Kurzbeschreibung
Das Thema Sport in heterogenen Gruppen beschäftigt den Autor seit mehr als 20 Jahren. Waren es zu Beginn der 80er Jahre noch Ansätze, bei denen es vorrangig darum ging, Sportangebote für Menschen einzurichten, für die es bis dahin kaum Angebote gab, und Modelle, bei denen zur Zeit der integrationspädagogischen Grundlagendiskussion erste fachwissenschaftliche Betrachtungen vorgenommen wurden, liegen inzwischen erweiterte Befunde und Erfahrungen aus den genannten Bereichen vor, die eine theoretisch-konzeptionelle Diskussion erlauben und auf Möglichkeiten der praktischen Umsetzung weisen. Diese Beiträge sollen in dem Buch bilanziert werden. Zum einen geht es um den integrativen Prozessgedanken im Sport. Dieser hebt auf ein dialektisches Verhältnis von Gleichheit und Verschiedenheit ab und schließt explizit das Recht auf Verschiedenheit mit ein, was insbesondere aus sonderpädagogischer Sicht unverzichtbar erscheint (Diskussion um Selbstbestimmung, Empowerment, etc.). Zum anderen weisen wichtige sportpädagogische Konzeptionen der jüngeren Zeit verstärkt pädagogische Betrachtungen auf (Stichwort: Pädagogische Perspektiven auf den Sport) und können dadurch auch für die Thematik des Buches gewinnbringend sein und wichtige Begründungen und Wege für den Sport in heterogenen Gruppen aufzeigen.
Über den Autor
Prof. Dr. Friedhold Fediuk, geboren 1956, ist Professor für Sportpädagogik mit behinderten Menschen an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Sein langjähriger Forschungsschwerpunkt ist Sport und Integration in Schule und Verein. Vor seiner Lehrtätigkeit war er Lehrer an einer Gesamtschule sowie in Sportvereinen mit den Schwerpunkten Sport und geistige Behinderung und Psychomotorik aktiv.