlimmsten Seiten der Menschen zu Tage getreten" . Peter Tannhoff glang es mit Sprutz diesen Druck und die negativen Seiten der 3. Raketenbrigade festzuhalten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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