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Sprachlügen: Unworte und Neusprech von »Atomruine« bis »zeitnah«
 
 

Sprachlügen: Unworte und Neusprech von »Atomruine« bis »zeitnah« [Kindle Edition]

Kai Biermann , Martin Haase
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

entlarvend – vernichtend – schonungslos



Wenn eine Regenhose zur »Schutzwaffe« wird, um friedliche Demonstranten als Bedrohung hinzustellen, der Gefahrenbereich zur »Sicherheitszone« mutiert oder der staatlich sanktionierte Mord zur »gezieltenTötung« wird, um sie notwendig und richtig erscheinen zu lassen – dann steckt eine Absicht dahinter: Verschleiern, was das Zeug hält!

Nirgendwo fliegen mehr Worthülsen und Unworte umher als in der Politik und bei öffentlichen Debatten. Kai Biermann und Martin Haase analysieren diese Sprache der Politiker, hinterfragen die verwendeten Begriffe, beleuchten sprachliche Hintergründe oder Wortverdrehungen und entlarven ideologische Implikationen und Manipulationen. Denn viele Worte, die wir als selbstverständlich hinnehmen, sind bei genauerem Hinsehen nichts anderes als dreiste Sprachlügen.



»Was jemand willentlich verbergen will, sei es vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: Die Sprache bringt es an den Tag.« Victor Klemperer

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Geboren wurde die Idee zum Neusprechblog von Martin Haase, der Ende 2008 beim 25. Kongress des Chaos Computer Clubs einen Vortrag über das Thema sprachliche Umdeutungen und Neuschöpfungen bei Politikern hielt. Gewachsen ist sie in einem Text dazu, den Kai Biermann Anfang 2009 bei ZEIT ONLINE schrieb. Beschlossen, daraus einen gemeinsamen Blog zu machen, wurde es von beiden im Frühjahr 2010 via SMS.
Martin Haase ist Blogger, Professor für Linguistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Mitglied des Chaos Computer Clubs und bekennender Pirat.
Kai Biermann ist diplomierter Psychologe. Er arbeitet seit 1997 als Autor und als Journalist für verschiedene Tageszeitungen und Onlinemedien, seit 2007 als Redakteur und Ressortleiter bei ZEIT ONLINE.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 583 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Fischer,; Auflage: 1 (13. Dezember 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00ANF58YU
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #62.364 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Bessere ist der Feind des Guten 6. Februar 2013
Von Oskar12
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch knackt so einige interessante Worthülsen . Ich bereue nicht, es gelesen zu haben.
Teilweise erfährt der Leser etwas über Wortherkunft und eigentliche Bedeutung. Im Besonderen stehen aber berufliche Wortverdreher, also unsere Politiker, am Pranger.

Enttäuscht war ich von der Aufmachung im Lexikon-Stil, die den Lesefluss doch sehr ausbremst. Eine thematische Gliederung wäre besser gewesen, vielleicht auch mit dem ein oder anderen Beispiel aus dem politischen Alltag.

Zudem wird die Bedeutung der sprachlichen Ebene an manschen Stellen aufgebauscht. Beispielsweise wird in der Politik das Wort "Krieg" in der Regel schlicht aus juristischen Gründen vermieden - weil es falsch wäre und/oder weil der (Angriffs)Krieg in Deutschland verfassungsrechtlich verboten ist.

Abgesehen davon schwingen viele politische Meinungen der Autoren selbst mit. Was aber nicht weiter stört, im Gegenteil. Die sind nämlich überwiegend interessant und diskussionswürdig.

Fazit: Ein gutes Buch mit leichten Schwächen in Aufbau und Inhalt. Lesen lohnt sich aber trotzdem (noch).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Autoren dieses bemerkenswerten Taschenbuchs sind der Linguist Prof. Dr. Martin Haase und der Diplompsychologe Kai Biermann. Sie stellen hier Worthülsen und Unworte vor. Dabei loten sie die Sprache der Politiker aus, fühlen Begriffen sowie Wortverdrehungen auf den Zahn und outen ideologische Implikationen als auch Manipulationen, wie man eingangs zusammenfassend erfährt und sich dann von Seite 7- 232 wenig belustigt überzeugen kann.

Zur Sprache gebracht werden in alphabetischer Reihenfolge Begriffe wie "alternativlos", "Endlager", " ergebnisoffen" "Fortschrittsverweigerer", "parlamentarische Zwänge" etc.

Anstelle eines Nachwortes warten die Autoren mit eine politischen Grammatik auf. Hier werden gute versteckte Politiker-Worte beleuchtet. Es sind ganz normale Worte, die umgedeutet werden, Sprachkunststücke wie etwa das "Merkel-Wir", das "Wulffsche man" das "Gutenberg-Passiv", auch unpassende Sprachbilder, wie "vorübergehende Wachstumsdelle" oder "Rettungsschirm". Hingewiesen wird auch auf Scheinargumentationen u.a.m.

Ein wichtiges Buch, das man genau studieren sollte, um zu verstehen, was ein Dialogpartner beabsichtigt, wenn er Unworte und Neusprech verwendet. Schön, wenn man sich dann kundig über die kurzen Beine freuen kann, anstelle verbal über den Tisch gezogen zu werden.

Empfehlenswert
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lexikon der missbrauchten Begriffe 6. April 2013
Von Michael Konitzer VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Reicht es für ein Buch, eine gute Idee so lange zu durchzudeklinieren, bis sie so gut wie tot ist. Kai Biermann hat hier ein Lexikon der von Politik, Wirtschaft, Marketing und Medien missbrauchten Begriffe und Neusprech-Kombinationen zusammengestellt. Nach wenigen Seiten kennt man das Prinzip - und je weiter man im Buch voran kommt, desto weniger ist man überrascht oder gar fasziniert. Schade.
Ein guter Tipp: unbedingt das letzte Kapitel lesen, das macht Spaß, wenn die Sprache von Wulff, Merkel, Guttenberg & Co. intelligent und witzig interpretiert wird. Mehr davon hätte dem Buch gut getan.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von es
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Natürlich klingt thermische Abfallbehandlung besser als Müllverbrennung, das klingt nicht nur weniger schmutzig, nein, das Ganze bekommt auch noch einen sachlich, wissenschaftlichen Hauch. "Alternativlos" ist bei Frau Merkel fast alles, vom Atomausstieg bis zu Bankenrettungspaketen. Auch an dieses Unwort des Jahres 2011 haben wir uns schon gewöhnt. Hochaktuell, wie sich schon Friedrich Engels über das irreführende Wort "Arbeitgeber" geäußert hat. "Atomruine", das klingt doch nach einem hübschen Ausflugsziel fürs Wochenende. Können Sie mit dem Wort "Bedarfsträger" wirklich etwas anfangen? Wissen Sie, was sich hinter der "Bierdeckelsteuer" oder dem "Lackmustest" eigentlich verbirgt? "Gelenkte Demokratie", ist das nicht ein Widerspruch in sich? Was können "Mautbrücken" eigentlich wirklich und warum heißen sie dann nicht anders? Wenn es "unschuldige Opfer" gibt, gibt es dann auch schuldige Opfer?

Die beiden Autoren (ein Professor für Linguistik und ein Psychologe ) decken auf, warum bestimmt Wörter in öffentlichen Debatten, besonders in politischen, verwendet oder gar erfunden werden um zu verschleiern, Konflikte zu entschärfen, irrezuführen, zu beruhigen.
"Was jemand willentlich verbergen will, sei es vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag" - diese Worte von Victor Klemperer sind dem Buch vorangestellt.

Die Autoren öffnen uns die Augen oder besser die Ohren. Ich ahne, dass ich es immer mal wieder zur Hand nehmen werde, wenn Worte fallen wie Protestwähler, Schuldenbremse, Sparpaket - also Worte, die sich schon so in unserem Alltag eingeschlichen haben, dass es Wert ist, sie zu hinterfragen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Günther TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
ganz zu schweigen vom WC-Center und einer Exzellenzinitiative? Jeder der noch einigermaßen bei Trost ist, erkennt es sofort: es ist rhetorischer Unfug! Besserenfalls sind es inhaltsleere Worthülsen, meist aufgepumpte Banalitäten, denen mittels Klangfülle der Anstrich von substanziell nicht vorhandener Wichtigkeit und Dringlichkeit oder überhaupt Notwendigkeit verliehen werden soll, schlimmstenfalls aber (und das leider viel zu häufig) sind es schlichtweg dreiste Täuschungsmanöver - man könnte auch sagen Lügen -, die nach dem Show-Prinzip eines jeden Illusionisten eine Wirklichkeit inszenieren sollen, die gar nicht existiert und umschwurbelt zu verbergen suchen, was gesagt werden sollte. Oder kurz, diese Begriffe sind einfach Quatsch, krachender Blödsinn.

Ich habe oben wahllos drei Begriffe dem Buch entnommen (das WC-Center habe ich zu verantworten), auf 230 Seiten finden sich hunderte Wörter, die mindestens missbraucht, meist eigens konstruiert wurden, um eine nicht ganz so hübsche Wahrheit milder klingen zu lassen, oder zweifelhafte Interessen leichter mehrheitsfähig zu machen. Krieg will schließlich niemand, einen Stabilisierungseinsatz können sich viele schon eher vorstellen, erst recht wenn die zivilen Opfer (also Getötete oder Verletzte) nur als Kollateralschaden an unserem Gewissen vorbeihuschen.

Bei allen Begriffen bei denen das Autorenduo Biermann/Haase bei der Decodierung konsequent etymologisch vorgeht, ist das Buch eine humorvoll unterhaltende Lektüre, dazu sprachlich sensationell.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Tendenziös und unfundiert
Der Ansatz des Buches ist keineswegs neu, er entspricht 1:1 dem, was Eckard Henscheid bereits 1993 in seinem Buch "Dummdeutsch" durchgeführt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Wechselwähler veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Sehr nützlich, aber auch mit Schwächen
Seine Nützlichkeit gewinnt das Buch dadurch, dass viele der analysierten Ausdrücke auch dem eigentlich aufmerksamen und kritischen Zeitgenossen wie... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Estragon veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Es wurde aber mal Zeit!
Dieses Buch sollte täglich vor und nach den Nachrichten gelesen werden!
Einfach übersichtlich, nicht zu viel und nicht zu wenig!
Vor 9 Monaten von W-G U veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schult in der Verwendung der Muttersprache und macht gleichzeitig sehr...
„Wortlügen“ zielt darauf ab, die Muttersprache zu pflegen. Es verdeutlicht, wie schnell wir alle dazu neigen, kampf- und kommentarlos journalistische und politische... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Dr. Rüdiger Grimm veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Locker-flockige Schulung
Wer Theorie über ein Sprache erwartet ist hier fehl am Platz. Das Buch ist eine Sammlung von Begriffe die von der Politik erfunden wurde um Macht zu schaffen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Simon veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Underschön
Der Autor lässt nichts aus und öffnet dem Leser durchaus die Augen für viele Defizite unserer Gesellschaft. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Cyberblade veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen lebhafte Diskussionen
Sprache ist verräterisch, aufschlußreich und entlarfend. Im Freundeskreis führten Hinweise auf einige Erklärungen in diesem Buch zu sehr lebhaften... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von briad veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aufklärung gegen Volksverdummung
Wenn man bisher gern davon ausgegangen ist, dass viele Politiker nur einfach mit der Komplexität der von ihnen zu verantwortenden Entscheidungen überfordert sind, wird... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Rainbow veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Volksnahe Versachlichung
Man weiß zwar, dass Volksverarschung Alltag ist, aber wenn man beim Lesen dieses Buches sieht, wie professionell, ja geradezu liebevoll diese Verarschung betrieben wird, wird... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Leo Hamacher veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wenn Interessenvertreter vom "Sparkurs" sprechen, aber Lohn- und...
Im diesem Buch geht es um Floskeln, Scheinargumente, Rabulistik, Euphemismen, das Schönreden und das Verschleiern mit Worten. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Artikel 20 Grundgesetz veröffentlicht
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