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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Werk, das im Nachhinein zum Nachdenken anregt, 5. April 2009
Ohne einen Blick auf die Titelliste zu werfen, fällt mir zu dieser Platte spontan nur der Song "Kinder an die Macht" ein. Viel mehr scheint mich damals also nicht beeindruckt zu haben. Jetzt, beim Wiederhören der CD, sind da dann doch noch ein paar Songs, die ich mitsingen konnte. Insgesamt kann man aber sagen, dass dies einer der melancholischen Platten von Herbert Grönemeyer ist. Der Versuch, ernste Themen mit fröhlichen Melodien zu paaren, geht hier voll auf. Und wie ernst die Themen der Texte sind: Zwei Songs handeln von Rassismus und jeweils einer von Ausweglosigkeit, Alleinsein und der deutschen Vergangenheit. Den Anfang macht "Kinder an die Macht", der leider mittlerweile auf RTL/SAT 1/PRO 7 unter jeden Fernsehbeitrag über Kinder gelegt wird und somit fast schon nervt. Mit über sechs Minuten folgt dann mit "Tanzen" einer der längsten Songs des Künstlers, der besagt, wenn schon in Deutschland die Rezession vorbei ist, sollte man eben wieder "Tanzen". Die Ballade "Mehr geht leider nicht" handelt dann von der Geliebten, der die bereits dargebrachte Liebe nicht ausreicht. Das Intro von "Mass aller Dinge" erinnert der Melodie nach zunächst an Safariparks in Afrika, so dass der Text fast untergeht. Doch das sollte er nicht, denn die Refrainzeile "Weiße Überheblichkeit / Mass aller Dinge / Weiße Überheblichkeit / Jeder Mensch ist gleich / Der Weiße ist gleicher" ist ein sehr gutes Statement gegen die Apartheid. In "Nur noch so" werden mit "Überfrau mich mit Gefühl" sogar neue Wortkreationen geschaffen. Den Song "Unterwegs" werden dann wohl nur Künstler, die ständig auf Tour sind wirklich nachvollziehen können. Ich hätte auch nie gedacht, dass jemand die Metapher "Witz komm 'raus / Langsam wird's lächerlich" in einen Song unterbringen kann. Herbert Grönemeyer gelingt es in "Lächeln" und ihm gelingt mit der CD "Sprünge" ein Werk, das im Nachhinein zum Nachdenken anregt, so dass man es danach noch mehr zu schätzen weiß.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein geniales Album, 12. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Sprünge (Audio CD)
Ich persönlich besitze diese CD bereits seit Ihrem Erscheinen im Jahre 1986 und ich höre Sie immer wieder gerne. "Mehr geht leider nicht" ist eines der schönsten Liebeslieder die je geschrieben bzw. gesungen wurde. Mein Persönliches Liebelied auf dieser CD ist "Mass aller Dinge" ein Lied gegen die damalige Apartheit in Südafrika, sich aber noch heute 16 Jahre später auf viele Aktuellen Themen übertragen läßt,nämlich die Ignorranz etwas zu Unternehmen. Insgesamt sind die Texte auch heute noch Aktuell "Lächeln"+"Tanzen" zeigen ein Politisches Bild Deutschlands. Lieder wie "Nur noch so" oder "Unterwegs" verlieren sowieso nie an Gültigkeit. Insgesamt ein sehr gutes Album was damals auch zu recht auf Platz 1 der Verkaufcharts Stand.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein QuantenSPRUNG, 26. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Sprünge (Audio CD)
Dieses 1986er Album ist sicher eines der unbekannteren und leiseren Alben, aber mit Sicherheit in den Top3 seiner LP/CDs. Auch wenn einige Texte aus den Zeit heraus zu verstehen sind, so liefert sie auch hier noch ein bemerkenswertes Abbild der Befindlichkeiten in der Mitte der 80er Jahre. Nur seine Liebeslieder sind - wie immer - zeitlos! Eine sehr zu empfehlende CD/LP.
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