Produktinformation
|
Das es diese CD gibt verdanken wir außerdem dem Umstand, dass Elvis 1977 keine Lust mehr hatte ins Tonstudio zu gehen. Also versuchte sein Produzent Felton Jarvis, möglichst viel Material live aufzunehmen. Und da Überraschungen im Mittelteil zu erwarten waren, lief die Bandmaschine auch nur in diesem Teil der Show mit.
Deshalb bekommen wir hier auch kein komplettes Konzert, sondern eine bunte Mischung von diversen Auftritten. Aber alle belegen eine Sache eindeutig: auch 1977, ein halbes Jahr vor seinem Tod, war Elvis weiterhin der König!
Nach dem Eröffnungsblock greift Elvis zu seiner Gitarre und beginnt mit dem Song, der seine musikalische Karriere beginnen sollte: „That's All Right". Doch die Gitarre ist total verstimmt, Elvis bricht ab, beginnt dann von neuem. Und an seinem Vortrag gibt es nichts auszusetzen! Auch zu „Are You Lonesome Tonight?" begleitet sich Elvis selbst an der Gitarre. Und wieder bietet uns Elvis eine Lachversion von diesem Lied, wenn auch weniger spaßig als der berühmte Vorgänger von 1969.
Kennen Sie einen Künstler, der im März einen Weihnachtssong spielen darf - und vom Publikum gefeiert wird? Nein? Dann genau hingehört: Elvis beginnt nun mit „Blue Christmas" - und immer noch spielt er selbst die Gitarre!
Mit „Trying To Get To You" greift Elvis wieder auf einen seiner ersten Titel zurück. Doch seine Stimme ist reifer, die Musiker besser. Diese Version übertrumpft die Originalversion um Längen! Das gilt auch für „Lawdy Miss Clawdy", bereits 1956 im Tonstudio eingespielt - klingt 1977 aber wie ein neuer Song.
Wollen Sie wissen, wie der „fette und hässliche" Elvis 1977 auf Frauen wirkte? Dann sollte man sich „Fever" anhören! Elvis bekommt sein weibliches Publikum immer wieder zum Kreischen. Und hier kreischen keine Teenager - hier kreischen erwachsene Frauen!
„Heartbreak Hotel" war Elvis erster Nummer 1-Hit. Aus dem Rocksong wurde ein Blues, vielleicht nicht mehr hitverdächtig, aber hörenswert! Und hörenswert ist auch der nächste Song, „If You Love Me".
„It's Now Or Never" basierte auf dem italienischen Schlager „O sole mio". Also lässt Elvis Sherrill Nielsen erst einmal die italienische Fassung singen, bevor er selbst seinen größten Hit (zu Lebzeiten)anstimmt.
Mit dem Anstimmen von „Blue Hawaii" versetzt Elvis die Musiker in Panik, bricht dann aber mit dem Hinweis, dass der Song nicht geprobt wurde, ab. Es folgt eine Version von „Little Sister", die - man muss es ganz ehrlich sagen - an die Version von 1961 nicht heranreicht. Und das Medley „Teddy Bera/Don't Be Cruel" klingt ziemlich peinlich.
„Help Me" ist ein wunderschöner Song, wunderschön vorgetragen. Und dann folgt ein absolut fetziges „Blue Suede Shoes". Wer glaubt, Elvis hätte 1977 nicht mehr rocken können wird spätestens hier widerlegt! Mit „Hound Dog" hat man den Tiefpunkt der CD - und eines jeden Elvis-Konzerts im Jahr 1977 - erreicht. Nun gut, es gibt weitaus schlechtere Versionen... Und nach „Jailhouse Rock" erreicht die CD nur noch Höhepunkte! Und der erste ist „Polk Salad Annie"! Diese Version wird nur noch von den 1970er-Aufnahmen übertrumpft!
„Bridge Over Troubled Water" ist ein weiterer Höhepunkt. An einigen Stellen vielleicht etwas zu überladen, aber trotzdem wunderschön!
„Big Boss Man" erreicht nicht den Charme der Aufnahme von 1968, aber ist trotzdem toll anzuhören! Mit „Fairytale" geht es erst mal noch im gleichen Tempo weiter, bevor Elvis mit dem Medley „Mystery Train/Tiger Man" noch mal richtig loslegt. Zwar gilt auch hier, dass die Versionen 1970 weitaus besser ausfielen - aber mit dieser Version braucht sich der „King of Rock'n'Roll" auch nicht zu verstecken!
Wer hören will, was Elvis 1977 stimmlich zu leisten in der Lage war sollte sich „Unchained Melody" anhören. Elvis in Höchstform! Und dazu widerlegt er auch noch die Behauptung, er könnte kein Instrument spielen - begleitet er sich doch dazu selbst am Piano! Von seinen Gitarrenkünsten hat Elvis selbst nicht viel gehalten (das verrät er im Juni 1977), aber am Klavier muss er sich wirklich nicht verstecken!
„Little Darlin'" ist eine nette 50er-Jahre-Parodie, von Elvis auch voller Ironie vorgetragen. Ganz Ernst wird er aber wieder bei „My Way". Er macht diesen Song, der häufig mit Frank Sinatra in Verbindung gebracht wird, zu seinem Song. Er singt sein Leben, offenbart sich seinem Publikum.
Diese CD ist ein Pflichtkauf für jeden Elvis-Fan. Und ein Pflichtkauf für jeden, der auf die noch heute in den Medien so breitgetretenen Gerüchte des „verlorenen Superstars", der „dem Drogentod nahe", „durch Medikamente zerstört" nur noch „eine Parodie seiner selbst" gewesen sein soll, hereinfällt. Zehn von fünf möglichen Sternen für „Spring Tours 77"!!!!!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|