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4.0 von 5 Sternen
Sprache und Denken, 1. September 2009
Rezension bezieht sich auf: In der Sprache liegt die Kraft: Klar reden, besser leben (Taschenbuch)
Die Autorin versteht es, den oft gewohnheitsmässigen, ungünstigen Gebrauch der Sprache offenzulegen. Mir gefällt dabei, dass sie den Bezug zum Denken herstellt, und über Veränderungen der Sprechgewohnheiten auch die inneren Einstellungen möglicherweise klarer werden. Zum Beispiel fällt mir seit der Lektüre eher auf, wenn ich Füllwörter wie 'eigentlich' verwende. Die Autorin hat einige bemerkenswerte Zusammenhänge entdeckt. Ich finde, sie übertreibt es aber gelegentlich etwas mit der Verwendung von kurzen, prägnanten Sätzen. Sie wirkt auf mich zu wenig bescheiden, da sie dauernd ihre Methode anpreist, zumal sie selbst die Sprache nicht immer gut verwendet. Zum Beispiel findet sich auf ihrer Homepage der Satz 'Mit einer gezielten Änderung Ihrer gewohnten Ausdrucksweise erreichen Sie eine starke Wirkung auf das Denken, Sprechen und Handeln oder einem wachsenden Bewusstsein für die Sprache und ihre Wirkungsweise entwickeln Sie Ihre emotionale Intelligenz, Ihre soziale Kompetenz und Ihr Selbstmanagement.' Dennoch gebe ich vier Sterne, vor allem auf Grund der vielfältigen Anregungen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lesen, 4. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: In der Sprache liegt die Kraft: Klar reden, besser leben (Taschenbuch)
Roswitha Defersdorfer gelingt es in ihren Buch, plastisch und nachvollziehbar darzustellen, welche Einflüsse unsere Sprache auf unser Denken und Handeln, auf das, was wir mit unserer Kommunikation erreichen, und auf die Ergebnisse, die wir letztendlich erzielen, hat. Meines Erachtens ist die wichtigste Botschaft des Buches, dass jeder über die Sprache nicht nur mit der Umwelt kommuniziert, sondern sein eigenes Bild von sich und der Welt formt. Sprache wirkt also immer in zwei Richtungen: von uns weg in Richtung anderer Menschen und zu umziehen, in uns hinein, in unser Innerstes. (Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Erkenntnis der Neurobiologie, wonach die Gehirnsbereiche, die für Sprache zuständig sind, unmittelbar angrenzenden ein die, die für unsere Handlungen zuständig sind. Aber das nur am Rande, es ist nicht Gegenstand dieses Buches.) Mir hat die Lektüre dieses Buches einen weiteren Bereich aufgezeigt, über die in sich wirkungsvolle Veränderungen bei Menschen erreichen lassen. Defersdorfer zeigt auf, wo und wie wir uns und durch unser Denken selber limitieren. Alleine für diese Erkenntnisse lohnt sich das Lesen des Buches. Anhand konkreter Lösungsbeispiele erhält der Leser unmittelbar Anregungen, wie er sein Sprachverhalten verändern und verbessern kann. Eine Menge davon lässt sich unmittelbar anwenden und - und dessen bedarf es wohl auch - trainieren. Die Zeichnungen im Buch sind verzichtbar, stören aber nicht weiter. Tatsächlich als störend und wenig souverän empfand ich die penetrante Ausführung des Unternehmens der Autorin, ohne die praktisch kaum eine Seite auskommt - dafür ein Punktabzug. Ich bin fast sicher, dass jeder, der dieses Buch liest, nützliche Anregungen erhalten wird, also (trotz übertriebener Eigenwerbung) lesenswert...
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
252 Seiten starker Werbeflyer für LINGVA ETERNA, 18. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: In der Sprache liegt die Kraft: Klar reden, besser leben (Taschenbuch)
Die Bedeutung der Thematik ist zehn Sterne wert. Insofern schließe ich mich meinen Vorgängern gerne an. Einige Dinge drängen sich jedoch so störend auf, daß ich acht Sterne abziehe. Frau Mechthild Roswitha von Scheurl-Defersdorf betreibt nicht nur das Institut LINGVA ETERNA, sondern auch den gleichnamigen Verlag, über den sie weitere Bücher und Kartensets vertreibt. Sie übersetzt den Namen, erklärt aber leider nicht, daß die Römer kein U kannten. Daher LINGVA! Zudem benennt sie ihr Konzept in einer toten Sprache mit dieser ebenso ungebräuchlichen weil toten Eigentümlichkeit. Es gibt keine ewige Sprache. Sprache lebt und wandelt sich laufend. Sehr irritierend! Das Buch enthält nur wenige Seiten, auf denen nicht für L.E. geworben wird. Sie beginnt viele Sätze mit Ich... und Und..., schreibt kurze, prägnante Sätze oft ohne Nebensäzte, was eine sehr abstrakte bis kühle Atmosphäre erzeugt. Verwunderlich, da es doch gerade um das Gefühl für Sprache geht, und was man mit Sprache ausdrücken kann. Alle Einzelthemen werden kurz mit einem Beispiel abgehandelt. Eine Auflistung für weitere Wörter dieser Kategorie gibt es nicht, soll man schließlich ihre Seminare besuchen und weitere Produkte kaufen. Sehr verärgert haben mich die selten primitiven Zeichnungen, die vermutlich denen dienen sollen, die das Geschriebene nicht verstanden haben?! Mit in ihr Konzept nimmt sie Elemente des systemischen Familienstellens von Bert Hellinger, ohne auf die Herkunft einzugehen, geschweige denn einen Literaturverweis zu geben. Für Ehrlichkeit ist bei soviel Selbstbeweihräucherung offenbar kein Platz, und den richtigen Umgang mit den Pluralbildungen "Worte" und "Wörter" (S. 235) beherrscht die studierte Linguistin leider auch nicht. Traurig! Tiefe sucht man in diesem Buch vergebens, aber als Türöffner ist es durchaus sehr wertvoll.
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