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Sprache und Integration: Die sozialen Bedingungen und Folgen des Spracherwerbs von Migranten [Broschiert]

Hartmut Esser

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Kurzbeschreibung

9. Oktober 2006
Die Integration von Migranten steht ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Forderungen nach Pflichtsprachkursen oder Deutsch als Schulhofsprache sind ein Beleg dafür, dass Sprachkenntnissen allgemein eine grundlegende Bedeutung für eine erfolgreiche Integration zugemessen wird. Auf der Grundlage vorliegender Konzepte und empirischer Untersuchungen aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten liefert Hartmut Esser in seiner soziologischen Analyse zahlreiche neue Erkenntnisse über die Bedingungen und Folgen des Spracherwerbs von Migranten.

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hartmut Esser ist Professor für Soziologie und Wissenschaftslehre an der Universität Mannheim und Verfasser des Standardwerks Soziologie – Allgemeine und spezielle Grundlagen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Das Problem Es gibt inzwischen einen durchaus breiten Konsens darüber, dass die intergenerationale Integration das zentrale Problem im Zusammenhang der inzwischen entstandenen internationalen Migrationsbewegungen darstellt und dass dabei der Sprache eine Schlüsselfunktion zukommt. Praktisch alle politischen Parteien und relevanten Verbände des öffentlichen Lebens teilen diese Auffassung. So empfiehlt die "Unabhängige Kommission ›Zuwanderung‹" in ihrem Bericht von 2001 (259ff.) die Einrichtung von Sprach- und Integrationskursen nach niederländischem und schwedischem Vorbild und betont damit insbesondere die sprachliche Integration der Immigranten. Das Jahresgutachten des "Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration" von 2004 und das Memorandum der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration von 2005 wiederholen diese Empfehlung und die Betonung der Bedeutung der Sprache für die Integration (Sachverständigenrat für Zuwanderung und Integration 2004: 253ff.; Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 2005: 18ff.). Den einsehbaren Hintergrund dieser Zustimmung bilden gut belegbare Vermutungen, dass der Kern jeder nachhaltigen Integration - die der Migranten, wie die der jeweiligen Aufnahmegesellschaft - die Platzierung wenigstens der Folgegenerationen auf attraktiven Positionen auf dem (primären) Arbeitsmarkt und in den öffentlichen Institutionen ist und dafür der Erwerb von möglichst breit (oder gar "global") verwendbarem Humankapital eine immer wichtigere und zunehmend unersetzliche Bedingung ist. Dies ist nur über erfolgreiche schulische Karrieren und Bildungsabschlüsse möglich und für die Erbringung der dazu nötigen Leistungen, wie später für die Platzierung auf den Arbeitsmärkten auch unmittelbar, sind wiederum bestimmte sprachliche Kompetenzen von zentraler Bedeutung: die Beherrschung der Sprache des Aufnahmelandes, und zwar unabhängig von anderen Kompetenzen und Fertigkeiten, etwa interkultureller oder multilingualer Art. Die Basis dieses sehr verschiedene politische Lager und intellektuelle Positionen umspannenden Konsenses kann darin gesehen werden, dass dauerhafte ethnische Schichtungen oder gar ethnische Fragmentierungen aus ganz verschiedenen Gründen und von den unterschiedlichsten theoretischen wie politischen Positionen her als unerwünscht angesehen werden. Sie sind sicher nicht mit den politischen, normativen und moralischen Gleichheitspostulaten demokratisch verfasster und auf sozialen Ausgleich ausgerichteter Gesellschaften zu vereinbaren. Ferner gibt es viele theoretische Gründe und empirische Hinweise dafür, dass ethnische Schichtungen und Fragmentierungen den auf Individualität, Liberalität und auf Leistung basierenden Funktionsbedingungen kapitalistischer Marktordnungen beziehungsweise den Prämissen funktional differenzierter Gesellschaften zuwider laufen. So sind beispielsweise soziale Distanzen und Diskriminierungen auf kompetitiven Märkten nicht haltbar und ethnische Schließungen ziehen (enorme) Transaktionskosten und Produktivitätsverluste nach sich. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die mit der internationalen Migration und der damit möglichen kulturellen Pluralisierung zu erwartenden Toleranz-, Effizienz- und Innovationsgewinne durch ethnische Spaltungen und Benachteiligungen verschenkt oder geradezu in ihr Gegenteil verkehrt werden. Und erst recht können die vertikalen ethnischen Ungleichheiten und Differenzierungen von jenen Positionen her nicht gutgeheißen werden, die die ethnischen Ungleichheiten und Differenzierungen nicht nur als eine über die Generationen hinweg vorübergehende - wenngleich durch die Fortdauer der internationalen Migration und des dadurch erzeugten "replenishments" auch immer wieder neu geschaffene Folge -,sondern als einen genuinen und damit strukturell dauerhaften Teil der (weltweiten) Modernisierung, Kapitalisierung und der durch sie erzeugten (globalen) Ungleichheiten und Ausbeutungsverhältnisse ansehen. Die Schlussfolgerungen über das, was zu tun ist, sehen natürlich entsprechend anders aus. Letztlich handelt es sich um die Wiederaufnahme einer aus den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts wohlbekannten und seinerzeit auch öffentlich stark beachteten und institutionell höchst folgenreichen Problematik: das Ärgernis der nach wie vor bestehenden Vererbung von Klassenunterschieden und die mangelnde Ausschöpfung von "Bildungsreserven" durch die Persistenz gewisser sozialer, kultureller und vor allem sprachlicher "Barrieren", diesmal allerdings noch einmal um gewisse ethno-kulturelle, teilweise auch ethno-religiöse, Komponenten verschärft und hier und da inzwischen auch angereichert durch, vielleicht oft etwas allzu dramatisierende, Vermutungen auf die Entstehung "neofeudaler" Sub- oder gar "Parallel"-Gesellschaften. Die geschilderten Phänomene sind keine Besonderheit der deutschen Gesellschaft. Mehr oder weniger deutliche Anzeichen für ethnische Schichtungen und ethno-kulturelle Fragmentierungen gibt es in allen westlichen Einwanderungsländern - in den USA und Kanada ebenso wie in (West-)Europa. Sie sind offenbar auch weitgehend unabhängig von den historischen, politischen, institutionellen und "diskursiven" Randbedingungen der jeweiligen Aufnahmeländer, sodass vermutlich (makro-)politische Maßnahmen alleine kaum ausreichen, um dem entgegenzusteuern (vgl. dazu etwa Banton 2001 oder Crul/Vermeulen 2003: 967ff.). Die Niederlande haben beispielsweise ihre ursprüngliche Politik der auf Gruppen bezogenen Multikulturalität schon Mitte der Neunzigerjahre in Richtung auf inzwischen unverhohlen assimilationistische Vorstellungen und an Individuen adressierte Maßnahmen geändert, ohne dass sich bisher besondere Unterschiede in den Ergebnissen oder im Vergleich zu den anderen Ländern hätten feststellen lassen. In Frankreich, Großbritannien, Schweden oder Deutschland gibt es, ebenso wie etwa in den USA, Kanada, Australien oder Israel, ganz unterschiedliche politische und institutionelle Bedingungen, öffentliche Diskurse, historische Traditionen und Immigrantengruppen - und gleichwohl stellt sich das zentrale Problem überall in ähnlicher Weise. Offenkundig geht es um Prozesse, die sich relativ selbständig auf der Ebene alltäglicher Vorgänge und in kaum beeinflussbarer Verstärkung und Verfestigung von vertikalen Ungleichheiten durchsetzen, wobei sicher auch gewisse kontextuelle Bedingungen, wie die Flexibilitäten der Bildungssysteme im Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder die unterschiedlichen Bedingungen im Übergang auf den Arbeitsmarkt, eine Rolle spielen (vgl. Crul/Vermeulen 2003: 978ff.; vgl. für einen empirischen Überblick solcher Unterschiede für verschiedene Aufnahmeländer van Tubergen 2004). So gut wie überall aber gibt es im Zuge der Vorgänge der internationalen Migration die Phänomene der ethnischen Schichtung, bei deren Entstehung und Verfestigung auch die an sich neutralen und potentiell produktiven kulturellen Differenzen zwischen Migranten und Einheimischen, wie Sprache, Habitus, Einstellungen und ethnisches Sozialkapital, eine zentrale Rolle spielen. Zu dem Zusammenhang zwischen Sprache und (intergenerationaler) Integration, speziell durch die Vermittlung über die Bildung, und der Entstehung ethnischer Schichtungen liegt freilich schon seit längerer Zeit eine Vielzahl von theoretischen Beiträgen, empirischen Studien und (sozial-) wissenschaftlichen Erkenntnissen vor. Das Thema war (und ist) immer schon der eigentliche Kern der Migrations- und Integrationsforschung gewesen und man könnte sich fragen, ob nicht inzwischen alle relevanten Beziehungen geklärt und bekannt sind und man deshalb nicht getrost an die wohlinformierte Umsetzung in praktische Maßnahmen gehen kann. Die Aufnahme des Themas im Rahmen einer ausführlicheren Bestandsaufnahme des Wissensbestandes über die theoretischen Mechanismen und empirischen Zusammenhänge zwischen Sprache und der Integration von Migranten ist jedoch dadurch gerechtfertigt,...

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